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Vom Wert der besseren Ideen Sechs Vorlesungen über Wirtschaft und Politik von Mises, Ludwig von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.11.2014
  • Verlag: Lau-Verlag & Handel KG
eBook (ePUB)
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Vom Wert der besseren Ideen

'Wie klar und eindeutig sich doch die Mises'schen Grundgedanken in diesem Buch abzeichnen - jene Ideen über Wirtschaft und Gesellschaft, die ihm die Bewunderung seiner Anhänger und die Feindseligkeit seiner Gegner eintrugen. Obwohl jeder der sechs Vorträge als unabhängige Abhandlung gelten kann, bereitet die Harmonie der ganzen Reihe dem Leser einen ästhetischen Genuss, wie ihn der Beschauer eines architektonischen Meisterwerks erlebt.' Fritz Machlup (Princeton 1979) 'Freiheit in der Gesellschaft heißt, daß ein Mensch ebenso sehr von anderen abhängig ist, wie diese von ihm. In der freien Marktwirtschaft dient jeder seinen Mitbürgern und diese wiederum dienen ihm. Die Menschen glauben, daß es in einer Marktwirtschaft [...] die Industriekapitäne, die Geschäftsleute, die Unternehmer sind, die tatsächlich den Ton in der Wirtschaft angeben. Aber das ist ein Irrtum. Die wirklichen Herren im marktwirtschaftlichen System sind die Verbraucher. Und wenn die Verbraucher sich von einer Branche abwenden, verlieren die betroffenen Geschäftsleute ihre Bedeutung in der Gesamtwirtschaft, es sei denn, sie passen ihre Tätigkeit den Wünschen und den Aufträgen der Verbraucher an.' Ludwig von Mises Ludwig Heinrich Edler von Mises ( 29. September 1881 in Lemberg, Österreich-Ungarn; ? 10. Oktober 1973 in New York) war ein österreichisch-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Theoretiker des klassischen Liberalismus und Libertarismus. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie im 20. Jahrhundert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 27.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957681485
    Verlag: Lau-Verlag & Handel KG
    Größe: 549 kBytes
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Vom Wert der besseren Ideen

Einleitung von DETMAR DOERING: 1 Ein kämpferischer Intellektueller unter den Ökonomen

Hinterher ist man immer klüger. Dass der Sozialismus nicht funktionieren konnte, war nach 1989 jedem klar, der das wirtschaftliche, soziale, mentalitätsmäßige und ökologische Trümmerfeld besichtigen konnte, das er hinterließ. Aber wie war es vor der großen Wende? Zumindest unter den Intellektuellen war es auch im freien Westen fast so etwas wie eine unumstößliche Wahrheit, dass Sozialismus (wenngleich auch nicht ganz so wie er im "real existierenden" Gewande im Sowjetimperium sich bot) tatsächlich funktionieren könne - und das mit "humanem Antlitz" und wirtschaftlich erfolgreicher als der verschmähte Kapitalismus. Zu den Ausnahmeerscheinungen, die sich dieser Ansicht nicht beugten, gehörte an vorderster Stelle Ludwig von Mises. Seine Kritik unterschied sich von der vieler anderer sozialismuskritischer Autoren aber vor allem durch einen Punkt. Mises erging sich nicht in bloßer Ideologie oder in der Anprangerung terroristischer Exzesse kommunistischer Machthaber. Er wollte den Sozialismus widerlegen. Er wollte zeigen, dass die ökonomischen Denkfehler der sozialistischen Theoretiker zu gar nichts anderem führen konnten als zu Not und Gewalt. Dies ließ ihn zu den Großen seines Fachs und zu einem der maßgeblichsten Verteidiger einer liberalen Wirtschaftsordnung werden.

Ludwig Edler von Mises wurde 1881 in dem k.u.k.-Provinzstädtchen Lemberg (heute in der Ukraine) geboren. Er studierte in Wien zunächst Rechtswissenschaft, dann bis 1913 Ökonomie bei einem der berühmtesten Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie , dem ehemaligen k.u.k. Finanzminister Eugen von Böhm-Bawerk . Schon ganz in der Tradition dieser Schule stand seine Habilitationsschrift Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel (1912). Der Weg zur akademischen Karriere schien vorgezeichnet. Doch es kam anders. Seine liberalen Ansichten und seine jüdische Abstammung waren ein Hindernis für sein Weiterkommen an der Universität. Wider Erwarten erlangte er in Wien keine Professur. Nach einer längeren Zeit als Referent bei der Wiener Handelskammer wurde er schließlich 1927 zusammen mit seinem Schüler Friedrich August von Hayek , dem späteren Wirtschaftsnobelpreisträger (1974), Leiter des Österreichischen Konjunkturforschungsinstituts . Nur nebenbei lehrte er noch auf einer unbezahlten Gastdozentenstelle an der Universität Ökonomie. Dort allerdings waren Studenten, die offiziell an seinen Vorlesungen teilnahmen, ständigen Repressalien seitens der "etablierten" Professoren ausgesetzt. Wichtig wurde daher vor allem sein außerhalb der Universität betriebenes "Privatseminar". Die Schüler, die sich hier um ihn scharten, sollten später fast allesamt zu den ganz Großen ihres Fachs gehören: Friedrich August von Hayek, Oskar Morgenstern, Gottfried Haberler, Fritz Machlup und viele andere.

1934 verließ er das von politischen Krisen erschütterte Österreich, um in der Schweiz zu lehren. Während seiner Zeit am Genfer Institut Universitaire des Hautes Études veröffentlichte er 1940 auch eines seiner wichtigsten Hauptwerke Die Nationalökonomie . Auch von Genf aus hielt er indes noch den Kontakt nach Wien, zu seinen dortigen Schülern und dem Konjunkturforschungsinstitut aufrecht. Dies endete abrupt, als 1938 die Nazis in das "angeschlossene" Österreich einmarschierten. Seine dortige Wohnung wurde vom Mob geplündert und seine Büchersammlung verbrannt oder beschlagnahmt. In Europa fühlte er sich zunehmend bedroht. Deshalb verließ er 1940 auch die Schweiz, um mit seiner Frau in die USA zu fliehen. Die Reise durch Frankreich, das gerade von deutschen Truppen besetzt wurde, sollte dabei zu einer lebensgefährlichen Angelegenheit werden.

In Amerika angekommen, setzte er sich voller Energie weiterhin schr

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