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Gender-Key Wie sich Frauen in der Männerwelt durchsetzen von Seidel, Christian (eBook)

  • Verlag: Ariston
eBook (ePUB)
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Gender-Key

Ein Leben auf Augenhöhe - der Geschlechterschlüssel Mit einem Chat fing alles an. Alle Frauen, die daran teilnahmen, hatten ein gemeinsames Problem: Wie kann sich frau am besten in der Männerwelt durchsetzen? Insbesondere im Berufsleben machen Frauen noch immer viel zu oft die Erfahrung, dass sie benachteiligt werden. Doch welche Möglichkeiten gibt es, das zu ändern? Mit dem Chef sprechen? Unmöglich. Mit dem Partner? Vielleicht. - Nie war das Bedürfnis nach einer Anleitung, wie sich Frauen behaupten können, ohne sich gleich in eine männliche Rolle drängen zu lassen, größer. Dazu muss das heillos veraltete Rollenverhalten der Geschlechter dringend auf den Prüfstand: Christian Seidel hat zehn Kernklischees identifiziert, die ursächlich dafür sind, dass Frauen das Leben im Beruf wie in Partnerschaft und Familie häufig so schwer gemacht wird. Gender Key wird das Leben der Frauen zum Besseren verändern - und sicher auch das einiger Männer. Christian Seidel ist gelernter Schauspieler und Journalist, er besitzt eine Therapieausbildung und studierte asiatische Philosophien. Jahrelang arbeitete er als Berater und Manager für Medienkonzerne wie die KirchGruppe, ProSieben, Sat1 und Persönlichkeiten wie Claudia Schiffer. Zusätzlich war er Produzent von Filmen in London, u.a. mit dem Kultregisseur Nicolas Roeg, und zahlreichen Fernsehformaten für die BBC oder ProSieben. Nach beruflichem Burnout und schwerem Verkehrsunfall begann Christian Seidel sein Leben neu zu definieren und widmet sich seither ganz dem Schreiben. Er lebt heute in München und Italien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641183721
    Verlag: Ariston
    Größe: 916 kBytes
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Gender-Key

Einleitung - "Ich bin ein Mensch, keine Farbe"

Kann man das Wunderschöne verallgemeinern? Oder ist es nur das, was man selbst als wunderschön empfindet? Und wie ist es mit dem Hässlichen? Dem Ungerechten? Dem Akzeptablen oder dem Angenehmen? Wie mit unseren Träumen und Vorstellungen? Oder unserem Geschlecht?

Es war ein später Abend im Sommer, als ich meine Aufzeichnungen zu meinem ersten Frauenseminar durchlas. Darin war es um Geschlechterrollen und ihre Klischees gegangen, nur wenige Tage erst lag die Veranstaltung zurück. Die Vorhänge hatte ich weit aufgerissen und die Fenster meines Arbeitszimmers geöffnet. Mich bewegte, was wir in den vergangenen Wochen aufgearbeitet hatten, dachte über meine eigenen Erfahrungen nach, die ich mit diesem Thema gemacht hatte.

In meinem Leben habe ich beruflich sehr viel mit Frauen zu tun gehabt. Als Autor, Filmemacher und von den Menschen Faszinierter setzte ich mich seit Jahren mit dem Widerspruch zwischen Image und Wirklichkeit auseinander, als Couch beriet ich hauptsächlich Frauen, wobei mein Fokus auf den Geschlechterklischees lag. Seit dieser intensiven Beschäftigung empfand ich es als Niederlage, würden sich Männer und Frauen als unterschiedliche Wesen betrachten, und zwar als Konsequenz unseres genetischen Pools, demzufolge Frauen angeblich "schwächer" und "weicher" sind und Männer "stärker" und "rationaler". Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sprechen dagegen.

Was aber nicht heißt, dass weibliche und männliche Geschlechterrollen und damit verbundene Geschlechterklischees nicht existieren. Trotz aller emanzipatorischen Forderungen und ihrer Realisierungen halten sie sich hartnäckig. Fast scheint es, als wären sie in Stein gemeißelt. Als ich das erkannt hatte, wollte ich mehr über diese Unbeweglichkeit der Klischees in Erfahrung zu bringen. Das tat ich, indem ich mit ihnen zu spielen begann. Über einen längeren Zeitraum, insgesamt waren es zwei Jahre, schlüpfte ich immer wieder in die Rolle einer Frau und versuchte, das Leben aus weiblicher Perspektive kennenzulernen. Es war ein unfassbares Erlebnis, nie hätte ich gedacht, wie mächtig Geschlechterrollen noch waren. Das konnte ich nicht so einfach hinnehmen, und ich begann gegen sie zu kämpfen. Über meine Spurensuche und mein Aufbegehren schrieb ich dann auch ein Buch: Die Frau in mir .

Da ich eine Schauspielausbildung absolviert und Theaterwissenschaften studiert hatte, konnte ich sehr schnell die typischen Anzeichen eines Rollenverhaltens an mir selbst feststellen. Beim Method Acting, einer speziellen Schauspieltechnik, gestaltet man sein Rollenspiel, indem man in sich persönliche Identifikationspunkte mit der jeweiligen Rolle ermittelt. Auf der Bühne identifiziert man sich schließlich mit ihren psychologischen Aspekten. Doch nach der Vorstellung ist es wichtig, sich wieder von ihnen zu lösen, um keine Persönlichkeitsstörung zu entwickeln. Die Geschlechterrollen, wie ich sie erlebte, erschienen mir jedoch wie ein Theaterspiel, von dem man sich nie gelöst hatte. Die Verwurzelung dieser Rollen in unserer Gesellschaft, die die Bühne für sie darstellt, konnte ich nur als sehr stark bezeichnen. Human war etwas anderes, denn es war einfach ein viel zu enges Korsett. Um Möglichkeiten der Loslösung zu ermitteln, versuchte ich nicht nur bei mir, sondern als Couch auch bei anderen - wie gesagt, meist Frauen - die Rollen umzugestalten, sie zu erweitern, zu variieren, mit Gewalt aufzubrechen.

Gerade nach der Veröffentlichung von Die Frau in mir kamen viele zu mir oder schilderten mir über Skype ihre Konflikte, die sie in sich trugen, Konflikte, die genau mit den immer noch zementierten Geschlechterrollen in Verbindung standen. Ungeheure Dimensionen taten sich da auf, wobei sich ein Problem als grundlegend abzeichnete. Fast alle diese Auseinandersetzungen gründeten auf einem - oft unbewusstem - Kampf der Frauen mit ihrer eig

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