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Ist Allah oder Gott an allem schuld? Impulse für eine "Kirche der Freiheit" im 21. Jahrhundert von Ballod, Georg (eBook)

  • Verlag: Berg-Verlag
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Ist Allah oder Gott an allem schuld?

Der Autor Georg Ballod,Dr. theol., Dr. phil., geb. 1931 in Riga, Umsiedlung (1941) und Flucht aus Schroda/Polen (1945), Abitur in Stadthagen (1951), Studium der Evangel. Theologie und Philosophie in Göttingen und in Bonn, Nach dem Ersten Theol. Examen (1957) Vikar im Selbstständ. Vikariat in Hambach an der Weinstraße (1958). Zweites Theol. Examen 1960. Als ordinierter Pfarrer der Evangelischen Kirche der Pfalz an der Berufsschule in Kaiserslautern (1958/1964), Religionslehrer am Herzog-Wolfgang-Gymnasium in Zweibrücken (1964/69), Fachleiter für Evangelische Religion am Staatl. Studienseminar in Kaiserslautern, nebenher Ergänzungsstudium der Soziologie und Politikwissenschaft in Saarbrücken (1969/1975). Bis zum Ruhestand als Oberstudiendirektor Leiter des Ganztagsgymnasiums Weierhof am Donnersberg mit Internaten für Schülerinnen und Schüler (1975/1995).

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 81
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783981111200
    Verlag: Berg-Verlag
    Größe: 576 kBytes
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Ist Allah oder Gott an allem schuld?

IV.Koran und Bibel – zwei Bücher Gottes? (S. 21-22)

Der Koran: von Allah diktiert

Eine grundlegende Information über die Eigenart des Koran übernehme ich aus einer muslimischen Quelle (4/Vorwort). Es handelt sich um das Vorwort zu einer Koranausgabe, die von Muslimen als authentisch akzeptiert wird. Der Inhalt zur Frage über diesem Abschnitt spricht für sich selbst. Er lautet:

"Der Heilige Qur-ân wurde vom Propheten Muhammad (Friede und Segnungen Allahs seien auf ihm) Wort für Wort als Offenbarung von Allah, dem Einen Gott, in einer Zeitspanne von 23 Jahren empfangen. Es handelt sich beim Qurân also nicht um inspiriertes Menschenwort, sondern um wörtliche Offenbarung vom Schöpfer aller Wesen und Dinge".

Der Qurân umfasst die Grundlagen des Islam, in einem Satz das Gebot: "Liebe für alle, Hass für keinen." Seine 114 Suren sind nicht, wie es fälschlicherweise immer wieder zu lesen ist, der Länge nach geordnet, sondern in einem inneren Zusammenhang entsprechend der Weisung Allahs zusammengestellt worden. Der Prophet pflegte nach dem Erhalt einer Offenbarung dem Schreiber der Verse genau anzugeben, an welcher Stelle sie einzufügen seien. Er selbst rezitierte im Monat Ramadan den gesamten Qur ân in einer Reihenfolge, die später, unter dem Kalifat von Uthman, als kanonisch festgelegt wurde.

Die 6348 Verse des Heiligen Qur-ân umfassen auch die Eingangsverse, die sogenannte Basmallah, also den Vers: "Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen." Diese Zählweise, wiewohl in anderen Qur-ân-Ausgaben nicht so vorgenommen, findet Rückhalt in den Worten des Propheten Muhammad (Friede sei auf ihm), den sogenannte Hadith.

Häufige Wiederholungen bestimmter Geschichten mögen beim oberflächlichen Leser den Eindruck erwecken, es handle sich hierbei tatsächlich nur um Wiederholungen. In der Tat aber haben wir es mit der erneuten Nennung von für den Sachverhalt der einzelnen Suren wichtigen Punkten zu tun.

Allah spricht im Qur-ân über alltägliche Aufgaben, über Gebote und Verbote, die für ein reines Leben zu beachten sind, über Jenseits (in einer Metaphysik, die sich irdischer Vergleiche bedient), über Seine Barmherzigkeit, die jedes Ding umfasst (7:157), über das Strafgericht, über Wege zur Vergebung, denn eine ewige Verdammung findet keinen Platz im Islam.

Allah spricht dabei, je nach Lage, von Sich als Allah, als majestätisches "Wir", oder, einen bestimmten, starken Aspekt betonend, von "Er". Gott aber ist nicht männlich, sondern jenseits von Geschlechtlichkeit.

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