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Praktisches Qualitätsmanagement Ein Leitfaden für kleinere und mittlere Soziale Einrichtungen von Vomberg, Edeltraud (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2010
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (PDF)
25,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Praktisches Qualitätsmanagement

Das Buch bietet eine Einführung in das Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit. Zielgruppe des Buches sind solche kleinere und mittlere Soziale Einrichtungen und Unternehmen, die am Anfang des QM-Prozesses stehen. Das Werk gibt Entscheidungs- und Orientierungshilfe ebenso wie praktische Hinweise und Hilfen, wie Sie ein System ohne viel externe Hilfe aufbauen können., Es wendet sich aber auch an Studierende der Sozialen Arbeit und des Sozialmanagements in Bachelor- und Master-Studiengängen, die einen Einstieg in die Thematik und praxisbezogene Anwendungen und Umsetzungen kennenlernen wollen.

Prof. Dr. Edeltraud Vomberg lehrt Qualitäts-, Projekt- und Kommunikationsmanagement im Fachbereich Sozialwesen an der Hochschule Niederrhein. Neben der Lehr- und Forschungstätigkeit hat sie umfangreiche praktische und beratende Erfahrungen im Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 30.09.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170228870
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 4727 kBytes
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Praktisches Qualitätsmanagement

2 Zum Verhältnis von Professionalisierung Sozialer Arbeit, sozialwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Qualitätsmanagement

Das Thema der Professionalität bzw. Professionalisierung der Sozialen Arbeit bewegt diese seit ihrer Begründung als wissenschaftlich fundierte Hochschulausbildung. Die Wurzeln zur Profession der Sozialen Arbeit liegen am Ende des vorletzten und Anfang des letzten Jahrhunderts beispielsweise in den Aktivitäten Alice Salomons, die sich mit der Ausbildung zum sozialen Beruf beschäftigte ( vgl. Salomon 1927 und Salomon 1928). Ab den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelte sich die Soziale Arbeit im Rahmen der Akademisierung auch als in der Hochschulausbildung verankerte Profession.

Der Begriff der Profession muss hier in doppelter Weise betrachtet werden. Einerseits geht es um die Profession und Professionalität der Sozialen Arbeit als Disziplin. Andererseits muss heute aber auch die Professionalität der Gestaltung sozialwirtschaftlicher Vollzüge in den Blick genommen werden. Professionalität Sozialer Arbeit lässt sich nicht mehr ohne Berücksichtigung der ökonomischen Handlungsbedingungen betrachten.

Im Fachlexikon der Sozialen Arbeit wird Professionalisierung als "Prozess der Begründung und Entwicklung einer eigenständigen beruflichen Identität in einer modernen Gesellschaft, die durch 'funktionale Differenzierung' gekennzeichnet ist", beschrieben (Kraimer 2002, 729). In Verbindung mit der hochschulischen Ausbildung und einer entsprechenden praktischen Ausbildungsphase begründet Professionalisierung eine eigenständige Berufspraxis, die durch kontinuierliche Weiterbildung und (Selbst-)Kontrolle auf wissenschaftlicher Basis begleitet sein sollte. Kennzeichen einer solchen Art von professionalisierter Berufsausübung ist nach Kraimer eine institutionelle Entscheidungsform im Verbund mit einem gesellschaftlichen Mandat, um Weltdeutungen für und mit den Klient/inn/en vorzunehmen. "Herausgehobene Merkmale der professionalisierten Tätigkeit sind die an rationalen Handlungsweisen orientierten Verrichtungen, die stellvertretend für die Gesellschaft als Sonderfunktionen zu deren Aufrechterhaltung vollzogen werden" (Kraimer 2002, 730).

Wissenschaftliches Wissen und habitualisierte Praxis fließen in der Profession mit ethischen Grundsätzen der Berufsausübung zusammen. In der Verbindung von forschendem Lernen und lehrender Forschung soll umfassende Bildung zur Ausprägung der Profession und der professionellen Haltung führen.

In der Verbindung damit, dass eine Profession sich auch dadurch auszeichnet, dass sie durch ein spezifisches Mandat gekennzeichnet ist und mit einer Lizenz zur Berufsausübung versehen ist, weist die Soziale Arbeit das Merkmal der Profession auf. Sie ist - zumindest im hoheitlichen Bereich - durch die Zulassung in Form der staatlichen Anerkennung reglementiert.

Markert kennzeichnet die Profession als etwas, das die zentralen Bereiche des menschlichen Lebens berührt und in die privaten und intimen Bereiche anderer Menschen hinein reicht ( vgl. Markert 2008, 799). Aus dieser Anforderung heraus müssen Kompetenzen vorhanden sein, die dieses Eindringen und Eingreifen in die Privatsphäre - auch als gesellschaftspolitische Aufgabe - rechtfertigen und legitimieren. Markert formuliert: "In diesem Zusammenhang ist zunächst und in erster Linie die in Form einer speziellen Expertise zu verstehende Anwendung von Spezialwissen und Entwicklung einer berufsspezifischen Handlungskompetenz anzuführen. In diesem Sinne lässt sich professionelles Handeln in etwas ausführlicherer Diktion als gesellschaftlicher Ort der Vermittlung wissenschaftlicher Rationalität und sozialer Praxis fassen und zielt auf die (Wieder-)Herstellung der autonomen Lebenspraxis bzw. auf die Bewältigung des definierten Problems" (Markert 2008, 799 f.).

Das spezifische Fachwissen soll zu unabhängiger und unbeeinflusster, profe

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