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Human Rights and Humanitarian Intervention Legitimizing the Use of Force since the 1970s

  • Erscheinungsdatum: 28.08.2017
  • Verlag: Wallstein Verlag
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Human Rights and Humanitarian Intervention

Wie Menschenrechte zu einer Legitimationsgrundlage für militärische Interventionen wurden. Die Balkankriege der neunziger Jahre, der Völkermord in Ruanda und die Darfur-Krise dienten als Katalysatoren einer Debatte, die die Koordinaten internationaler Politik und des Völkerrechts nachhaltig verändert hat: Der Verweis auf humanitäre Notlagen und Menschenrechtsverletzungen wurde zu einem der zugkräftigsten Argumente, um Eingriffe einzelner Staaten oder Staatenbündnisse auf fremdem Territorium zu legitimieren. Die dadurch angestoßene Neuverhandlung internationaler Normen ging einher mit einer Relativierung des Souveränitätsprinzips und des Gewaltverbots. Der Aufstieg des sogenannten "New Humanitarianism' während der neunziger Jahre war nicht zuletzt das Resultat politischer und kultureller Wandlungsprozesse, deren Wurzeln in der Zeit vor dem Ende der bipolaren Weltordnung lagen. Die Aushöhlung des Unparteilichkeitsgebots humanitärer Akteure, der Aktivismus einer Neuen Linken und die Entstehung einer neuen Ethik der Dringlichkeit haben die Formen und Ziele des Humanitarismus grundlegend verändert. Der Band nimmt gleichermaßen die Rolle von Regierungen, suprastaatliche und nichtstaatliche Akteure wie NGOs, Medien und Sozialwissenschaften in den Blick. Norbert Frei, geb. 1955, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter des "Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts'. Frei hat zahlreiche Publikationen zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts vorgelegt. Daniel Stahl, geb. 1981, studierte Neuere Geschichte in Asunción und Jena und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Jena. Sein Buch "Nazi-Jagd. Südamerikas Diktaturen und die Ahndung von NS-Verbrechen' wurde 2013 mit dem Opus Primum Preis der Volkswagenstiftung für die beste Nachwuchspublikation des Jahres ausgezeichnet. Annette Weinke, geb. 1963, ist Privatdozentin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Jena. Sie forscht und publiziert seit vielen Jahren zur Geschichte der Menschenrechte und des Völkerstrafrechts, der alliierten Entnazifizierungs- und Strafpolitik und der NS-Prozesse im geteilten Deutschland.

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