text.skipToContent text.skipToNavigation

Von Menschen, Zellen und Waschmaschinen Anstiftung zur Rettung der Welt von Schroeder, Renee (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.01.2014
  • Verlag: Residenz
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Von Menschen, Zellen und Waschmaschinen

Wir müssen uns selber neu erfinden! Die Biochemikerin Renée Schroeder lernt von Zellen und Bakterien, wo es kontrolliertes Wachstum und selbstloses Verhalten gibt. Denn angesichts von zügellosem Wirtschaftswachstum und explosionsartiger Zunahme der Weltbevölkerung ist heute eines klar: So kann es nicht weitergehen. Eine neue Gesellschaft mit neuen Werten muss gefunden werden, in der Qualität über Quantität steht. Renée Schroeder schlägt Brücken zu ihrer Forschung und zeigt auf, wie wir uns und den Planeten retten können. Das wichtigste Gebot aber lautet: Denke weiter! Eine furchtlose Streitschrift, ein Plädoyer für die Verantwortung, ein Aufruf zum Umdenken - ein Buch, das Mut macht.
Renée Schroeder geboren 1953 in João Monlevade, Brasilien, studierte Biochemie in Wien und New York, Habilitation in Genetik, seit 2005 leitet sie das Department für Biochemie an der Universität Wien. 2001-05 Mitglied der Bioethik-Kommission der österreichischen Bundesregierung, seit 2010 ist sie Mitglied des Rates für Forschung und Technologieentwicklung. 2002 war sie Österreichische Wissenschaftlerin des Jahres, 2003 erhielt sie den Wittgenstein-Preis, im selben Jahr wurde sie als eine der ersten Frauen Wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 14.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783701744626
    Verlag: Residenz
    Größe: 1319 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Von Menschen, Zellen und Waschmaschinen

VORWORT
Sollten wir unsere Zukunft nicht besser gestalten?
Oder: Weiterhin ein unbequemer Weg
Wir Menschen befinden uns an einem Wendepunkt. Das können wir nicht leugnen. Unser Wachstum hat eine Grenze. Das ist eine einfache Milchmädchenrechnung. Wir tun aber so, als ob es immer so weitergehen müsste. Immer weiter, immer schneller! Wir wissen zwar nicht, wohin die Reise geht, aber Hauptsache, wir sind als Erste dort (frei nach → Helmut Qualtinger)!
Wir fühlen zwar, dass es nicht so weitergehen kann, jedoch sind wir Weltmeister im Leugnen und im Selbstbetrug. Wir leben so, als gäbe es ein Leben nach dem Tod, so, als müssten die Wirtschaft und die Bevölkerung des jeweils eigenen Landes (nicht die Weltbevölkerung!) ewig weiterwachsen, damit es genug Arbeitsplätze gibt und die Pensionen gesichert sind. Doch werden wir, die leidvoll nach Erkenntnis streben, ständig davon abgehalten, der Tatsache ins Auge zu sehen, dass wir sterblich sind, dass das Wachstum eine Grenze hat. Und dass wir uns etwas Neues einfallen lassen müssen.
Im Bewusstsein, dass wir nur EIN Leben haben und dass wir nach dem Tod eben nicht mehr "sind": Sollten wir dann nicht dafür sorgen, dass dieses eine wertvolle Leben erfolgreich ist? In unserem individuellen Sinn erfolgreich, versteht sich. Unsere Einstellung zur Zukunft und zum Leben ändert sich existenziell, wenn wir uns nicht auf ein Leben nach dem Tod einstellen (können).
Warum dieses Buch? Eine Fortsetzung von "Die Henne und das Ei"? Ja! Eine Weiterentwicklung und mit dem gleichen Konzept. Eine ähnliche Übung. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens! Nicht mehr nach dem Ursprung des Lebens. Diesen haben wir ja bereits begriffen. Der Sinn des Lebens ist ein → Mem, eine idealisierte menschliche Erfindung. Wir haben zwar erkannt, dass wir dem Leben einen Sinn geben können. Aber was nun?
Zurück zu den drei dringendsten Fragen: Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Die ersten zwei Fragen können wir systematisch angehen und das Puzzle Stück für Stück zusammensetzen. Das erledigen tausende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen für uns. Aber die dritte? Was machen wir mit dieser dritten Frage? Wohin gehen wir? Sollen wir ein Orakel fragen? Aladins Lampe reiben? Oder suchen wir nach der weisen Fee, die uns diese dritte Frage beantworten könnte?
Wohin wollen wir gehen?
Diese Frage hat es in sich! Denn die Zukunft gibt es ja noch nicht! Sie steht noch nicht fest. Niemand kann sie kennen – manches lässt sich vielleicht erraten, aber da es das Kommende noch nicht gibt, macht es auch keinen Sinn, es vorab herausfinden zu wollen. Wäre ja totaler Humbug! Und wenn wir ehrlich sind, wollen wir es gar nicht kennen. Es wäre das Ende unserer → Kreativität, denn dann hätten wir ja keinen Einfluss mehr darauf, wir wären vollkommen ohnmächtig. Wenn alles vorbestimmt wäre, hätten wir keine Aufgabe mehr. Dann wäre wirklich alles sinnlos.
Und genau das ist der Punkt: dass es keinen Sinn macht, die Zukunft vorhersehen zu wollen, sondern dass es unsere einzigartige Chance ist, sie selbst zu gestalten. Ja! Selbst gestalten! Aber wie sollen wir sie gestalten? Haben wir überhaupt Einfluss darauf, wie die Zukunft aussehen wird? Genau darum geht es in diesem Buch. Ich möchte gerne animieren zu überlegen, was wir aus unserem Leben machen wollen und wie wir die Zukunft unseres Planeten Erde gestalten können. Haben wir die Wahl? Haben wir den → freien Willen zu erkennen, was sein sollte, um dann auch danach zu handeln? Ja, viel mehr noch

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen