text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Alles für Allah Wie der politische Islam unsere Gesellschaft verändert von Scholz, Nina (eBook)

  • Verlag: Kneipp Verlag
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Alles für Allah

Aktionspreis - gültig bis 30. April 2020 Nina Scholz studierte Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und arbeitete u.a. am Ludwig Boltzmann-Institut für historische Sozialwissenschaft in Wien. Heiko Heinisch studierte Geschichte und arbeitete am Institut für Islamische Studien der Universität Wien. 2017 war er Koautor des ÖIF-Forschungsberichts zur Rolle der Moscheen im Integrationsprozess. Beide forschten und publizierten zu den Themen Nationalsozialismus und Antisemitismus. Seit mehreren Jahren widmen sich die gefragten Experten integrationspolitischen Fragen sowie dem Themenkomplex Europa, Menschenrechte und Islam.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 176
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990405147
    Verlag: Kneipp Verlag
    Größe: 2472 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Alles für Allah

DER MARSCH
DURCH DIE
INSTITUTIONEN

"Nutzt die Demokratie - das System der Kuffar - nutzt es zugunsten unserer Mission."

Munir al-Ghadban, ehemaliger Anführer der syrischen Muslimbruderschaft, 1984 43

I nfolge der Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington kam es auch in der Schweiz zu mehreren Hausdurchsuchungen, unter anderem bei Youssef Nada, einem einflussreichen Anführer der Muslimbruderschaft, der am Aufbau des "Islamischen Zentrums München" beteiligt war. In seiner Wohnung fand die Polizei ein brisantes Dokument: ein Papier der Bruderschaft vom Dezember 1982 mit dem aufschlussreichen Titel "Der Weg zu einer weltweiten Strategie für islamische Politik". Die Existenz des Dokuments wurde von den Funktionären der Bruderschaft nicht bestritten. Allerdings dementierten sie - obgleich der Titel dieses Dementi ad absurdum führt -, dass es sich um ein Strategiepapier handle. In zwölf Punkten wird ein Plan zur Unterwanderung von Gesellschaften skizziert und das langfristige Ziel der Etablierung eines weltweiten islamischen Staates formuliert. 44

Die darin ausgeführte Strategie entspricht exakt dem Vorgehen derjenigen Organisationen, die dem Netzwerk der Bruderschaft zugeordnet werden können. Aktivisten werden angehalten, das Terrain genau zu analysieren und Aufgabenbereiche für die islamische Missionierung ( Dawa ) zu definieren. Kader sollen flexibel und an die lokalen Gegebenheiten angepasst vorgehen, ohne in Konflikt mit der "Generallinie der globalen islamischen Politik" zu geraten. Auf lokaler Ebene wird die Zusammenarbeit mit anderen islamischen Gruppen, die sich für die gleiche Sache einsetzen, empfohlen.

' Aus den Erfahrungen der Vergangenheit und den zahlreichen Verboten in der islamischen Welt klug geworden, bekennen sich in Europa nur die wenigsten Organisationen und Personen zur Muslimbruderschaft.

Sie in Zusammenhang mit der Bruderschaft zu bringen, birgt das Risiko einer Klage. In der Regel sind es Erkenntnisse des Verfassungsschutzes oder eigene Fehler, die einzelne Organisationen überführen konnten. Die deutschen Verfassungsschutzämter leisten zur Identifizierung islamistischer Organisationen wie der Muslimbruderschaft einen wichtigen Beitrag. Die detaillierten Erkenntnisse inklusive der Nennung von Organisationen und Personen des legalistisch-islamistischen Spektrums werden der Öffentlichkeit in jährlichen Berichten zur Verfügung gestellt. Die dafür nötigen rechtlichen Grundlagen fehlen dem österreichischen Verfassungsschutz. Hier besteht Reformbedarf.

Das hat durchaus System. Am Ende weiß niemand mehr, wo Muslimbrüder und -schwestern zu finden sind. Zugegeben wird nur, was durch Versehen oder Eitelkeit öffentlich bekannt wurde.

Es lässt nichts Gutes erwarten, dass Vurals Präsidentschaft mit einer Verharmlosung von Millî Görüs und der Verschleierung seines Engagements bei der Organisation beginnt.

liest sich über weite Strecken wie eine Weiterentwicklung des 2001 gefundenen Strategiepapiers der Muslimbruderschaft. So wird darin ein enger Zusammenschluss der Muslime gefordert, die als kollektive Gemeinschaft ihre Unterschiede gegenüber dem Rest der Gesellschaft bewahren und gemeinsame Handlungsfähigkeit entwickeln sollen. Dafür sollen nach genauer Analyse der Situation in Europa die notwendigen Institutionen geschaffen werden. Während die Konferenz in Deutschland wegen der Einladung von Muslimbrüdern zum Skandal geriet und Innenminister zweier Bundesländer drohten, die DITIB nun durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen, wurde die Teilnahme des Präsidenten der IGGÖ in Österreich bislang lediglich zur Kenntnis genommen. Auch der aktuelle Präsident der "Islamischen Gemeinschaft in Deutschland" (IGD), Kh

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen