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Der Sohn eines Menschen von Nepauer, Robert (eBook)

  • Verlag: Robert Nepauer
eBook (PDF)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Der Sohn eines Menschen

WARUM HABE ICH DIESES BUCH GESCHRIEBEN?

Glauben Sie, dass es heute noch möglich ist, nach fast zweitausend Jahren intensivster Beschäftigung mit dem Neuen Testament, das bereits von unzähligen Experten Wort für Wort analysiert war, in ihm noch etwas völlig Überraschendes zu entdecken?
Ich glaube ja, indem man vor allem das liest, was zwischen den Zeilen steht.

Glauben Sie, dass es noch soviel Neues ergeben kann, dass man sogar ein historisches Essay verfassen muss?
Ja, es ist nötig, um es verständlich zu machen.

Glauben Sie, dass es überhaupt einen Sinn hat, in der Flut unzähliger Bücher mit biblischer Thematik noch ein weiteres Buch zu schreiben?
Ja, denn mein Buch ist wahrscheinlich in den zweitausend Jahren das erste Buch aus der Sicht des Jesus selbst. Daher ist es so brisant. Für wen ist das Buch bestimmt?
Für jeden unvoreingenommenen Menschen.

Wie werden die Christen mit Ihrer intuitiven Interpretation aufgrund der spärlichen Überlieferungen fertig?
Indem ich keinen Anspruch an die absolute Wahrheit meiner ansonsten logischen und plausiblen Geschichte stelle.

Glauben Sie, dass es auch Nichtchristen und sogar Atheisten gleichermaßen interessieren kann?
Unbedingt, denn ich habe eine universale und faszinierende menschliche Geschichte entdeckt, die jedermann berühren kann.

Glauben Sie, es ist nötig, sich und die Familie heute noch bei solchem Inhalt mit einem Pseudonym schützen zu müssen?
Nach Salmans Rushdys Erfahrungen bin ich davon überzeugt.

Warum haben Sie trotzdem das Buch geschrieben?
Weil es jedem helfen kann, gereift weiterzukommen.

Und musste das wirklich gerade ein Buch über Jesus sein?
Ja, denn gerade seine menschliche Botschaft hat uns allen noch viel Wertvolleres zu sagen, als wir ahnen, ob wir Christen sind oder nicht.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 646
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783939845294
    Verlag: Robert Nepauer
    Größe: 2281kBytes
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Der Sohn eines Menschen

KAPITEL II AUF NACH JERUSALEM (S. 30-31)

Maria aber stand auf in den Tagen

und ging auf das Gebirge

eilends zu einer Stadt in Juda.

Lukas, Kap.1, Vers 39

DER WEG – DIE HEILIGE STADT

Joachim schritt langsam neben der Maria und führte den Zaum ihres Esels. Auch er freute sich darüber, sein gewissermaßen eintöniges Leben zu unterbrechen und etwas Aufregenderes zu unternehmen. Er war froh, sich zu der Reise nach Jerusalem überredet haben zu lassen. Erstens war es unmöglich, ein unverheiratetes und dazu noch so ein hübsches Mädchen so weit nach Jerusalem alleine zu schicken und zweitens: Wer weiß, vielleicht würde er diese Gelegenheit nutzen, nicht nur, um seine Seele im Tempel zu reinigen, sondern auch, um seinen Geschäften in der gewinnbringenden Stadt nachzugehen.

Nicht nur in der Stadtmitte, sondern auch im Vorort Nazareths hatten sich einige Handwerkerfamilien angesiedelt. Nazareth war nicht nur die Stadt der Weber, sondern auch der Zimmerleute. Auf einer Straßenkreuzung drehte Maria ihren Kopf um.

Natürlich. In der Türe seiner Werkstatt steckte wie immer der Witwer Joseph. Als er die auf dem vollgeladenen Esel reitende Maria mit ihrem Vater sah, hob er erstaunt seine Augenbrauen hoch.

Maria lachte über Josephs überraschtes Gesicht. Sicher rätselte er vergeblich über das Ziel ihrer Reise.

Maria lächelte ihm höflich zu. Nicht auffällig. Nur ein wenig, nur um ihn für seine Liebe zu belohnen. Seine Ausdauer schmeichelte ihr. Doch sie hütete sich, dem Joseph etwas mehr von ihrer Zuneigung zu zeigen, denn er machte sich ohnehin schon zu viele Hoffnungen.

Maria schätzte Josephs Alter auf über dreißig Jahre ein. "Uralt!", dachte sie. "Und viel zu dick. Bei seinem geradezu bäuerlichen Gesicht ist es ja kein Wunder, dass er nach dem tragischen Tode seiner Frau bisher allein geblieben ist. Als Bräutigam kommt Joseph für mich keinesfalls in Frage.", beschloss sie.

Auch Joachim sah die Blicke Josephs auf Maria. "Guten Tag, Joseph!", grüßte ihn. "Joseph ist ein guter Bursche!", meditierte Joachim. "Zuverlässig. Seine scheinbare Langsamkeit ist durch sein praktisches Geschick mehr als ausgewogen. Er ist auch recht beliebt hier in Nazareth. Schon mehrfach hat er als Handwerker auch für mich eine gute Arbeit geleistet." Joachim hätte im Prinzip nichts gegen Joseph als seinen Schwiegersohn eingewendet. Der Witwer war ein älterer, vernünftiger und erfahrener Mann und wusste bis jetzt sein Leben ganz gut zu meistern. Joseph war viel zu viel vom Schicksal verfolgt worden und verdiente endlich was Besseres.

Bereits als kleiner Junge verlor Joseph seine Eltern, die einer ansteckenden Seuche zum Opfer fielen. Er war damals nicht mal vierzehn Jahre alt. In einem Jahr sollte er in die Lehre zu seinem Vater gehen, wie es damals üblich war. Aber der Tod wollte es anders. Der Knabe blieb im väterlichen Hause alleine, mit allen den vererbten Werkzeugen wie Axt, Beil, Bohrer, Eisenhammer, Holzhammer, Meißel, Feilen, Ahlen, Hobeln, Ziehklingen, Lineal, Zirkeln, Schnüren, Stiften, sowie mit verschiedenem Arbeitsmaterial, Nägeln und Holz, und konnte damit nichts anfangen. Er wusste all die ihm damals noch unbekannten Werkzeuge zum Teil nicht mal richtig zu benennen.

Aus Ehre zu seinen Eltern widerstand Joseph den unzähligen Angeboten, sein Haus mit der ganzen Einrichtung zu verkaufen, und er entschloss sich, den Beruf seines Vaters doch zu erlernen. Joseph ging in die Lehre zu einem befreundeten Zimmermann, Jakob. Bei ihm erlernte er, mit den Werkzeugen umzugehen. Bald ko

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