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Die Arroganz eines Verlierers Unsere Zivilisationslüge von Gässler, Horst (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
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Die Arroganz eines Verlierers

Dieses Buch entlarvt schonungslos die Lebenslüge von unserer sogenannten Zivilisation. Denn sind wir wirklich die Zivilisation, die wir vorgeben zu sein? Sind wir das Tier, das sich zu einem wahren Homo Sapiens, also zu einem weisen und vernunftbegabten Wesen entwickelt hat? Oder sind wir immer noch der alte Affe, der als homunculus mit seinem wachsenden Gehirn alles weiter entwickelt hat nur nicht sich selbst? Ist die Kunde vom Homo Sapiens also Fake News? In einer kritisch vergleichenden und selten so kompromitierenden Synopsis geht der Autor dieser brisanten Frage nach. Horst Gässler, Gymnasiallehrer für Latein und Englisch, beschäftigt sich seit vielen Jahren kritisch mit pädagogischen und gesellschaftlichen Themen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 220
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748187530
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 268 kBytes
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Die Arroganz eines Verlierers

II. Vom Reich der Affen zum Reich der Könige

(Mit einem kritischen Blick auf die Geschichte der Menschheit vom Affen bis in die Antike im anthropologisch-gesellschaftlichen Zeitraffer wird mit gezielten Bezügen zur Gegenwart der Frage nachgegangen, ob wir von einer human-geistigen Entwicklung des Menschen sprechen können.)

" Während die Zivilisation unsere Häuser verbessert hat, hat sie nicht in gleichem Maße die Menschen verbessert, die darin wohnen sollen. Sie hat Paläste geschaffen, aber es war nicht so leicht, [wahre] Edelmänner und Könige hervorzubringen. "

(Henry David Thoreau) 3

Als er zum ersten Mal den Sprung von seinem sicheren Baum auf das unter ihm liegende Terrain wagte mit der Ungewissheit, aber auch mit der Entdeckerfreude eines herausfordernden Kerls, da erlebte er ein Desaster, das ihn für den Rest seines Lebens traumatisieren sollte. Er war zwar der erste Affe auf festem Boden. Aber um welchen Preis! Kaum hatte er die Erde mit seinen Füßen berührt, da sah er nur eine schlabberige Zunge in einem weit aufgerissenen Maul, aus dem ihn der faulige Geruch eines leeren Magens anwehte. Der Löwe hatte ihn schon längere Zeit aus seinem Versteck beobachtet und auf diesen Augenblick gewartet. Doch die Muskeln des möchtegern Erdbewohners nutzten reaktionsschnell die Kraft des Abschwungs notwendigerweise gleichzeitig zu einer blitzartigen Aufwärtsbewegung zurück auf seinen rettenden Ast. Das zahnbewehrte Maul seines Feindes huschte unter ihm hinweg ins Leere. Da saß er nun, unser Freund, leicht keuchend und mit pochendem Herzen und blickte auf den Rücken des mächtigen Tieres, das - mit einem letzten verärgerten Blick nach oben - langsam im Unterholz verschwand. Diese Sekunde des Schreckens ließ in unserem Vorfahren einen Minderwertigkeitskomplex wachsen, der ihn von nun an mit all seinen Ersatzhandlungen prägen sollte.

Es dauerte eine geraume Zeit, bis unser Artgenosse einen vorsichtigen erneuten Versuch startete, und diesmal erfolgreich. Seine wachsende Entdeckerfreude wurde mit den unterschiedlichsten Erkenntnissen belohnt, denn er wagte es immer wieder, sich über seine vier Arme und Beine zu erheben. Und sein Clan folgte ihm. Anfangs zögerlich, stets bereit zum Sprung zurück auf den rettenden Ast. Denn dieser wird ihm später zum Stöckchen, zum Knüppel, zur Keule, zum Szepter, zur Nuklearbombe werden. Dann zeigte er sich immer couragierter. Trotz der unvergesslichen beispiellosen Niederlage spürte er ein zunehmendes Verlangen, sich ein neues Territorium zu erschaffen. Er begann, seine ersten Spuren im weichen Untergrund zu hinterlassen, Spuren, die noch Millionen von Jahren später seine Nachfahren in Erstaunen versetzen und auf einen anthropologisch triumphalen Weg zu ihm zurückführen sollten. Das Gehirn war noch klein, entwickelte sich jedoch in Folge der Methode von Versuch und Irrtum immer weiter. Es wurden einfachste Werkzeuge gefertigt, die zunächst dazu dienten, das alltägliche Leben vor allem in Bezug auf Nahrungssuche und Nahrungsverwertung des vorhandenen Angebots zu erleichtern. Der wachsende Erfolg weckte Begehrlichkeiten auf Objekte in den Territorien anderer Lebewesen. Dieser Umstand zwang ihn dazu, neue Instrumentarien zu erfinden, um sein angestrebtes Ziel zu erreichen. Noch war er Affe, aber er registrierte in einem kleinen Bereich seines Gehirns, dass er eine leichte Überlegenheit den anderen Wesen gegenüber zu erringen begann. Diese Erkenntnis machte ihn mutiger, und es reifte in ihm die Entscheidung, an allem, was ihn umgab, Rache zu nehmen für die einst erlittene schmachvolle Niederlage, die ihn beinahe das Leben gekostet hatte. Mit dem vorhandenen Früchteangebot war er bald nicht mehr zufrieden. Der Standort ernährte die wachsende Familie nicht mehr. Also gelüstete es ihn nach etwas Neuem, Handfestem - Fleisch! Doch die Beute, die ihm täglich vor der Nase herumlief, musste erlegt werden. Dazu brauchte es neues Gerät. Sein Hirn war mit de

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