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Die Weisheit ist weiblich Geschichten von ganz besonderen Frauen und Männern von Welser, Maria von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.06.2013
  • Verlag: hey! publishing
eBook (ePUB)
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Die Weisheit ist weiblich

Wer wäre das nicht gerne, weise? Das klingt nach Wissen und Erfahrung, nach Ruhe und Gelassenheit und vor allem: Es hebt einen ein wenig über die anderen. Was aber ist weise? Wie zeigt sich Weisheit? Maria von Welser nimmt den Faden auf und erzählt uns Lebens- und Weisheitsgeschichten von Rosa Luxemburg und Olympe de Gouges, von Aung San Suu Kyi und Mahatma Gandhi, von Hildegard von Bingen und Nelson Mandela, von Hannah Arendt und noch vielen anderen. Und sie zeigt: Weisheit liegt vor allem im Engagement, im furchtlosen und gezielten Handeln, im Einsatz für eine bessere Welt. Und gibt die Antwort auf die Frage, warum die Weisheit weiblich ist. Maria von Welser ist Fernsehjournalistin, Publizistin und erfolgreiche Buchautorin, die für ihre Arbeit vielfach ausgezeichnet wurde. Bekannt wurde sie 1988 als Redakteurin und Moderatorin des Frauenjournals ML - Mona Lisa, das sie fast zehn Jahre lang leitete und moderierte. 2001 ging sie als Leiterin des ZDF-Auslandsstudios nach London, von 2003 bis 2010 war sie Direktorin des NDR Landesfunkhauses Hamburg. Maria von Welser engagiert sich im Hochschulrat der Universität Hamburg und bei UNICEF Deutschland, deren stellvertretende Vorsitzende sie seit 2008 ist. www.mariavonwelser.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 118
    Erscheinungsdatum: 06.06.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783942822633
    Verlag: hey! publishing
    Größe: 764 kBytes
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Die Weisheit ist weiblich

Weise wären wir doch alle gerne

Einleitung

Wer wäre das nicht gerne, weise? Das klingt nach Wissen und Erfahrung, nach Ruhe und Gelassenheit und vor allem: Es hebt einen ein wenig über die anderen. Wir wären nicht unbedingt gerne "alt und weise", aber weise schon. Was aber ist weise? Wie zeigt sich Weisheit? Wie oft in unserem Leben haben wir weise reagiert, gehandelt? Und wie oft das pure Gegenteil gemacht? Ist es dann dumm? Wer sich dem Thema Weisheit nähert entdeckt meterweise Literatur, im Internet, wo man modernerweise als Erstes zu recherchieren beginnt. Aber als altmodischer Mensch zieht es einen auch in Buchhandlungen. "Weisheit?" – Die Buchhändler sind erst mal irritiert. Der mir dann schon vertraute Griff an die Stirn passt gut in Robert Lembkes "Heiteres Beruferaten". Fürs Erste entdecke ich: Weisheit ist wohl in der Literatur eher männlich besetzt. Weise Frauen leben anscheinend nur im Mittelalter, und Weisheit ist vor allem immer eines: alt. Nie würden irgendwo Babys als weise bezeichnet werden. Ganz selten junge Menschen. Und wenn, dann wird deren Weisheit immer in Bezug auf ihr Handeln so bezeichnet.

Und dann gibt es weise Sprüche, die, aufgelistet, die Literaturverzeichnisse zum Thema "Weisheit" weit übertreffen. Das beginnt mit: "Viele klettern so schnell, dass sie gar nicht merken, dass sie auf den falschen Berg gestiegen sind" (buddhistische Weisheit). Oder: "Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten und Aufgaben zu vergeben, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem endlosen Meer" (Antoine de Saint-Exupéry). Jeder hat so seine eigenen "Weisheiten" parat, das Gedicht mit den Stufen ("... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne") passt an so vielen Stellen im Leben, Aristoteles wird auch gern genommen in den Listen der Weisheitssprüche: "Der Anfang aller Weisheit ist die Verwunderung."

So wünsche ich mir, dass Sie sich, geneigte Leserin, geneigter Leser, wundern. Uber Geschichten, die von weisen Frauen und Männern erzählen. Die sich ineinander verweben zu einem anregenden, bunten und wilden Stück Stoff aus Menschengeschichten.

Ich werde Ihnen nicht die unzähligen Definitionen und Konzepte zur Weisheit liefern, die sich zwischen Wissen und Intuition, zwischen Verstand und Gefühl, Reife und Kindlichkeit, aber auch Klugheit und Torheit entwickeln. Als Gegenstand zwischen Philosophie und Theologie, in allen Religionen ebenso wie in der Ethnologie, der Soziologie und Psychologie. Man wird fündig in der Märchen- und Mythenforschung – da begegnet einem die Weisheit vor allem als Archetypus der "weisen alten Frau" und des "weisen alten Mannes". Weisheit versteckt sich überall zwischen Kunst, Literatur und Musik. Nein – ich bleibe ganz konsequent an den Menschengeschichten. Da ich zutiefst überzeugt bin, dass jeder Einzelne einzig ist, dass es keine Dubletten gibt im großen Ganzen der Menschheitsgeschichte. So wird jeder einzigartig für sich weise sein – oder dumm, einfältig, töricht, ein Narr oder Idiot.

Das Wort "weise" wird bereits im achten Jahrhundert verwendet. Wîsa, wîs sagten die Menschen im Althochdeutschen wahrscheinlich. Die Sprachforscher sind überzeugt, dass es mit der Bedeutung von "kundig im Hinblick auf eine Sache", mit klug und erfahren zu tun haben muss. Es gibt wohl auch Beziehungen zum lateinischen videre, "sehen", und dem griechischen oida, "wissen". Dazu erschließt sich jedem, der mit Sprache umgeht und sie bewusst nutzt, dass das Wort "unterw

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