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Revolution Anleitung für eine neue Weltordnung von Brand, Russell (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Revolution

Letzte Chance auf Weltrettung! Unser gegenwärtiges System dient dazu, den Reichtum einer kleinen Elite aufzublähen, während der Rest der Menschheit kleingehalten und unser Planet zerstört wird. Jeder weiß das, aber keiner tut etwas dagegen. Der ganze Kyoto-Kram - reduzieren wir den CO 2-Ausstoß um den Wert x bis zum Jahr y - ist jedenfalls nichts weiter als gequirlte Scheiße, meint Russell Brand. Eine bloße Geste, eine Alibiveranstaltung. In etwa so wie der Salat, den sie bei McDonald's anbieten. Um die Erde wirklich zu retten, muss das System grundlegend verändert werden. Wir müssen radikal umdenken, ja, wir brauchen eine Revolution. Und zwar jetzt gleich! Russell Brand ist Schauspieler, Radiomoderator und einer der erfolgreichsten Stand-up Comedians Großbritanniens. Seine Autobiografie My Booky Wook stand auf Platz 1 der Sunday-Times-Bestsellerliste. Mit seinen kontroversen Auftritten sorgte er immer wieder für Eklats. Zuletzt tourte er mit seiner Show Messiah Complex durch die Welt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641162757
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Revolution
    Größe: 865 kBytes
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Revolution

Kapitel 2

Gelassenheit jetzt

Die Situation, in der wir uns befinden, lässt sich nur als geisteskrank bezeichnen. Wie kommt es, dass dieses ungerechte, ausbeuterische System weiterhin am Laufen gehalten wird? Quentin Crisp, der scharfzüngige britische Dandy, dem Sting mit seinem Song An Englishman in New York ein Denkmal gesetzt hat, sagte einmal: "Charisma ist die Fähigkeit, Menschen unter Verzicht von Logik zu beeinflussen." Wenn dem so ist, dann müssen David Cameron, Donald Rumsfeld und Rupert Murdoch trotz ihrer einschläfernden Hackfressen von uns allen unbemerkt über einen Sex-Appeal wie Elvis verfügen, um diesen ungleichen Reigen weiterzutanzen.

Es gibt keinen logischen Grund, ein derlei ungerechtes und destruktives System aufrechtzuerhalten, insofern müssen diese unerkannten Sexbomben dahinterstecken. Das effektivste Werkzeug für die Aufrechterhaltung des Status quo ist unser Glauben, dass es nicht möglich sei, daran etwas zu ändern. "Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - wenn man von all den anderen absieht, die man von Zeit zu Zeit immer mal wieder ausprobiert hat." Diesen Satz sprach Winston Churchill, als er erfuhr, dass die Briten ihn nach dem Sieg Englands im Zweiten Weltkrieg abgewählt hatten.

Angeblich fiel ihm der Spruch in der Badewanne ein, was nicht unbedingt der beste Ort ist, um Epigramme abzusondern, vor allem, wenn man gleichzeitig seine Zigarre trocken halten muss. Auf jeden Fall ist es für die Eliten an der Spitze ganz praktisch, dass es keine Alternative zu diesem System gibt, in dem sie selbst einen mit unermesslichem Luxus ausgestatteten Elfenbeinturm bewohnen. Wie schön, dass keine Aussicht auf Veränderung besteht. Wie passend, dass jede Alternative, die infrage käme, entweder konsequent ignoriert oder vehement diskreditiert wird.

Die Einsicht, dass es möglich ist, mein Leben zu ändern und meinen klaren Verstand wiederzuerlangen, war ein integraler Bestandteil der Überwindung meiner Alkohol- und Drogensucht. Und ich bin der festen Ansicht, dass diese Einsicht auch auf gesellschaftlicher Ebene unabdingbar ist.

Sie haben vermutlich schon bemerkt, dass ich immer mal wieder Gott erwähne. Zumindest falls Sie nicht ausgerechnet der Typ sind, der auf seiner Jacht rumlungert und nur oberflächlich in diesem Buch herumblättert, während die russischen Schwestern herumnörgeln und der Schampus schal wird. Doch ehrlich gesagt sind Oligarchen ohnehin nicht die Zielgruppe dieses Buchs. Falls Sie trotzdem einer sind, möchte ich Sie bitten, das Buch für die Nachwelt an Deck abzulegen und sich ins salzige Nass zu stürzen.

Der Grund, warum ich Gott immer wieder erwähne, ist, dass ich an Gott glaube. Das mag für eine Menge Leute überraschend klingen - immerhin haben wir 2015, und wir leben in einer technologisch fortgeschrittenen, säkularen Kultur.

Gott wird heutzutage in erster Linie in Verbindung gebracht mit beschränkten Weißen und zornigen Dunkelhäutigen. Der (verstorbene) Friedrich Nietzsche hat Gott zwar für tot erklärt, doch seitdem beobachten wir eine Entwicklung, die der britische Autor G. K. Chesterton so beschrieben hat: "Dass Gott tot ist, bedeutet nicht, dass die Menschen nunmehr an gar nichts mehr glauben, sondern im Gegenteil, dass sie bereit sind, an so gut wie alles zu glauben."

Ich bin dafür ein gutes Beispiel. Als Dreizehnjähriger glaubte ich an Lakeside, als Achtjähriger an Kekse, mit siebzehn war ich fanatischer Wichser und mit neunzehn begeisterter Drogenkonsument, bevor ich schließlich im Kloster des Prominentendaseins landete.

Im Anschluss an meinen ebenso aufschlussreichen wie verwirrenden Besuch bei der Eröffnung des Mind Shop, stattete ich meiner alten Schule einen Besuch ab, einerseits um zu sehen, ob sie tatsächlich so schlimm war, wie ich sie in Erinnerung hatte, andererseits um festzustellen, ob es damit vielleicht noch weiter abwärts gegangen war. Jedes Mal wenn ich

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