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Hand drauf. Der Weg, gemeinsam erfolgreich zu sein von Böttcher, Peer-Arne (eBook)

  • Verlag: Murmann Publishers
eBook (ePUB)
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Hand drauf.

In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher und individueller Verunsicherung zählt vor allem eines: die Beziehung zu anderen Menschen. Dieser soziale Kitt gibt Sicherheit und schafft Vertrauen. Das gilt nicht nur für den privaten Bereich. Auch im Geschäftsleben wird die Bedeutung von Verlässlichkeit und Ehrlichkeit allmählich wieder erkannt. Der Unternehmer Peer-Arne Böttcher sieht im Aufbau erfolgreicher Beziehungen zu anderen Menschen den einzigen Weg zum Erfolg. Denn Profit kann nicht mehr individuell maximiert werden, sondern nur noch partnerschaftlich. Der Mensch muss Leitmotiv allen Denkens und Handelns werden, Ehrlichkeit und Partnerschaft dürfen nicht mehr Luxus sein, sondern müssen als Notwendigkeit gesehen werden. Böttcher hat ein ebenso einfaches wie überzeugendes Modell für Aufbau und Pflege erfolgreicher Beziehungen entwickelt: die Beziehungspyramide. Er weiß vor allem davon zu erzählen, wie Kommunikation und Vernetzung zu einem wertvollen und wertschöpfenden Beziehungsnetzwerk werden.

Peer-Arne Böttcher, Jahrgang 1976, gründete noch während der Schulzeit sein erstes Unternehmen. 1998 initiierte er mit Wahlkampf 98 und politik-digital.de zwei erfolgreiche Internetprojekte. 2001 erhielt politik-digital den Grimme-Preis für herausragende redaktionelle Leistungen, 2002 den 'Europrix' sowie 2003 den Alternativen Medienpreis Deutschland. Im Jahr 2008 gründete er den Business Club Hamburg (BCH), der mit über 800 zahlenden Mitgliedern, einem repräsentativen Standort an der Elbchaussee und jährlich mehr als 150 Veranstaltungen zu einer festen Größe im Wirtschaftsleben der Stadt geworden ist. Böttcher ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783867743143
    Verlag: Murmann Publishers
    Größe: 2505kBytes
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Hand drauf.

3 . Geschäfte entstehen aus Transaktionen

Wenn die Unterzeichnung eines Vertrages live im Fernsehenübertragen wird, muss es sich um einen wirklich großen Deal handeln. Und danach sah es am 26. November 2012 aus, als vor laufenden Kameras des ukrainischen Staatsfernsehens und in Anwesenheit des Premierministers ein Vertrag über den Bau eines Erdgas-Verladeterminals am Schwarzen Meer unterschrieben wurde. Etwa eine Milliarde Euro würde der spanische Konzern Gas Natural Fenosa bis zum Jahr 2018 in das Projekt investieren. Doch noch während der Zeremonie meldete sich die Unternehmensleitung mit einer überraschenden Information: Sie habe keine Ahnung von dem Vorgang, und wer immer dort gerade einen Vertrag unterschreibe, er sei dazu nicht befugt. Der vorgebliche Konzernmanager entpuppte sich schnell als ein spanischer Hochstapler ohne jeglichen Auftrag – das schöne Milliardenprojekt löste sich in Luft auf. Das ist es, weshalb Norbert Blüm regelmäßig mahnte, bei einem politischen Beschluss müsse vor jedem Kommentar dazu erst "die Tinte trocken" sein. Das Risiko, doch nur über Luftschlösser geredet zu haben, ist schlicht zu groß.

Meine einschlägigste Erfahrung in dieser Hinsicht war ein Mietvertrag: von mir bereits unterschrieben und vom Vermieter, einer großen Investmentbank, nun ja, so gut wie. Alle meine Gesprächspartner hatten mir versichert, dass es überhaupt kein Problem gebe. Sobald alle behördlichen Genehmigungen vorlägen, würde man unterschreiben. Doch es kam anders, denn keiner meiner Gesprächspartner war tatsächlich unterschriftsberechtigt. Und die Unterschriftsberechtigten waren für mich nicht erreichbar. Wochen später, ich hatte schon kräftig vorgeplant und mich auf den Umbau eingestimmt, erhielt ich die dürre Mitteilung, dass der ganze Vertrag aufgrund eines anonymen Gremienbeschlusses nicht zustande käme.

Im Rückblick gesehen muss ich damals auf meine Umgebung wie eine Art Luftschlossherr gewirkt haben. Eine Spezies, zu der ich niemals gehören wollte. Wie oft erlebt man Menschen, die schon so gut wie Millionäre sind! Die praktisch alles geregelt, alles unter Dach und Fach haben. Nur die Unterschrift unter dem Vertrag fehlt eben noch. Eine Kleinigkeit, ach, nicht einmal das, reine Formsache!

Ist es jedoch nicht. Denn bevor es zum Erfolg kommen kann, muss vorher etwas anderes abgelaufen sein – und zwar nicht nur in den Köpfen der Beteiligten, sondern ganz real. Und für dieses "Etwas", die nächste Stufe der Beziehungspyramide, habe ich den Begriff Transaktion gewählt.

Transaktion bedeutet Übertragung; es wird etwas von einem zum anderen übertragen, oft auch gleichzeitig etwas anderes in der Gegenrichtung – es findet also ein Tausch statt. Der Wechsel Ware gegen Geld ist das klassische Bild dafür: Am Marktstand wandern Tomaten in den Einkaufskorb und Münzen in die Kasse des Händlers. Der Friseur nimmt zwar seinen Kunden neben Geld auch Haare ab – aber dennoch handelt es sich um die ganz normale Transaktion "Frisur gegen Bezahlung".

Häufig geht es gar nicht so sehr um einzelne Transaktionen als vielmehr um wiederholte oder dauerhafte Vorgänge wie etwa bei einer Lieferantenbeziehung oder einem Mietverhältnis. In solchen Fällen besteht die Transaktion nicht in einem physischen Austausch, sondern in einem Handschlag oder der Unterschrift unter ein Dokument. Aber ob Ware gegen Geld oder Service gegen Unterschrift, die Transaktion ist eine notwendige Bedingung, um zum Erfolg zu kommen.

Die Transaktion ist der Abschluss eines Prozesses und gleichzeitig der Beginn eines neuen Prozesses. Bis dahin hat man mit- oder auch gegeneinander verhandelt, jetzt handel

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