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Wie wir uns morgen bewegen werden 88 Innovationen für die Mobilität von Markmann, Christoph (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.07.2015
  • Verlag: Redline Verlag
eBook (ePUB)
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Wie wir uns morgen bewegen werden

Megatrends wie Globalisierung oder Urbanisierung haben insbesondere auf einen Bereich gravierende Auswirkungen, und zwar auf Verkehr, Logistik und Mobilität. Die reibungslose Bewegung von Menschen, Waren und Daten ist daher auch eine der größten Herausforderungen, der sich Gesellschaft und Unternehmen stellen müssen. Christoph Markmann, Bernadette Förster und Heiko von der Gracht haben 88 grundlegende Entwicklungen zusammengetragen, die das Potenzial haben, unsere Mobilität massiv zu beeinflussen. In kurzen Steckbriefen werden diese Innovationen vorgestellt, mit Angaben zu den Entwicklern, den interessantesten Eckdaten und einer genauen Analyse der Chancen und Risiken, die das jeweilige Projekt für Unternehmen, Politik und Gesellschaft hat. Vom künstlichen Arm und dem Bergbau im Weltall über die Dritte-Hand für Vielbeschäftigte, vertikale Gärten, telepathische Roboter und fliegende Postboten bis hin zum Pilz-Auto wird ein von vielfältigen innovativen Konzepten getragener Bogen gespannt. Das Buch zeigt, was uns morgen bewegen wird, und bietet den Unternehmen einen Ausblick auf die eigenen Chancen Dr. Christoph Markmann ist Diplom-Ingenieur für Technologiemanagement und Lasertechnologie. Im Rahmen des EffizienzClusters LogistikRuhr entwickelte er mit Industriepartnern den Prototypen einer Software zur strategischen Vorausschau. Aktuell ist er als Manager für strategische Projekte eines der größten Pharmahandelsunternehmen Europas tätig. Dr. Bernadette Förster ist Diplom-Wirtschaftsingenieurin mit den Schwerpunkten Maschinenbau im Bereich Produktionstechnik und nachhaltiger Unternehmensführung. Sie ist derzeit als Produktionsplanerin und Energiebeauftragte bei einem namhaften Automobilhersteller tätig und nimmt Lehraufträge an deutschen Hochschulen wahr. Dr. Heiko von der Gracht ist Leiter des Thinktanks für Zukunftsmanagement des von KPMG geförderten Institute of Corporate Education e. V. (incore) und einer der führenden Experten für Zukunftsforschung in Deutschland. Im Redline Verlag ist von ihm bereits Survive erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 11.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864147418
    Verlag: Redline Verlag
    Größe: 65262 kBytes
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Wie wir uns morgen bewegen werden

Teil I:
Mobilität - die Branche der Zukunft

Kein Überleben ohne Zukunftsbewusstsein

Womit haben Sie Ihre ersten Fotos fürs Familienalbum gemacht? Klar, mit Kompakt- oder Spiegelreflexkamera. Wo sind Leica, Kodak, Polaroid, Agfa und Praktica heute? So ist das mit der Zukunft: Die einen werden übel von ihr überrascht, sodass sie sich mühsam wieder aufbauen müssen, die anderen machen auch in Zukunft gute Geschäfte. Warum?

Die Antwort kommt mit einem einzigen Wort aus: Zukunftsmanagement. Dazu ist noch nicht einmal ein Zusatzstudium nötig. Ein wenig Zukunftsbewusstsein und guter Wille reichen völlig. Leider hapert es an beidem, wie die beiden US-Wissenschaftler Hamel und Prahalad belegen. Schon vor Jahren stellten sie empirisch fest, dass sich der durchschnittliche Manager lediglich 2,4 Prozent seiner Zeit mit der langfristigen Entwicklung seiner Branche und seines Unternehmens befasst - das sind gerade mal 14 Minuten und 24 Sekunden eines Zehn-Stunden-Tages [1]. Kein Wunder, dass die meisten Unternehmen ihre eigene Zukunft nicht erleben.

Diese fatale Zukunftsschwäche kennt auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), weshalb es seit Jahren Vorhaben wie den EffizienzCluster LogistikRuhr fördert. Eines der Verbundprojekte dieses Clusters, der Competitiveness Monitor (CoMo), hat in seinen drei Jahren explizit diese Schlüsselkompetenz für unternehmerischen Erfolg in Mobilität und Logistik erforscht [2]. Damit hat das Projekt maßgeblich zu einem der sieben Leitthemen des Clusters beigetragen: Aktivierung von Clusterpotenzialen. Das ist das Stichwort.

Eine Studie von A.T. Kearney [3] im Jahr 2011 zeigt: Aktivierung lohnt sich. Vor allem, wenn es um das Zukunftsbewusstsein von Managern geht. Unternehmen, die zehn Jahre oder länger planen, erreichen ganz eindeutig einen um das Mehrfache höheren Total Shareholder Return als zukunftsschwache Unternehmen. Warum zahlt sich das aus? Weil diese Unternehmen über ein geschärftes Zukunftsbewusstsein verfügen - und weil das zehnjährige Vorausplanen beweist, dass sie jene Instrumente zur Bewältigung unsicherer Entwicklungen beherrschen, die weitaus besser zum Umgang mit den Herausforderungen der Zukunft geeignet sind als die übliche lineare Extrapolation (Fortschreibung mit Prozentaufschlag). Und weil eine so lange Zeitspanne eben nachhaltig ist. So langfristig planende Unternehmen lassen sich nicht vom Tagesgeschäft oder von Vorstandsvorlieben in die Irre führen. Sie verfolgen langfristige Ziele, sie laufen sozusagen synchron mit der Zukunft. Wie schaffen sie das?

Im Grunde genommen mit exakt dem, was Sie gleich erleben werden: mit verrückten Ideen. Zugegeben, das ist nicht der wissenschaftliche Ausdruck. Aber es ist der springende Punkt: Überraschungen. Wenn wir mit Entscheidern und Unternehmenslenkern sprechen, zum Beispiel über den Aufzug ins Weltall (S. 196), zeigen sich die einen von so einer "verrückten Idee" überrascht bis befremdet, während die anderen bereits nach dem Business Case, Investitionsoptionen und den Konsequenzen für die eigene Branche fragen. So weit ein Aufzug in den Orbit hergeholt sein mag, er trifft genau die Herausforderung: Zukunftskompetente Entscheider rechnen heute schon mit "total verrückten" Ideen - im Sinne des Wortes. Sie rechnen das schon mal durch. Was das kosten könnte, mit wie viel Einsatz man dabei sein könnte, wie sich das für wen auszahlen könnte. Wirklich überrascht werden dann immer nur jene, die in zehn oder 20 Jahren vom Markt fliegen. Weil sie nicht sehen wollten oder konnten, was Sie gleich sehen werden. Was werden Sie sehen?

Verrückte, bahnbrechende, hochinnovative, Branchen auf den Kopf stellende oder einfach einen Teilprozess wesentlich verbessernde Ideen - technisch-organisatorischer Art. Natürlich gibt es noch viele andere Arten bestechender Ideen - soziokultureller, politischer, ökologischer, ökonomischer und rechtlicher

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