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Organisatorische Gestaltung der Leistungsbeziehungen in Kommunalverwaltungen Der Beitrag des New Public Management von Rubel, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.11.2007
  • Verlag: DUV Deutscher Universitäts-Verlag
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Organisatorische Gestaltung der Leistungsbeziehungen in Kommunalverwaltungen

Bernd Rubel entwickelt differenzierte Strategien und Gestaltungsempfehlungen für verschiedene Aufgabenbereiche der Verwaltungen, vor allem die Eingliederung kommunaler Serviceaufgaben in die Organisationsstruktur der Kommunalverwaltung und die Steuerung des internen Leistungsaustauschs. Seine Ergebnisse weichen zum Teil erheblich von den Empfehlungen der Reformkonzepte des New Public Management ab. Dr. Bernd Rubel promovierte bei Professor Dr. Erich Frese am Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Organisationslehre der Universität zu Köln. Er ist heute als Unternehmensberater tätig.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 295
    Erscheinungsdatum: 10.11.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783835095205
    Verlag: DUV Deutscher Universitäts-Verlag
    Größe: 1568 kBytes
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Organisatorische Gestaltung der Leistungsbeziehungen in Kommunalverwaltungen

B. Untersuchung der Koordinationsdimension (S. 230-231)

Auch für die Leistungsbeziehung zwischen Exklusivaufgaben und Serviceaufgaben sind alternative Kompetenzsysteme hinsichtlich ihrer Koordinationseffizienz zu bewerten. Erneut stellen die zentrale Verankerung von Serviceaufgaben und die dezentrale Verankerung von Serviceaufgaben die beiden relevanten Gestaltungsalternativen dar. Obschon Teile der Beurteilung hinsichtlich der Leistungsbeziehung zwischen Standardaufgaben und Serviceaufgaben auch für die nun betrachtete Leistungsbeziehung Relevanz behalten, stellt sich die Gestaltungsentscheidung aufgrund der hohen Komplexität und Ungewissheit und der unterschiedlichen Geschäftsfeldstrategien verändert dar. Die Untersuchung der Koordinationsdimension orientiert sich am modularen Aufbau des verwendeten organisatorischen Gestaltungskonzepts. Aufbauend auf den Ergebnissen der Analyse des Kompetenzsystems, folgt die Beurteilung alternativer Steuerungssysteme hinsichtlich ihres Beitrags zur Steigerung der Koordinationseffizienz.

I. Kompetenzsystem

Die Koordinationseffizienz eines Kompetenzsystems bemisst sich danach, inwieweit es gelingt, die Entstehung von Autonomiekosten, die aus Entscheidungsinterdependenzen, Potenzialtrennungen sowie aus der hierarchischen Aufspaltung von Entscheidungen resultieren, zu vermeiden oder zumindest möglichst gering zu halten. Der Erfüllungsgrad dieser Anforderungen an ein Kompetenzsystem wird durch die bereits eingeführten Effizienzkriterien gemessen.

1. Koordinationseffizienz bei zentraler Verankerung von Serviceaufgaben

Durch die zentrale Verankerung von Serviceaufgaben in Kommunalverwaltungen werden jeweils homogene Leistungen für Facheinheiten mit Exklusivaufgaben organisatorisch in einer Serviceeinheit zusammengefasst und konzentriert. Eine solche Serviceeinheit gleicht einem Zentralbereich, dessen Kompetenzverteilung dem Servicemodell entspricht.14 Die Facheinheiten haben die Entscheidungskompetenz hinsichtlich der Art der Serviceleistung ("Ob und "Was) und die Serviceeinheiten entscheiden über das "Wie einer Auftragserfüllung. Sie treten den Facheinheiten als interne Dienstleister gegenüber.

Interdependenzeffizienz Wird durch Regelungen des Kompetenzsystems die Entstehung von Prozess-, Ressourcen- und Marktinterdependenzen vermieden und sind demzufolge die Autonomiekosten gering, ist die Interdependenzeffizienz der Gestaltungslösung hoch. Die Ausprägung der Interdependenzeffizienz entspricht den Ergebnissen der Untersuchung der Leistungsbeziehung zwischen Standardaufgaben und Serviceaufgaben. Insgesamt muss die Interdependenzeffizienz dieser Gestaltungslösung als gering angesehen werden. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf die stark ausgeprägten Prozess- und Ressourceninterdependenzen.

Allein Beschaffungsmarktinterdependenzen16 werden durch ein Kompetenzsystem mit zentral verankerten Serviceaufgaben vermieden. Die schlechte Ausprägung der Interdependenzeffizienz wird aber im Gegensatz zu der zuvor betrachteten Leistungsbeziehung zusätzlich beeinträchtigt, da in diesem Fall mehrere kommunale Facheinheiten an der Erbringung einer Leistung beteiligt sein können. Insbesondere bestehende Leistungsverflechtungen zwischen Facheinheiten können zu Prozessinterdependenzen führen, die zu einer weiteren Verschlechterung der Interdependenzeffizienz beitragen. Regelungen des Steuerungssystems, die auf einem derartigen Kompetenzsystem aufbauen, müssten einen Beitrag zur Steigerung der Interdependenzeffizienz leisten.

Gelingt dies nicht, könnte im Rahmen eines iterativen Gestaltungsprozesses eine Anpassung des Kompetenzsystems vorgenommen werden, die zur Verbesserung der Interdependenzeffizienz beiträgt. Potenzialeffizienz Ist durch die Regelungen des Kompetenzsystems sichergestellt, dass Ressourcen- und Marktpotenziale über Bereichsgrenzen hinweg genutzt werden, drück

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