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Sozialpolitik in globaler Perspektive Asien, Afrika und Lateinamerika

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2012
  • Verlag: Campus Verlag
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Sozialpolitik in globaler Perspektive

Angesichts globaler Strukturveränderungen und eines Bedeutungsgewinns der Gesellschaften des "Südens" ist auch eine Perspektiverweiterung der Sozialpolitik-Forschung nötig. Anhand von Fallbetrachtungen und neuen Ansätzen wird der Frage nachgegangen, wo bewährte Methoden des "Westens" bei der Analyse von Sozialpolitiken in Afrika, Asien und Lateinamerika nützlich sind und wo andere Zugänge weiterführend scheinen. Prof. Hans-Jürgen Burchardt lehrt "Internationale und intergesellschaftliche Beziehungen" an der Universität Kassel. Dr. Anne Tittor und Nico Weinmann sind dort wissenschaftliche Mitarbeiter.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 08.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593418278
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 3056 kBytes
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Sozialpolitik in globaler Perspektive

In den OECD-Staaten gehört Sozialpolitik zweifelsohne zu den gut erforschten Themen der Gesellschaftswissenschaften. Unterschiedliche Forschungsausrichtungen prägen hierbei die Debatten: Politikfeldanalysen konzentrieren sich auf die Zusammensetzung und Leistungen konkreter sozialpolitischer Programme und Politikprozesse. Weitere Ansätze identifizieren und betrachten Vetospieler, Verbandsstrukturen und/oder Machtressourcen; zusätzlich werden historische Pfade, Legitimationsmuster sowie sozialstaatlicher Wandel als Ganzes diskutiert. In vergleichender Perspektive werden oft Typologisierungen hinsichtlich der Tiefe, Breite und Qualitäten von Sozialpolitiken sowie des spezifischen welfare-mix zwischen Markt, Staat und Familie erstellt.

Der Theoriebestand zum Wohlfahrtsstaat bzw. sozialpolitischen Pfaden liefert somit ein breites Arsenal an Erklärungsansätzen und Interpretationen. Auch methodisch-analytisch finden zahlreiche Zugänge ihre Anwendung: Prominent vertreten sind hier der Institutionalismus in seinen unterschiedlichen Facetten, der Strukturfunktionalismus, Regimeansätze, aber auch verschiedene Akteurs- und handlungsorientierte Theorien.

Der vorliegende Band fragt danach, wie diese reichhaltigen Ein- und Aussichten weiterhelfen, um sich Sozialpolitiken in Ländern jenseits der OECD anzunähern. Diskutiert wird sowohl in theoretischen Überlegungen als auch an empirischen Beispielen, wo an bewährten Methoden und Konzepten der westlichen Sozialpolitik-Forschung angeknüpft werden kann, wo diese den Gegenstand mehr verzerren als erklären und welche Modifikationen möglich und ratsam erscheinen, um die Muster und Wirklichkeiten der Sozialpolitik außerhalb der Industrienationen besser zu verstehen. Ziel ist es also, den westlichen, bis heute dominanten Kenntnisstand der Sozialpolitik-Forschung von der Last seines Universalisierungsanspruchs zu befreien und die Forschung gleichzeitig an die aktuellen weltpolitischen Veränderungen - wie den Bedeutungsgewinn von Staaten des globalen Südens - heranzuführen. Dafür werden im Folgenden globale Perspektiven auf Sozialpolitik eingenommen, die nicht nur neues und anderes zutage fördern, sondern die bisher bewährten Kenntnisse mit Impulsen und Ideen bereichern. In diesem einführenden Text werden erst systematisierende Schlaglichter auf die Sozialpolitik-Forschung im globalen Norden und Süden geworfen, dann die einzelnen Beiträge des Sammelbandes kurz in ihren zentralen Inhalten dargestellt und zuletzt um eigene Überlegungen zu Forschungsperspektiven in Anknüpfung an dieses Buch ergänzt.

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