text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie Kritik der Religion (Opium des Volkes) und die Kritik der Politik (Das Handeln der Klasse des Proletariats) von Marx, Karl (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.02.2015
  • Verlag: e-artnow
eBook (ePUB)
0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie

Dieses eBook: 'Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Zur Kritik der Hegelschen Rechts-Philosophie ist eine Schrift von Karl Marx aus den Jahren 1843 und 1844. Sie besteht aus einer von März bis August 1843 verfassten Kritik des Hegelschen Staatsrechts, die 1927 erstmals veröffentlicht wurde, und einer Ende 1843 bis Januar 1844 entstandenen Einleitung, die im Jahr 1844 erschien. Ersterer Text ist auch als Kreuznacher Manuskript bekannt. Dieser berühmte Text erschien 1844 in den Deutsch-Französischen Jahrbüchern. Marx geht in dieser Kritik der 'deutschen Zustände' von der Religion aus, welche er als 'Opium des Volkes' bezeichnet (womit er eine Formulierung von Heinrich Heine zuspitzte). Doch im Sinne der Emanzipation ist über eine 'Kritik des Himmels' hinaus für Marx eine 'Kritik der Politik' notwendig, welche nicht alleine durch die Philosophie, sondern nur durch das Handeln der Klasse des Proletariats erfolgen könne. Dem Bild Hegels von der Philosophie als der 'Eule der Minerva', die 'erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug' beginnt, setzt Marx am Ende seiner Einleitung das 'Schmettern des gallischen Hahns' entgegen, durch welches, 'wenn alle innern Bedingungen erfüllt sind', der 'deutsche Auferstehungstag' verkündet werde. Karl Marx (1818-1883) war ein deutscher Philosoph, Ökonom, Gesellschaftstheoretiker, politischer Journalist, Protagonist der Arbeiterbewegung sowie Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft und der Religion. Zusammen mit Friedrich Engels wurde er zum einflussreichsten Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 75
    Erscheinungsdatum: 03.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026827955
    Verlag: e-artnow
    Größe: 423 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie

[Kritik des Hegelschen Staatsrechts (

261-313)]

Inhaltsverzeichnis
261. "Gegen die Sphären des Privatrechts und Privatwohls, der Familie und der bürgerlichen Gesellschaft, ist der Staat einerseits eine äußerliche Notwendigkeit und ihre höhere Macht, deren Natur ihre Gesetze sowie ihre Interessen untergeordnet und davon abhängig sind; aber andererseits ist er ihr immanenter Zweck und hat seine Stärke in der Einheit seines allgemeinen Endzwecks und des besonderen Interesses der Individuen, darin, daß sie insofern Pflichten gegen ihn haben, als sie zugleich Rechte haben (
155)."

Der vorige Paragraph belehrt uns dahin, daß die konkrete Freiheit in der Identität (sein sollenden, zwieschlächtigen) des Systems des Sonderinteresses (der Familie und der bürgerlichen Gesellschaft) mit dem System des allgemeinen Interesses (des Staates) bestehe. Das Verhältnis dieser Sphären soll nun näher bestimmt werden.

Einerseits [ist] der Staat gegen die Sphäre der Familie und der bürgerlichen Gesellschaft eine " äußerliche Notwendigkeit", eine Macht, wovon ihm "Gesetze" und "Interessen" "untergeordnet und abhängig" sind. Daß der Staat gegen die Familie und bürgerliche Gesellschaft eine " äußerliche Notwendigkeit" ist, lag schon teils in der Kategorie des "Übergangs", teils in ihrem bewußten Verhältnis zum Staat. Die "Unterordnung" unter den Staat entspricht noch vollständig diesem Verhältnis der " äußerlichen Notwendigkeit". Was Hegel aber unter der "Abhängigkeit" versteht, zeigt folgender Satz der Anmerkung zu diesem Paragraphen:

"Daß den Gedanken der Abhängigkeit insbesondere auch der privatrechtlichen Gesetze von dem bestimmten Charakter des Staats, und die philosophische Ansicht, den Teil nur in seiner Beziehung auf das Ganze zu betrachten, - vornehmlich Montesquieu [...] ins Auge gefaßt" etc.

Hegel spricht also hier von der innern Abhängigkeit oder der wesentlichen Bestimmung des Privatrechts etc. vom Staate; zugleich aber subsumiert er diese Abhängigkeit unter das Verhältnis der " äußerlichen Notwendigkeit" und stellt sie der andern Beziehung, worin sich Familie und bürgerliche Gesellschaft zum Staate als ihrem " immanenten Zweck" verhalten, als die andere Seite entgegen.

Unter der "äußerlichen Notwendigkeit" kann nur verstanden werden, daß "Gesetze" und "Interessen" der Familie und der Gesellschaft den "Gesetzen" und "Interessen" des Staats im Kollisionsfall weichen müssen, ihm untergeordnet sind, ihre Existenz von der seinigen abhängig ist oder auch sein Wille und seine Gesetze ihrem "Willen" und ihren "Gesetzen" als eine Notwendigkeit erscheint!

Allein Hegel spricht hier nicht von empirischen Kollisionen; er spricht vom Verhältnis der " Sphären des Privatrechts und Privatwohls, der Familie und der bürgerlichen Gesellschaft" zum Staat; es handelt sich vom wesentlichen Verhältnis dieser Sphären selbst. Nicht nur ihre "Interessen", auch ihre "Gesetze", ihre "wesentlichen Bestimmungen" sind vom Staat "abhängig" und ihm "untergeordnet". Er verhält sich als "höhere Macht " zu ihren "Gesetzen und Interessen". Ihr "Interesse" und "Gesetz" verhalten sich als sein "Untergeordneter". Sie leben in der "Abhängigkeit" von ihm. Eben weil "Unterordnung" und "Abhängigkeit" äußere , das selbständige Wesen einengende und ihm zuwiderlaufende Verhältnisse sind, ist das Verhältnis der "Familie" und der "bürgerlichen Gesellschaft" zum Staate das der " äußerlichen Notwendigkeit", einer Notwendigkeit, die gegen das innere Wesen der Sache angeht. Dies selbst, daß "die privatrechtlichen Gesetze von dem bestimmten Charakter des Staats" abhängen, nach ihm sich modifizieren, wird daher unter das Verhältnis der " äußerlichen Notwendigkeit" subsumiert, eben weil "bürgerliche Gesellschaft und Familie" in ihrer wahren, d.i. in ih

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen