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Gesellschaftliches Engagement von Benachteiligten fördern - Band 2 Methodische Anregungen und Praxisbeispiele für die Offene Kinder- und Jugendarbeit von Sturzenhecker, Benedikt (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.10.2015
  • Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
eBook (ePUB)
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Gesellschaftliches Engagement von Benachteiligten fördern - Band 2

Wie können Fachkräfte in der täglichen Jugendarbeit Projekte gesellschaftlichen Engagements und demokratischer Partizipation fördern? Der zweite Band 'Gesellschaftliches Engagement von Benachteiligten fördern' beantwortet diese Frage. Er liefert detaillierte und vielfältige methodische Anleitungen für die Umsetzung im Alltag. Die hier beschriebenen Methoden wurden in praxisorientierten Modellprojekten erprobt. In der Offenen Kinder- und Jugendarbeit angewendet, bieten sie die Basis, um benachteiligten Kindern und Jugendlichen einen praktischen und machbaren Zugang zu gesellschaftlichem Engagement und demokratischer Beteiligung zu sichern. Es wird gezeigt, wie man Potenziale nutzt, um daraus kleine und realistische Projekte im Jugendhaus und Stadtteil zu entwickeln.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 06.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783867937092
    Verlag: Verlag Bertelsmann Stiftung
    Größe: 3711 kBytes
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Gesellschaftliches Engagement von Benachteiligten fördern - Band 2

Die wichtigsten Erfahrungen

Die Fachkräfte des Magnet haben erfahren, dass sie den Jugendlichen etwas zutrauen können. Denn obwohl diese als benachteiligt gelten, haben sie Fähigkeiten, die auch mit pädagogischer Unterstützung entfaltet werden können. Dabei ist es für Torsten König wichtig gewesen, "nicht zu große Schritte" zu gehen und sich "von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen". Die positiven Erfahrungen des Teams haben dazu geführt, dass es den Jugendlichen künftig mehr Beteiligung im Jugendhaus ermöglichen will. So möchte es den Jugendlichen die Beteiligung an Bewerbungsverfahren mit neuen Fachkräften eröffnen und den Thekendienst im Kinderbereich von ihnen organisieren lassen.

Die Jugendlichen haben erfahren, dass es Erwachsene gibt, die ihnen zutrauen, dass sie sich mit ihren Interessen und Themen selbstbestimmt einbringen und so das KJH mitbestimmen und mitgestalten können. Dies eröffnet ihnen Möglichkeiten zur Subjektbildung als gleichzeitige Erfahrung von Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Mitbestimmung - wenigstens in der kleinen Gesellschaft des Jugendhauses.
"Ausgezeichnet!"

Mit der angeleiteten Übernahme von Eigenverantwortung für den Jugendbereich hat das Magnet einen wichtigen Schritt hin zu einem gesellschaftlichen Engagement der Jugendlichen vollzogen. Die Fachkräfte haben den Jugendlichen Mündigkeit unterstellt, was wiederum diesen die Möglichkeit eröffnet hat, eigen- und mitverantwortlich ihre Einrichtung zu gestalten und sich den Jugendbereich als ihren Raum anzueignen. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat es Torsten König geschafft, vertrauensvolle Beziehungen zu den Jugendlichen aufzubauen. Dies ist eine wichtige Basis für die weitere Förderung gesellschaftlichen Engagements.

Kinder- und Jugendhaus OASE

Leitung: Thomas Kunde

beteiligte Fachkräfte: Thomas Kunde, Jeanette Renning

Träger: Jugendamt Landeshauptstadt Magdeburg

Anzahl der Besucher/-innen: täglich etwa 40

Engagementprojekt: Graffiti-Projekt, viertägige Jugendfreizeit in der Einrichtung

Adresse: Pablo-Neruda-Straße 11, 39126 Magdeburg
Ziele und Schwerpunkte der Einrichtung

Das Kinder- und Jugendhaus OASE hat sich in den letzten Jahren, wie viele Kinder- und Jugendeinrichtungen in Deutschland, zu einem Stadtteilzentrum entwickelt, das sich nicht allein auf die Jugendlichen konzentriert, sondern auch Angebote für Kinder und Eltern organisiert. Die Jugendlichen stehen damit nicht mehr allein im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Die Teilnahme an GEBe war mit der Hoffnung verknüpft, den Fokus wieder auf diese Altersgruppe zu richten. Wir wollten "zurück zu den Wurzeln der Offenen Kinder- und Jugendarbeit", so Thomas Kunde. Insbesondere erhoffte sich das Team Anregungen, wie es die Stärken der Jugendlichen besser herausarbeiten und an diese anknüpfen könnte. Außerdem hatten die pädagogischen Fachkräfte die Hoffnung, dass sie lernen würden, Angebote so zu organisieren, dass sie den Interessen der Jugendlichen mehr entsprächen und die Angebote dadurch attraktiver, aber auch effizienter würden.

Die Einrichtung befand sich in einem riesigen ehemaligen (DDR-)Kindergarten. Dieses Gebäude war in schlechtem baulichem Zustand und wurde nicht nur von der Jugendarbeit, sondern auch von anderen Gruppen genutzt. Der desolate Zustand der Räume schaffte für Jugendliche aber auch die Möglichkeit, diese Freiräume zu nutzen und Gestaltungsexperimente durchzuführen. Durch die vielfältigen Aufgaben der OASE ist die hauptamtliche Fachkraft Thomas Kunde zeitlich sehr belastet und kann sich nicht regelmäßig im offenen Bereich des Hauses mit den Jugendlichen beschäftigen.
Die Projekte in GEBe

Ausgangspunkt des Graffiti-Projekts in der OASE war ein Tisch: ein von den Jugendlichen beschmierter Couchtisch. In einer Abwesenheit des Pädagogen

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