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Heimat Warum wir wissen müssen, wo wir zu Hause sind

  • Erscheinungsdatum: 03.09.2018
  • Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
eBook (ePUB)
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Heimat

Von Sehnsuchtsorten und echter Geborgenheit Heimat: Wir alle sehnen uns danach. Wir alle haben eine. Doch ist das wirklich so? Was bedeutet dieses schöne Wort überhaupt? Was schenkt uns das Gefühl von Zugehörigkeit? Wo sind wir wirklich zu Hause? Bekannte Christen schreiben darüber, was Heimat für sie bedeutet. Wo sie ein Zuhause gefunden haben. Was dieser Begriff mit ihnen macht. Und was ihnen dabei hilft, geerdet zu sein und doch den Himmel im Herzen zu haben. Spannende Einblicke in persönliche Lebensgeschichten und kluge Gedanken zu einem brandaktuellen Thema! Mit Beiträgen von Andrea Adams-Frey, Eva-Maria Admiral, Bianka Bleier, Tamara Boppart, Christina Brudereck, Michael Diener, Johannes Dyck, Astrid Eichler, Klaus Gerth, Uwe Heimowski, Reinhard Holmer, Uwe Holmer, Konstantin Mascher, Helmut Matthies, David Neufeld, Maria Prean, Eckhard Schaefer, Manfred Siebald, Nicola Vollkommer, Jürgen Werth, Marielle Wittwer, Daniel Zindel. Ulrich Eggers, Jahrgang 1955, leitet seit 2006 den SCM Bundes-Verlag und ist heute Verleger und Geschäftsführer der SCM Verlagsgruppe . Er lebt in Cuxhaven, ist verheiratet mit Christel und hat 4 erwachsene Kinder. Ehrenamtlich ist er 1. Vorsitzender von Willow Creek Deutschland und Leiter der Lebensgemeinschaft 'WegGemeinschaft e.V.' , die das christliche Tagungszentrum Dünenhof trägt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 03.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783417268621
    Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
    Größe: 2008 kBytes
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Heimat

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Eva-Maria Admiral

WIESO ICH HIER KEINE HEIMAT FINDE

Als Schauspielerin und Referentin bin ich beruflich viel unterwegs - fühle mich in Australien so viel oder so wenig "zu Hause" wie in Österreich oder auch Deutschland. Man ist nicht da daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern da, wo man verstanden wird. Ich liebe es, länger fernab von Europa zu arbeiten. Das fühlt sich oft wie eine zweite Geburt an - in der ich mich selber neu zur Welt bringe.

Was Heimat wirklich bedeutet, erfahre ich bei einem dramatischen Erlebnis auf der Intensivstation in Salzburg. Ein Erlebnis, das mein Leben für immer verändern wird.

Auftritt in Basel, Schweiz. Basel ist die letzte Station auf dieser 14-tägigen Tour. Ich spiele "Oskar und die Dame in Rosa" von E.-E. Schmidt, basierend auf einem fantastischen Roman - herausfordernd, sehr nah an meiner persönlichen Geschichte. Es erzählt den Verlauf einer Krebskrankheit bei einem Kind. Das Buch ist voller Humor, mit Tiefgang und Spiritualität geschrieben. Als ich es zum ersten Mal lese, begeistert es mich so sehr, dass ich daraus einen Theaterabend mache.

Seit Monaten spiele ich das Stück immer wieder in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Auch auf Kinderkrebsstationen, in Krankenhäusern, Schulen, Kultureinrichtungen - überall, wo Tod kein Tabu bleiben muss. Diesmal im Kulturhaus Basel. Ich kratze meine letzte Energie zusammen. "Letzte Station Basel, das schaffe ich noch. Und dann ab nach Hause", denke ich.

Wie immer, wenn mir etwas am Herzen liegt, gebe ich mehr als 100 Prozent auf der Bühne (übrigens zumeist auch im Leben). Danach bekomme ich Standing Ovations. Die Veranstalterin bedankt sich bei mir in der Garderobe: "Wenn ich Ihnen noch einen Tipp für die Zukunft geben darf: Sie geben zu viel. Sie verausgaben sich. Sie sollten Grenzen ziehen, besser auf sich achten, für sich sorgen. Sie geben ja nicht nur Ihre Arbeit, sondern gleich alles. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen, der Beruf könnte Sie kaputtmachen."

Nach der letzten Vorstellung großer Applaus - ja, man fühlt sich gesehen, wahrgenommen, gehört. Aber es geht an meine Substanz. Hinter der Bühne bin ich nur noch erschöpft. Nach fünf Darmverschlüssen, fünf Darmoperationen ist für mich schon seit 15 Jahren keine Nahrungsaufnahme ohne Schmerzen möglich. Nun ist der Darm so stark aufgebläht, dass man glauben könnte, ich sei im neunten Monat.
Unterwegs nach Hause

Nach der Vorstellung fahre ich die über 500 km zurück "nach Hause". Ich fühle mich sehr krank und schwach. Das ist soweit nichts Besonderes: Ich bin fast immer nach einer Tour krank. Ich denke mir daher auch diesmal nichts Schlimmes. Zu Hause angekommen, kann ich mich jedoch kaum noch bewegen. Ich ringe mich durch, die praktische Ärztin aufzusuchen. Sie schickt mich mit der Diagnose "schwere Grippe" wieder heim. Dort angekommen, kann ich das rechte Bein und den Kopf nicht mehr bewegen. Es fühlt sich an, als ob ich 40 Grad Fieber hätte.

Meine Assistentin Nelly sieht, dass ich die linke Körperseite nicht mehr bewegen kann und am linken Auge kaum noch sehe. Sie besteht darauf, mich ins Krankenhaus nach Salzburg zu bringen.

Eigentlich hatte ich beschlossen, mich ins Bett zu legen und die nächsten 24 Stunden zu schlafen. Ich möchte nirgendwo mehr hinfahren. Ich möchte nur noch schlafen, schlafen. Es fällt mir schwer, bei Bewusstsein zu bleiben.

Nelly bringt mich gegen meinen Willen ins Krankenhaus. Als wir dort ankommen, kann ich nicht mehr stehen und nicht mehr sprechen. Mit aller Kraft versuche ich, meinen Mund zu öffnen, aber es gelingt mir nicht mehr, auch nur ein Wort zu artikulieren - es kommen nur noch einzelne Laute aus meinem Mund. Hier ergreift mich das erste Mal Panik.

Irgendetwas Schreckliches passiert in meinem Gehirn - als ob es aufgrund des hoh

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