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Handymania Wie das Mobiltelefon unser Leben verändert hat von Burkart, Günter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.05.2007
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (PDF)
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Handymania

1983 wurde das weltweit erste kommerzielle Mobiltelefon vorgestellt. Mittlerweile besitzen in Deutschland fast jeder Jugendliche und die meisten Erwachsenen ein Handy. Was führte zum Erfolg dieses weltweit genutzten Kommunikationsmittels und worin liegt seine Faszination?

Günter Burkart ist Professor für Soziologie an der Universität Lüneburg.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 21.05.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593413327
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 2560 kBytes
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Handymania

In diesem Buch geht es um die Auswirkungen dieses kleinen faszinierenden Objekts auf unser Leben. Das Handy ist weit mehr als eine technische Innovation. Es kann dazu beitragen, soziale Beziehungen zu erleichtern, es kann aber auch zu neuen Problemen führen, an die vorher niemand gedacht hatte. Am Beispiel des Mobiltelefons lassen sich daher nicht nur Veränderungen der Praxis des Telefonierens aufzeigen, sondern auch Aspekte des kulturellen Wandels im Allgemeinen. Dabei stellen sich Fragen folgender Art: Welche Lebensweise wird durch das Handy begünstigt und welche Wertvorstellungen werden damit gefördert? Welche Einflüsse auf soziale Beziehungen lassen sich feststellen, wie verändert sich die Gesprächskultur? Wie wird überhaupt ein technisches Produkt in seinem gesellschaftlichen Gebrauch zu einem kulturellen Objekt? Dabei sind die Nutzungsmöglichkeiten des Gerätes vielfältig, und sie hängen nicht nur von der technischen Entwicklung ab, sondern genauso oder vielleicht noch mehr von den kulturellen Bedeutungszuschreibungen. Des weiteren geht es um die Frage neuer Kontrollmöglichkeiten, die sich mit dem Mobiltelefon eröffnet haben. Die zunehmende Verlagerung der Kommunikation in die Öffentlichkeit, verbunden mit einer größeren Flexibilität der sozialen Beziehungen, führt nach Ansicht mancher Beobachter zu größerer Freiheit oder Unverbindlichkeit. Es könnte aber auch sein, dass die Kontrolle zunimmt, auch in Form einer Intensivierung der Selbstkontrolle. Das Buch gliedert sich in vier Hauptteile. Im ersten Teil wird zunächst eine kultursoziologische Sichtweise von Technik skizziert, die als allgemeiner theoretischer Rahmen dient. Außerdem umfasst der erste Teil eine Darstellung der historischen Entwicklung sowie der wirtschaftlichen Bedeutung der Telekommunikation. Im zweiten Teil geht es um die Auswirkungen des Handy-Gebrauchs auf soziale Beziehungen, Störungen der Kommunikation und Kontrollmöglichkeiten. Im dritten Teil wird der Schwerpunkt auf die Entwicklung der Funktionen gelegt, die aus dem Handy 'mehr als ein Telefon' gemacht haben. Schließlich geht es im letzten Teil um die möglichen Auswirkungen dieser Veränderungen auf die gesellschaftliche Entwicklung, um die Frage, ob das Handy ein postmodernes Kulturobjekt ist und wie sich das Leben mit ihm in der Zukunft gestalten könnte. In den letzten Jahren ist die Forschung zum Mobiltelefon vor allem international angewachsen. Im deutschen Sprachraum fehlt es bisher an einer zusammenfassenden Darstellung der zahlreichen Einzelergebnisse. Auch fehlt es an Versuchen einer theoretischen Integration diverser Einzelergebnisse. Das vorliegende Buch will diese Lücke schließen. Eine kultursoziologisch angeleitete theoretische Bilanz scheint auch deshalb notwendig, weil auf diesem Gebiet zwei Arten von Publikationen dominieren: auf der einen Seite zeitdiagnostische Interpretationen, gelegentlich mit wilden Spekulationen und häufig mit gewagten Schlussfolgerungen. Die empirische Basis solcher Überlegungen ist oft sehr dünn, wie besonders im IV. Teil deutlich wird. Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe empirischer Studien darüber, wie lange, wann, wo und wozu mit dem Handy telefoniert wird - aber man weiß nicht immer so recht, ob man dadurch etwas Interessantes erfährt. Abgesehen von der kritischen Sichtung der Forschungsliteratur und von Materialien wie Werbeanzeigen und Zeitungsartikel, stützt sich das Buch auf Erkenntnisse einer Untersuchung an der Universität Lüneburg, die ich von 1999 bis 2005 durchgeführt habe. Dabei wurden von studentischen Mitarbeitern und mir selbst insgesamt 60 Interviews mit Einzelpersonen im Raum Lüneburg/Hamburg und in Berlin durchgeführt. Dazu kamen Befragungen in einigen Schulklassen sowie einige kleinere Experimente und systematische Beobachtungen. Es handelt sich hierbei nicht um eine repräsentative Befragung mit statistischen Methoden, sondern um eine Studie im Sinne der qualitativen Sozialforschung. Das he

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