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'You go me on the cookie!' Learning Deutsch - mein abenteuerlicher Weg von Newman, Dana (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.12.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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'You go me on the cookie!'

Die Eigenarten der deutschen Sprache sind für viele Menschen unergründlich - gerade wenn sie mit einer anderen Muttersprache aufgewachsen sind. Youtuberin Dana Newman ist Amerikanerin und versucht seit einigen Jahren mit Hingabe (und oft verzweifelt) der deutschen Sprache mächtig zu werden. Ihre charmanten und witzigen Videos wurden bereits über 40 Millionen Mal angeschaut. In diesem Buch schreibt sie über ihre Abenteuer im Land der drei Artikel, in dem wir Muttersprachler meist nicht bemerken, wie komisch, skurril, unlogisch, aber auch hinreißend Deutsch oft ist. Dana Newman, geboren 1986, ist Amerikanerin und lebt seit einigen Jahren in Deutschland. Sie betreibt den YouTube-Kanal 'Wanted Adventure', in dem es um all die lustigen Missverständnisse geht, die einem als Ausländer in Deutschland begegnen. Ihre Videos wurden mittlerweile über 40 Millionen Mal angeschaut.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 17.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641228804
    Verlag: Goldmann
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'You go me on the cookie!'

Warum ich Deutsch gelernt habe ... und wie

Ich saß auf dem Beifahrersitz eines Mietwagens, raste mit meinem Freund - jetzt Ehemann - Stefan die deutsche Autobahn entlang und betrachtete Maisfelder, Wiesen und vereinzelte Windräder, die vorbeizogen, als wir quer durch Deutschland zu einer Grillparty Richtung Köln fuhren, wo Stefan aufgewachsen ist. Eine Fahrt, die wir in den folgenden Jahren noch etliche Male machen würden, aber damals war das alles neu für mich. Ich lebte nämlich noch immer in Prag und nicht in München.

Stefans Eltern hatte ich schon kennengelernt (stell dir hier ein paar Takte düster-dramatische Musik vor). Dieses Mal würde ich einen Haufen von seinen Freunden kennenlernen, für mich eine weitaus größere Sache als die erste Begegnung mit seinen Eltern.

In dem Sommer war das Wetter eher bescheiden gewesen, aber am Tag der geplanten Grillparty hatten wir einen perfekten Sommerabend: Sonnenschein, blauer Himmel, einige Wolkenschwaden und warmer Rauch, der vom Grill aufstieg und nach rauchigem Fleisch und Knoblauchbrot (zu meiner Überraschung Standard bei deutschen Grillabenden) duftete.

Nach und nach trafen die Gäste ein. Alle waren unglaublich freundlich und herzlich, allerdings sprachen sie nur ein bisschen Englisch. Nach der Begrüßung und dem Minimum an Smalltalk verfielen wir folglich in betretenes Schweigen. Bald schon gingen die Männer mit Stefan nach draußen, um den Grill anzustarren, und wir Frauen gingen in die Küche, um Salat zu machen. Weil ich aber nicht wusste, wie ich auf Deutsch meine Hilfe anbieten sollte, stand ich untätig daneben und sah den anderen beim Schnibbeln zu. Ab und zu sagte jemand etwas auf Deutsch, um die unangenehme Stille zu unterbrechen, und dann wurde erleichtert gelacht. Die ersten paarmal lachte ich laut mit. Aber als ich das drei-, viermal gemacht hatte, kam mir das aufgesetzt vor, schließlich wusste ich, dass sie wussten, dass ich keine Ahnung hatte, was sie gesagt hatten. Also lächelte ich halbherzig, wenn sie in Lachen ausbrachen, und kam mir ziemlich dämlich vor. Darauf hatte mich kein Seminar an der Uni vorbereitet.

Irgendwann wurden wir alle aus dieser peinlichen Situation erlöst, denn das Essen war fertig! Und: O Mann, das sah vielleicht lecker aus. Alle möglichen Arten von Fleisch, Kartoffelgerichten und Salaten und natürlich, vorne, in der Mitte und hinten auf dem Tisch: das Knoblauchbrot. Für mich passt das immer noch eher in ein italienisches Restaurant als zu einer Gartengrillparty, aber schmecken tat es trotzdem. Und erst die Soßen! Soooo viele Soßen - Knoblauchsoße, Ketchup und etwas namens Chiliketchup, was ich noch nie zuvor gegessen hatte, was aber interessant klang -, die einen beachtlichen Teil vom Tisch einnahmen und überall dort standen, wo noch ein Fleck frei war, zwischen Tellern, Gläsern, Platten und Schüsseln.

Wir alle langten zu, und zwischen Hühnchen und Bier versuchte Stefan immer wieder, mir die laufenden Gespräche kurz auf Englisch zusammenzufassen. Aber meistens war das Gespräch schon woanders, sobald er mich auf den aktuellen Stand gebracht hatte, eine Art Whac-A-Mole für deutschsprachige Konversation.

Da war ich also: perfektes Wetter, tolles Essen, gute Gesellschaft, ausgelassene Stimmung, sämtliche Soßen, die ich mir wünschen konnte ... und hatte keine Ahnung, was um mich herum abging. Und irgendwann an eben diesem Abend, als alle anderen sich über einen Witz oder eine Bemerkung schlapp lachten, während ich abwechselnd ahnungslos mit lachte oder vage, peinlich berührt und genauso planlos grinste, da wurde mir klar, wie sehr ich an den Gesprächen teilnehmen wollte, aktiv und direkt; nicht als passiver Zuschauer von der Seitenlinie.

Dann fiel mein Blick auf Stefan, sein Gesicht war ganz rot von der Wärme und dem Alkohol, er strahlte vor Freude, dass er diesen Abend mit mir und seinen Freunden verbringen konnte. Und da wurde mir klar, dass ich zw

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