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Die Wahrheit über Donald Trump

  • Erscheinungsdatum: 14.06.2016
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Die Wahrheit über Donald Trump

Er ist der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Spätestens jetzt ist es ist höchste Zeit, sich ernsthaft mit Donald Trump auseinanderzusetzen. Michael D'Antonios brillant geschriebene Biographie zeigt Trump in seinem ganzen Größenwahn, Narzissmus und seiner unfassbaren Selbstverliebtheit. Gleichzeitig wird deutlich, wie erschreckend dünnhäutig und aggressiv Trump auf jede Kritik und Provokation reagiert und wie emotional instabil er ist. Es lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nur erahnen, wie schwierig die außenpolitische Abstimmung mit ihm als Präsidenten werden wird. D'Antonio erklärt aber auch, warum Trumps Beliebtheit bei den Wählern kein Zufall ist. Dass er Trumps Aufstieg, Fall und Comeback auch in den Kontext größerer soziologischer und politischer Entwicklungen in den USA einordnet, macht seine Biographie gerade für ein nicht amerikanisches Publikum außerordentlich lesenswert. Michael D'Antonio hat als Journalist u.a. für Newsday und das New York Times Magazine gearbeitet und wurde dafür mit dem Pulitzer-Peis ausgezeichnet. Er hat sich bereits in mehreren Büchern mit der us-amerikanischen Politik beschäftigt. Zuletzt erschien von ihm "Mortal Sins. Sex, Crime and the Era of Catholic Scandal" (2014, St. Martin's Press).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 14.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843713689
    Verlag: Ullstein
    Größe: 1828 kBytes
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Die Wahrheit über Donald Trump

EINLEITUNG

Meistenteils kann man die Menschen nicht respektieren,
weil die meisten Leute keinen Respekt verdienen.

Donald Trump

Im Profil - und so sahen ihn die Fernsehzuschauer an jenem Abend - erinnerte Donald Trump am ehesten an einen Gockel im Smoking. Seine Körperhaltung, die er sich in der Militärschule angewöhnt hatte, war so aufrecht und steif, als habe er einen Ladestock verschluckt. Sein Blick war konzentriert und intensiv, mit zusammengekniffenen Augen, als nehme er einen fernen Gegner ins Visier. Und mit seinem von der Stirn bis zum Nacken geschwungenen Bogen erinnerte sein berühmter Helm aus goldenem Haar an den Kamm eines Hahns der Sorte Rhode Island Red. Bei diesem Hahn soll jenes markante Signal das Interesse von weiblichen Tieren auf sich ziehen und Feinde abschrecken. Bei Trump, der 2011 beim Korrespondenten-Dinner des Weißen Hauses zwischen Bewunderern und Kritikern saß, zog die Frisur nur den Blick der Fernsehkameras auf sich. Sie fingen seine Reaktion auf den öffentlichen Spott ein, mit dem er zur Unterhaltung des Publikums überzogen wurde, sowohl von dem Comedian Seth Meyers als auch vom Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Das einzige Anzeichen, dass Trump darunter litt, zeigte sich, als Meyers volle zweieinhalb Minuten über ihn herzog. Als die Leute lachten und die Hälse reckten, um einen Blick auf Trump zu erhaschen, fixierte er den Comedian bitterböse - "Wenn Blicke töten könnten". Sein Gesichtsausdruck blieb unbewegt und grimmig, als selbst die Dinnergäste an seinem eigenen Tisch es nicht schafften, dem allgemeinen Drang zu widerstehen, sich vor Lachen auszuschütten. Anlass für all diesen Spott gab Meyers, als er von einer Umfrage erzählte, die ergeben hatte, dass nur 38 Prozent der Amerikaner sicher waren, dass Präsident Obama in den Vereinigten Staaten geboren worden war. Da die Verfassung vorschreibt, dass der Präsident im Land geboren worden sein muss, war diese - von Verschwörungstheoretikern konstruierte - Frage ein plumper Versuch, Obama als einen "Andersartigen" darzustellen, dessen Anspruch aufs Präsidentenamt nicht legitim sei. Durch seine anhaltenden, angestrengten Bemühungen, dieses Geburtlertum (" birtherism ") zu fördern, hatte Trump sich zum Ziel von Kritikern gemacht, die meinten, solches Gerede sei spalterisch, destruktiv und womöglich eine verdeckte Form von Rassismus. Trump wies solcherlei Kritik zurück und bestand darauf, keineswegs voreingenommen zu sein, sondern vielmehr wichtige Fragen zu stellen. "Wenn es um Rassismus und Rassisten geht", so Trump, "bin ich die am wenigsten rassistische Person, die es überhaupt gibt."

Als er an der Reihe war, zu den Korrespondenten und ihren Gästen zu sprechen, ging der Präsident die " birthers " frontal an, aber mit bemerkenswertem Humor. Er präsentierte sogar einen Ausschnitt aus dem Zeichentrickfilm Der König der Löwen als "das offizielle Video meiner Geburt". Dann erwähnte Obama Trump namentlich, lobte seine Führungsqualitäten als Moderator der TV -Realityshow The Apprentice (Der Lehrling), wo er "Entscheidungen treffen muss, die mir nachts den Schlaf rauben würden". Obama fuhr fort, da ja nun das Birther -Problem geklärt sei, könne Trump "sich wieder auf die Dinge konzentrieren, die wirklich wichtig sind - zum Beispiel, ob wir vielleicht die Mondlandung gefälscht haben?" Von einem Kritiker angegriffen, der in der Statushierarchie mehrere Stufen über ihm stand, verzichtete Trump auf seinen "Killer-Blick"; stattdessen ließ er es zu, dass seine Mundwinkel sich ein winziges bisschen hoben, wodurch die Krähenfüße rings um seine Augen noch deutlicher sichtbar wurden. Er winkte dem Präsidenten zu - ja, er konnte einen Witz auf seine Kosten vertragen. Anschließend gab er sich Mühe, unbeeindruckt zu wirken und tat so, als sei es eine Leistung, die Aufmerksamkeit des Präsidenten zu gewin

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