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Trump verrückt die Welt von Graw, Ansgar (eBook)

  • Verlag: Herbig
eBook (ePUB)
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Trump verrückt die Welt

Seit 1945 gab es weltweit keinen politischen Tsunami von dieser Gewalt und mit derart umfassenden Auswirkungen. Der neue US-Präsident rüttelt an sämtlichen vermeintlichen Grundfesten der internationalen Politik sowie der amerikanischen Selbstverortung. Donald Trump bietet viele Angriffsflächen. Seine Politik und Rhetorik ist womöglich gefährlich für die USA und die Welt. Aber Trump kam nicht aus dem Nichts, sondern war Ergebnis einer demokratischen Wahl. Die Obama-Administration hatte ihren Anteil am Aufstieg dieses Mannes. In 'Trump verrückt die Welt' erklärt Ansgar Graw Trump erstmals durch Amerika und die Amerikaner. Graws Fazit: Der Sieg Trumps ist kein Betriebsunfall der amerikanischen Geschichte, sondern gründet auf wichtigen historischen und kulturellen Traditionen. Wenn Europas Politiker und Intellektuelle nicht begreifen, wie es zum Aufstieg Trumps kommen konnte, drohen ähnliche Entwicklungen auf dem alten Kontinent, wo wichtige Wahlen vor der Tür stehen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783776682687
    Verlag: Herbig
    Größe: 11316 kBytes
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Trump verrückt die Welt

1 Wer ist Donald Trump?

Er ist der unbeliebteste Präsident seit Erfindung der Meinungsforschung, und er hat reale Chancen, 2020 wiedergewählt zu werden - oder krachend zu verlieren. Die dritte und vierte Option des Donald Trump: Er könnte vorher einem Amtsenthebungsverfahren zum Opfer fallen oder schlicht aus gesundheitlichen Gründen zum Abschied von der Macht gezwungen werden. Der Mann, der Amerika spaltet, die Institutionen der ältesten Demokratie infrage stellt und das Ordnungsgefüge der Welt verrückt, ist als Faszinosum in den Wahlkampf gestartet, hat allein schon durch seinen Wahlsieg die Geschichte verändert und bleibt, auf dem Weg zu den Zwischenwahlen im November 2018, ein Mysterium.

Ein gängiger Vergleichswert sind die Akzeptanzwerte eines Präsidenten nach 100 Tagen im Amt. Trump kam dabei laut Gallup auf 43 Prozent Zustimmung. Sämtliche Vorgänger erreichten zu diesem Zeitpunkt ihrer Präsidentschaft bessere Werte: Barack Obama und George W. Bush kamen auf 62 Prozent Zustimmung, Bill Clinton auf 55 Prozent, George H.W. Bush auf 56 Prozent, Ronald Reagan auf 67 Prozent und Jimmy Carter auf 63 Prozent.

Dabei hatte Trump neben vielen Pannen und Peinlichkeiten von Beginn an auch Erfolge vorzuweisen, die gern übersehen werden angesichts der vielen Angriffsflächen, die er bietet. Zwar lässt sich nur schwer messen, wie viel dieser Präsident zur Beschleunigung einer bereits zuvor eindeutigen Entwicklung beigetragen hat, aber die Arbeitslosigkeit in den USA erreichte im Mai 2017 den niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Erkennbar wurde Trumps Amtsantritt von einem neuen Optimismus in der Wirtschaft begleitet. Der Dollar zog gegenüber dem Euro an. Und doch: Amerika bleibt so tief gespalten, wie es bei der Wahl des Milliardärs im November 2016 war. Jene knappe Hälfte der Bevölkerung, die Trump über das electoral college der einzelnen Bundesstaaten ins Amt brachte, steht in Umfragen treu zu ihm und wählte bei Nachwahlen in den US-Kongress im April und Mai 2017 in Kansas und Montana jeweils republikanische Kandidaten. Die andere Hälfte hält den Präsidenten für eine intellektuelle, moralische und politische Zumutung. Dass Trump im Mai 2017 den FBI-Chef James Comey feuerte, dessen Behörde die Ermittlungen zu Russlandkontakten seines Wahlkampfteams leitet, ließ renommierte Verfassungsrechtler wie den Harvard-Professor Laurence Henry Tribe ein Amtsenthebungsverfahren fordern. Selbst Republikaner äußerten sich bestürzt.

Auf internationaler Bühne überwiegt die Verunsicherung. Der neue Mann im Weißen Haus verrückt die Welt durch seine Sprunghaftigkeit ein Stück weiter ins Unkalkulierbare. Die Berechenbarkeit der USA schwindet. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte im Mai 2017 nach dem G-7-Treffen in Italien, an dem Trump erstmals teilgenommen hatte: "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück weit vorbei." Der SPD-Fraktionschef im deutschen Bundestag, Thomas Oppermann, bezeichnete den amerikanischen Präsidenten als "Sicherheitsrisiko für den Westen", der die Zusammenarbeit der Geheimdienste infrage stelle, weil "man annehmen muss, dass er brisante Informationen an russische Vertreter weitergibt". Diese Zweifel an der bisherigen Weltführungsmacht fallen in eine Zeit zunehmender Krisenherde: Syrien und der Irak, Europas Migrantenkrise, Ankaras Abschied vom Säkularismus, islamistischer Exportterror, der Jemen, Nordkorea, die Ukraine, Russlands Cyberkrieg, wie immer Nahost, Chinas territoriale Ambitionen, dazu die längst nicht gelöste Euro-Krise und eine Sinnfrage der Europäischen Union insgesamt. In den Niederlanden, in Österreich, Schweden, Dänemark, der Slowakei, Ungarn, Polen oder Deutschland erfahren rechte Parteien ungeahnten Zulauf. In Frankreich verlor die von Trump indirekt favorisierte Marine Le Pen im Mai 2017 die Stichwahlen; aber wenn Präsident Emmanuel Macron jetzt nicht grundsätzliche Reformen gelingen, pocht die Fr

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