text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Egorepublik Deutschland Wie uns die Totengräber Europas in den Abgrund reißen von Reuter, Edzard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.02.2013
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (ePUB)
16,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Egorepublik Deutschland

Wir sollten jetzt an uns selbst denken, sagen heute viele in Deutschland. Ein Blick über den Tellerrand, nach Europa? Verlorene Liebesmühe. 'Nein!', hält Edzard Reuter leidenschaftlich dagegen. Wir müssen uns wieder auf unsere Kräfte und Fähigkeiten besinnen und nicht durch panischen Pessimismus die Zukunft unserer Kinder aufs Spiel setzen. Direkt und unverblümt fängt er die in verschiedensten Milieus angesiedelten antieuropäischen Reflexe ein und setzt ihnen seine profunde historische Analyse und seine Zukunftsgewandtheit entgegen.
Sein Text bringt das, was alle vermissen: eine kraftvolle und begeisternde Vision, die uns wappnet für die harte Herausforderung, der wir gegenüberstehen. 'Was heute fehlt, ist der aufrüttelnde Mut und die Glaubwürdigkeit, den Menschen in einer kritischen Situation ihrer Geschichte die Wahrheit zu sagen. Das gilt auch - und besonders - für die Bundeskanzlerin.'

Edzard Reuter wurde 1928 in Berlin geboren. Nach der 'Machtergreifung' emigrierte die Familie in die Türkei und kehrte 1946 nach Berlin zurück, wo der Vater Ernst Reuter Regierender Bürgermeister wurde. Der Sohn studierte zunächst Mathematik und Physik, später Jura in Göttingen und Berlin. Nach einer Tätigkeit in der Filmindustrie holte ihn Hanns Martin Schleyer 1964 zu Daimler-Benz, wo er 1976 Vorstandsmitglied wurde und von 1987 bis 1995 Vorstandsvorsitzender war. 1998 wurde er Ehrenbürger von Berlin. Edzard Reuter lebt heute in Stuttgart und Berlin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 14.02.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593420103
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 2631kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Egorepublik Deutschland

I. Europa in der Legitimitätskrise
Von der Lust am Selbstmord
Friedensnobelpreis für die Europäische Union hin oder her: Viele haben mitleidig die Stirn gerunzelt, andere davor gewarnt, manche mich ausgelacht, als sie hörten, dass ich dieses Buch schreiben will. Es liegt trotzdem hier vor Ihnen, weil meine Sorge täglich zunimmt - meine Sorge, dass wir drauf und dran sind, unsere Zukunft aufs Spiel zu setzen und einer merkwürdigen Lust am Selbstmord nachzugeben.
Die Vision von einem vereinten Europa ist uns verloren gegangen. Gewiss weiß auch ich, dass es eine hoffnungslose Utopie wäre, zu erwarten, dass das Vorhaben von heute auf morgen, sozusagen mit einem großen Schlag, vollendet werden könnte. Es gibt - um ein Lieblingswort unserer Bundeskanzlerin zu verwenden - in der Tat keine Alternative dazu, sich Schritt um Schritt (und entsprechend mühselig) an das große Ziel heranzuarbeiten. Das hat sogar etwas Gutes, weil es auf diese Weise möglich bleibt, Fehler, die unweigerlich vorkommen können, auch wieder zu korrigieren. Doch erfolgreich kann ein solcher Weg nur sein, wenn es eine Idee gibt, die allen Beteiligten als gemeinsames Ziel für ihr tägliches Handeln dient. Diese Idee, dieses Ziel ist nicht mehr zu erkennen. Offensichtlich hat niemand mehr den Mut und die Glaubwürdigkeit, uns überzeugend zu erklären, wohin die Reise zum Schluss führen soll. Ein Plädoyer für Europa: also verlorene Liebesmühe! Liegt das Kind nicht längst im Brunnen? Verbirgt sich nicht dahinter kaum mehr als eine naive Illusion, das Traumgespinst grauer Bürokraten und lebensfremder Politiker? Und noch mehr: Ist es nicht für verantwortungsbewusste Realisten - und das sind wir doch alle! - allerhöchste Zeit, endlich Schluss zu machen mit der sinnlosen Verschwendung unserer Steuergelder und unser Schicksal wieder in die eigenen Hände zu nehmen? .
In der Tat: Was ist los mit Europa? Die Zusammenführung seiner Länder und Nationen galt über Jahrzehnte hinweg als stolzes Zukunftsprojekt. Allenfalls ein paar 'Ewiggestrige' träumten noch von der Wiederkehr alter Zeiten, als man blind genug sein durfte, das Volk, dem man angehörte, gegenüber den Nachbarn für höherwertig zu halten. Eine ganze Generation junger Menschen hat sich für die Idee eines vereinten Europa begeistert, einer Unzahl von Menschen, denen ein entsetzlicher Krieg jegliche Hoffnung geraubt hatte, hat sie neue Zuversicht gegeben. .
Doch jetzt? Wer kann schon den Alptraum vergessen, der seit der zweiten Hälfte des Jahres 2011, ausgelöst durch die griechische Krise, ganz Europa an den Rand einer epochalen finanziellen und wirtschaftlichen Katastrophe führte? Hat sich das nicht, wie vorherzusehen war, bald darauf mit Spanien und Italien fortgesetzt? Können wir nicht jeden Tag in den einschlägigen Leitartikeln nachlesen, dass der Euro, unsere gemeinsame Währung, demnächst vor dem Kollaps steht? Werden wir nicht gedrängt, die Griechen schleunigst aus dem Euro herauszuwerfen, um unser hart erarbeitetes Geld vor der Verschwendung zu retten?
Ist nicht die früher so großartige Vision inzwischen ins Nichts zerstäubt, ersetzt durch ein endloses Gefeilsche um nationale Interessen? Können einigermaßen normale Zeitgenossen - womöglich sogar die meisten der beteiligten Politiker selbst - noch die Mechanismen durchschauen, nach denen das Gebilde funktioniert? Sind die wohlhabenden Länder, an der Spitze wir Deutschen (denen man so leichtfertig ihre bewährte D-Mark weggenommen hat!), nicht inzwischen - trotz aller gegenteiligen Versicherungen (Zitat der Bundeskanzlerin: 'Nicht, solange ich lebe!') - mit den eigenen Steuergeldern zum Zahlmeister für chronische Pleitiers geworden?
Eines zumindest ist unübersehbar: Europa wird einer großen Zahl - wenn nicht gar der Mehrheit - seiner Bürgerinnen und Bürger zunehmend egal. Mehr noch, es fällt ihnen lästig. Zutiefst misstrauen sie den ewig wiederholten Beteuerungen der Herrschaften Merkel, Hollande, Barroso

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen