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Apollo 11 Der Wettlauf zum Mond und der Erfolg einer fast unmöglichen Mission - Mit zahlreichen farbigen Abbildungen von Donovan, James (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.05.2019
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt
eBook (ePUB)
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Apollo 11

50 Jahre Mondlandung am 20. Juli 2019 In der Nacht vor seinem Flug zum Mond rechnete Neil Armstrong die Chancen aus, die er, Buzz Aldrin und Michael Collins hatten, um lebend zur Erde zurückzukehren. Fifty-Fifty, dachte er. Andere Experten hingegen, darunter auch Wissenschaftler und Techniker der NASA, sahen die Sache weitaus weniger optimistisch: 5 zu 1, sagten sie, dass die Männer nicht zurückkommen. Oder sogar 10 zu 1. Apollo 11 war die unmögliche Mission, ihr Scheitern wahrscheinlicher als ihr Erfolg. Pünktlich zum Jahrestag erzählt der Journalist und Historiker James Donovan die Geschichte der Mondlandung in allen spannenden Details noch einmal neu und legt dabei auch viel Gewicht auf die menschliche Seite. Entstanden ist ein mitreißendes und reich bebildertes Sachbuch. James Donovan ist Autor mehrer Sachbuch-Bestseller zu Themen der amerikanischen Geschichte. Seit 1993 arbeitet er als Literaturagent und lebt in der Nähe von Dallas, Texas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 13.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641166144
    Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt
    Originaltitel: SHOOT FOR THE MOON
    Größe: 28616 kBytes
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Apollo 11

1

KOSAKEN IM ALL

Von Beginn an war unser Ziel, den unbegrenzten Weltraum zu erreichen.

Generalmajor Walter Dornberger, Koordinator des deutschen V 2 -Programms 1

E ines Morgens im Oktober 1957 wachte ein vierzehnjähriger Junge in der Kleinstadt Fremont mitten im landwirtschaftlich geprägten Iowa auf und stellte fest, dass die Welt sich radikal verändert hatte. Die Sowjetunion hatte eine Silberkugel von der Größe eines Wasserballs ins All geschossen, die jetzt die Erde umkreiste. Sie nannten sie Sputnik - übersetzt bedeutet das so viel wie "Weggefährte". Die Russen, dieses steppenbewohnende, wodkasaufende Reitervolk der Kosaken, das man für eine technologisch zweitklassige Weltmacht hielt, hatten die USA in der Raumfahrt überholt.

Der Name des Jungen war Steve Bales. Er war von durchschnittlicher Größe, hatte dichtes braunes Haar und trug eine Brille. Seine Mutter arbeitete in einem Schönheitssalon, und sein Vater, der mit neununddreißig Jahren von der Armee eingezogen worden war und in der 102 . Infanteriedivision im Zweiten Weltkrieg gedient hatte, besaß eine Eisenwarenhandlung. Steve sagte zu seinen Eltern, seinen drei jüngeren Brüdern und jedem, der es hören wollte, wie wütend er darüber war, dass nicht die USA den ersten Satelliten ins All geschickt hatten. Er interessierte sich für das Weltall, seit er zehn Jahre alt war. Damals hatten er, sein Vater und seine Brüder viele Sommernächte auf grauen, abgenutzten Decken im Feld hinter ihrem Haus am Stadtrand übernachtet. Wenn es dunkel wurde, zeigte der Vater ihnen den Großen Wagen, Orion und andere Sternbilder. Nichts erschien so wundervoll wie das Universum und seine Geheimnisse. Diese Begeisterung erreichte ihren Höhepunkt, als der Junge 1955 im TV ein Special von Walt Disney sah, in dem ein überschwänglicher Raketenforscher mit leichtem deutschen Akzent auftrat und erklärte, der Mensch werde eines Tages den Mond betreten. 2

Jetzt gab es einen künstlichen Satelliten, und er gehörte den Sowjets - dem Feind im Kalten Krieg. Doch der Junge wusste, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis die USA einen eigenen Satelliten ins All schießen und die Weltraumforschung intensivieren würden. Daran wollte er teilhaben.

An diesem Samstag saß Lyndon Johnson, Mehrheitsführer der Demokraten im US -Senat, mit Freunden auf der Familienranch im Texas Hill County zusammen, als er vom Sputnik erfuhr. Nach dem Essen schauten alle während eines Spazierganges auf einer dunklen Straße in den Nachthimmel. "Auf eine ungewohnte Weise", so erinnerte sich Johnson, "erschien mir der Himmel fast fremd." 3 Er verbrachte den Großteil des Abends damit, Berater und Kollegen anzurufen und sie aufzufordern, sich näher mit den Satelliten- und Raketenprogrammen der Vereinigten Staaten zu beschäftigen. Johnson wusste mehr über dieses neue Forschungsgebiet als jeder andere gewählte Vertreter in Washington - er hatte seit den späten vierziger Jahren Kongressanhörungen und Untersuchungen zum Weltraumprogramm geleitet -, und es widerstrebte ihm zutiefst, sich einzugestehen, dass die USA auf diesem Gebiet hinter ihrem größten Feind herhinkten. Er glaubte, es sei notwendig, unmittelbar auf die sowjetische Herausforderung zu reagieren, und nahm sich vor, den Vorsitz eines Vorbereitungsausschusses im Senat zu übernehmen. Er war sich absolut sicher, dass die USA ein umfassendes Weltraumprogramm brauchten. Dass er aus der Unfähigkeit der Eisenhower-Regierung auf dem Gebiet der Raumfahrt politisches Kapital schlagen konnte, verlieh der Sache natürlich zusätzlichen Reiz.

In den zwölf Jahren seit Ende des Zweiten Weltkriegs war der einstige Verb

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