text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Morgen ist heute gestern Eine optimistische Reise in die Zukunft von Stevenson, Mark (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.06.2012
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Morgen ist heute gestern

Wie die Welt in 1000 Jahren aussehen wird, können wir nur vermuten. Wie dramatisch aber Technik, Wissenschaft und Forschung unser Leben in den kommenden zehn Jahren verändern werden, das hat Mark Stevenson herausgefunden. Und er nimmt uns mit auf eine atemberaubende Tour in die nächste Zukunft: Dort begegnen wir sozial agierenden Robotern (die gleichwohl unter Stimmungsschwankungen leiden), lernen Transhumanisten kennen (die eifrig auf das tausendjährige Leben hinarbeiten), touren mit Spaceshuttles durch die Wüste und entschlüsseln die Geheimnisse der Nanotechnologie. Dabei propagiert Stevenson keineswegs einen blinden Optimismus, sondern öffnet uns die Augen für die unfassbaren Möglichkeiten, die wir haben. Sein Fazit: Die besten Jahre liegen noch vor uns, freuen wir uns drauf!

Mark Stevenson, geboren 1971 in den Midlands in England, führt als Naturwissenschaftler und Stand-up-Comedian gewissermaßen zwei Leben: Tagsüber erarbeitet er Lernkonzepte für Museen und schreibt als Wissenschaftsjournalist u. a. für The Times und The Economist. Abends steht er auf der Bühne und erklärt dem staunenden Publikum, was für unglaubliche Optionen wir in Zukunft haben werden. Mark Stevenson lebt und arbeitet in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 04.06.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492956062
    Verlag: Piper
    Originaltitel: An Optimist s Tour of the Future
    Größe: 765 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Morgen ist heute gestern

Kapitel 1

Die gefährlichste Idee der Welt

Alter ist kein besonders interessantes Thema.

Jeder kann alt werden. Man muss nur lang genug leben.

GROUCHO MARX

Ich sitze im Zug nach Oxford und denke darüber nach, wie lange ich wohl noch leben werde. Das hat nichts damit zu tun, dass ich einen Untergang der menschlichen Zivilisation erwarten würde, und es ist auch keine Reaktion auf das Sandwich, das man mir gerade im Zug verkauft hat. Es hängt vielmehr damit zusammen, dass vor einigen Wochen unvermutet plötzlich Gevatter Tod an meine Tür pochte und fragte: "Was willst du mit dem Rest deines Lebens eigentlich anfangen?" (Wie sich herausstellte, klang der Sensenmann ganz ähnlich wie mein Vater.)

Wie immer die Antwort ausfallen mag, eines weiß ich sicher, nämlich dass sich meine Zukunft in einer völlig veränderten Welt abspielen wird. Denn wir müssen der Tatsache ins Auge blicken, dass gerade eine Revolution vonstattengeht. Die Bevölkerung nimmt sprunghaft zu, die Verstädterung der Erde schreitet unaufhaltsam voran (mehr als die Hälfte der Menschen leben schon heute in Städten), die Medizin heilt Krankheiten, die lange als unheilbar galten, 90-Jährige unternehmen Fallschirmsprünge, Geschäftsleute schicken Raumschiffe ins All, das Klima verändert sich, und das Wissen der Welt wird für jedermann zugänglich, der über einen Internetanschluss verfügt.

Deshalb begebe ich mich auf eine Reise, die mir, so hoffe ich, Aufschluss darüber bringen wird, wie meine Zukunft aussehen wird. Wird Krebs heilbar werden? Worin besteht die "Revolution der Biotechnologie"? Kommen nun endlich die Roboter? Worum geht es eigentlich bei der Nanotechnologie? Wie wird das Internet die Gesellschaft formen? Wie werden wir mit dem Bevölkerungswachstum zurechtkommen? Wenn sich das Klima verändert, wie wird sich dies auf uns auswirken und können wir etwas dagegen tun? Wird uns die Technologie ein Freund sein oder in weite Ferne enteilen und uns benommen und verwirrt zurücklassen? Und wie werden die Antworten auf all diese Fragen sich miteinander verflechten und unsere Lebensweise, unsere Arbeitswelt und unser Freizeitverhalten beeinflussen?

Ich möchte eine Antwort finden auf die persönlichste und bedeutendste aller Fragen, eine Frage, die wir alle uns stellen: "Was kommt demnächst auf uns zu?" Doch zunächst muss ich ermitteln, was unter "demnächst" zu verstehen ist. Oder anders ausgedrückt, wie viel Zeit mir noch bleibt. Wie weit muss ich in die Zukunft blicken?

Laut der amtlichen Statistikbehörde konnte in Großbritannien ein Mann, der im Jahr 1971 geboren wurde (wie ich), mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von etwas mehr als 69 Jahren rechnen. Derselben Quelle entnehme ich, dass ich im Jahr 2010, als 39-Jähriger, durchschnittlich weitere zehn Jahre zu erwarten habe. Allein der Tatsache, dass ich bis heute am Leben geblieben bin, habe ich anscheinend zusätzliche Lebenszeit zu verdanken.

Der Anstieg der Lebenserwartung ist gut dokumentiert. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist stetig um ungefähr ein Vierteljahr pro Kalenderjahr gestiegen, seit es einigermaßen verlässliche Aufzeichnungen darüber gibt (etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts). Manche meinen, dieser Trend werde sich im Gefolge des medizinischen Fortschritts weiter fortsetzen, vielleicht gar beschleunigen, und bald werde es Scharen von Hundertjährigen geben. Andere dagegen verweisen darauf, dass die statistische Zunahme der Lebenserwartung eher mit dem starken Rückgang der Kindersterblichkeit (insbesondere durch die erfolgreiche Bekämpfung der Tuberkulose) zusammenhänge. M

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen