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Typisch Amerikanerin von Grell, alBert (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
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Typisch Amerikanerin

Ein ehrlicher und authentischer Blick auf das Leben in den USA. In den in zahlreichen Begegnungen geht es um die lauten und leisen Töne, Leichtsinn und Schwermut, Liebe und Tod aber auch um Heimtücke und andere niedere Motive in den Lebenslinien von Amerikanerinnen, dies läßt den Leser nachdenklich verweilen. Herausragend besonders positiv die Freundschaft des Autors zu seiner Freundin und Mentorin in New York. Dem entgegen steht die grausame Lebenserfahrung eines der Protagonisten, seine Ehefrau, eine gefährliche Psychopathin, deren zerstörerische Kräfte alle anderen Lebenslinien verblassen läßt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 340
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783746021850
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 609kBytes
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Typisch Amerikanerin

Dinner in New York

Wir sind in eine Art Bistro gegangen und setzten uns an die Theke. Dort wurde Craft Beer von der bereits kultisch verehrten New Yorker Brooklyn Brewery ausgeschenkt, ein Bier das wegen seiner speziellen Hopfensorten nach Pfirsich oder Zitrone schmecken soll. Ein amerikanischer Trend, sie lieben auch Biere mit Erdbeergeschmack und ähnlich eigenwillige Geschmacksrichtungen. Dies ist der allgemeine Trend, aber auch zum guten Bier. Die urbanen Eliten in den USA haben schon lange keine Freude mehr an der labbrigen dünnen Brühe der großen Brauereien Budweiser oder Miller. Junge pfiffige Leute fingen nicht nur in Brooklyn an, ihr Bier selbst zu brauen. Ein Trend, der sich inzwischen auch in Deutschland ausbreitet.

Als ich die erstaunlich schöne und aufwendig gestaltete Speisekarte studierte wurde aus dem Staunen schnell ein leichtes Schaudern. Es gab nicht wie in China erlebt, geschälte und gebratene Hühnerfüße oder Hahnenkämme im Angebot, jedoch den kompletten Mist, der einem von der Ost- bis zur Westküste also auf zehn Millionen Quadratkilometern Fläche begegnet. Wieder einmal hatte sich bewahrheitet, je einfallsloser die angebotenen Speisen, desto aufwendiger die Speisekarte. Die Speisekarte bestand aus drei Sorten von sandwichartigen Gebilden und drei Salaten, dazu vier Salatsoßen zur Auswahl. Weiter gab es Clam Chowder, dies ist eine in USA beliebte mit viel Speisestärke angedickte Suppe aus Miesmuscheln. Außerdem Schnitzel, oder was sie dort so nennen, in einem halben Dutzend Variationen, die immer als "entrées" angeboten werden, womit seltsamerweise die Hauptspeise gemeint ist - frankophile Amerikaner haben da scheinbar etwas falsch verstanden.

Dies war nun die Essensauswahl anläßlich der Einladung. Wobei Franks Gedanke an Schnitzel möglicherweise meiner deutschen Herkunft zuzuschreiben war. Denken doch viele in Deutschland ernährt man sich hauptsächlich von Schnitzel, Sauerkraut und Bratwurst. Die Herkunft bindet an das Heimatland und sofort wird eine Bilderwand aktiviert, wobei für die Differenzierung kein Platz mehr ist. Meistens wollen die Fragenden die Bilderwand in ihrem Kopf bestätigt sehen. In Begegnungen sehen wir in den anderen immer nur unsere Vorstellungen, die wir von diesen haben, nicht den Menschen selbst.

Weil alles Deutsche gerade hip ist, kann man sich in NY in dem als hip geltenden Stadtteil Williamsburg bis zum East Village und sogar in Harlem an deutschem Bier, Bratwurst und Schnitzel erfreuen.

Mein Gedanke anläßlich der Essenseinladung war: ist der sparsam oder vielleicht doch kein Geschäftsmann wie vorgegeben? Es war eine Einladung und ich wollte eigentlich nicht unhöflich sein, trotzdem sagte ich zu Frank

"Eine Essenseinladung habe ich mir eigentlich anders vorgestellt, denn eigentlich wollte ich in ein richtiges Restaurant".

Meine Kritik an der Lokalität beinhaltete gleichzeitig eine gewisse Undankbarkeit, dies war mir bewußt. Frank erwiderte zunächst "Ich komme immer hierher!"

Schließlich hat er es verstanden und wir gingen in ein schickes Restaurant, ins Marriot Marquis, das einzige sich drehende Dach-Restaurant in New York. Eine Absicht, die ohne vorherige Reservierung schnell in eine Warteschlange, mit der Wartezeit von einer Dreiviertelstunde, hätte einmünden können - Please wait to be seatet - Bitte warten sie bis man sie hinsetzt.

Viele Edelrestaurants in NY reservieren nur noch ab vier Personen, weil die Tische vier Sitzplätze haben. Eine Einzelperson hätte da ganz schlechte Karten. Apropos Karten: die Reservierung in besonders noblen Etablissements erfolgt nur gegen Vorabangabe der Kreditkartennummer. Sich den Bauch vollschlagen und später nicht bezahlen können, weil die Karte gesperrt ist, klappt nicht. Für die, die gar nicht auftauchen wird sogar eine Strafgebühr abgebucht, die sogenannte "No-Show-Fee". Was das Angebot an Speisen und vor allem die Zubereitung anbelangt ist in sog

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