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Wirtschaft und Politik - eine Einführung

  • Erscheinungsdatum: 05.12.2013
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Wirtschaft und Politik - eine Einführung

Wie hängen Wirtschaft und Politik zusammen? Inwiefern beeinflussen die ökomischen Voraussetzungen politisches Handeln in modernen westlichen Gesellschaften? Und welche wirtschaftlichen Konsequenzen ergeben sich umgekehrt aus politischem Handeln? Diesen Fragen geht der vorliegende Band nach - und führt dabei bewusst politikwissenschaftliche und volkswirtschaftliche Perspektiven zusammen. Neben begrifflichen und theoretischen Grundlagen der politischen Wirtschaftslehre liefert das Einführungswerk dabei auch verschiedene Beispiele aus der politischen Praxis. Übungsfragen und weiterführende Literaturhinweise zu jedem Kapitel machen das Buch zur idealen Lektüre für universitäre Lehrveranstaltungen zum Thema. Die Monographie ist damit - auch für Lehramtsstudierende - interessante Seminarliteratur und hilfreiche Prüfungsvorbereitung zugleich.

Professor Dr. Daniel Buhr ist Professor für Policy Analyse und Politische Wirtschaftslehre an der Universität Tübingen, Dr. Rolf Frankenberger ist dort wissenschaftlicher Mitarbeiter, Volquart Stoy und Steffen Jenner sind ebenfalls dort beschäftigt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 140
    Erscheinungsdatum: 05.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170239586
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 2596 kBytes
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Wirtschaft und Politik - eine Einführung

Begriffliche Grundlagen der Volkswirtschaft

Während sich die Mikroökonomie (altgriechisch: mikró;s = klein und oikonomía = Wirtschaftslehre) bei der Untersuchung der arbeitsteiligen wirtschaftlichen Vorgänge an den Gütern und an den Wirtschaftssubjekten orientiert, befasst sich die Makroökonomie (altgr.: makró;s = groß) mit den gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen. In diesem Sinne besteht eine Volkswirtschaft aus einer Vielzahl von Wirtschaftseinheiten, aus Märkten, aber vor allem: aus Menschen. Millionen von Menschen, die sich ökonomisch engagieren, die entscheiden und handeln, die kaufen, verkaufen, arbeiten, produzieren und vieles mehr.

Dieses ökonomische Engagement resultiert aus der Tatsache, dass die Wünsche, Ziele und Bedürfnisse jedes einzelnen Wirtschaftssubjekts einer Gesellschaft nahezu grenzenlos zu sein scheinen – während jedoch die Menge an Ressourcen, die für die Erfüllung dieser Bedürfnisse eingesetzt werden können schlicht und einfach begrenzt bzw. räumlich wie zeitlich gebunden ist. Bei Ressourcen handelt es sich um materielle und immaterielle Güter, die sowohl in die Produktion als auch direkt in den Konsum einfließen können, aber auch um persönliche Fähigkeiten, Wissen und Zeit. So herrscht ökonomisch formuliert dann Knappheit, wenn mit den vorhandenen Ressourcen nicht alle existenten Bedürfnisse befriedigt werden können. Damit bildet Knappheit die Differenz zwischen Erwünschtem und Vorhandenem (vgl. Bauer et al. 2011:9 ff.).
Güter

Durch Wirtschaften soll nun das Verhältnis zwischen begrenzten Ressourcen und unbegrenzten Bedürfnissen so gut wie möglich ausbalanciert werden. Unter einem Gut verstehen wir demnach ein Mittel zur Bedürfnisbefriedigung. Güter lassen sich nach ihrer Knappheit und ihrer Ausschließbarkeit bzw. Rivalität klassifizieren – daher finden sich freie und knappe bzw. private und öffentliche Güter.

Ein Gut ist frei, wenn es im betreffenden Gebiet zur betrachteten Zeit in so großer Menge vorhanden ist, dass jeder Mensch so viele Einheiten des Gutes konsumieren kann, wie er möchte. Im Idealfall trifft das auf

Abb. 3: Güterklassifikation nach Knappheit und Rivalität

die Luft zum Atmen zu. Weil freie Güter in einem ausreichenden Maße zur Verfügung stehen, haben sie keinen Preis. Denn in einem marktwirtschaftlichen System ist der Preis der Indikator für die Knappheit eines Gutes. Preise entstehen in einer Marktwirtschaft jedes Mal, wenn Käufer und Verkäufer einen Vertrag über den Austausch eines Gutes (einer Ware, Dienstleistung, Forderung) schließen wollen. Hier gilt: je knapper ein Gut, desto höher sein Preis.

Im Unterschied zu den freien Gütern stehen knappe Güter eben nicht in einem ausreichenden Maß zur Verfügung. Knappe Güter müssen durch die wirtschaftliche Tätigkeit von Menschen erzeugt oder bereitgestellt und schließlich getauscht werden. Dieser Tauschprozess wird meist über Märkte geregelt. Es herrscht Angebot und Nachfrage – und der Preismechanismus sorgt dafür, dass sich Angebot und Nachfrage (theoretisch) angleichen. Der zu einem Marktgleichgewicht führende Preis wird als Marktpreis oder Gleichgewichtspreis bezeichnet. Ein wichtiges Konzept für das Verständnis des Gleichgewichtspreises ist die Preiselastizität. Sie gibt an, wie stark sich eine Preisänderung eines Produktes oder einer Dienstleistung auf die Nachfrage auswirkt bzw. wie stark sich die Änderung der Nachfrage auf den Preis niederschlägt. Elastizitäten messen also, wie stark sich ein Wert durch die Veränder

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