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Altern im Wandel Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS)

  • Erscheinungsdatum: 02.09.2010
  • Verlag: Kohlhammer
eBook (PDF)
30,99 €
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Altern im Wandel

Wie Menschen älter werden, wie lange sie leben und wie sich ihr Leben im Alter gestaltet, wird durch soziale und gesellschaftliche Bedingungen beeinflusst. Diese Bedingungen ändern sich über die Zeit und bilden den Hintergrund für einen Wandel der späteren Lebensphasen. Zu den Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zählen eine gestiegene Lebenserwartung, Veränderungen in der Erwerbswelt, neue Lebenslaufmuster und Familienformen sowie ein Wandel in den gesellschaftlichen Werten und Normen und den Versorgungs- und Sicherungssystemen. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Lebensphase Alter und zeigt auf der Grundlage des Deutschen Alterssurveys (DEAS), welcher Wandel sich vollzieht. Dadurch werden Chancen, Risiken und Gestaltungsoptionen für eine Gesellschaft des langen Lebens deutlich. Der DEAS wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Der Inhalt, des Zusatzmaterials (CD-ROM) aus der Printausgabe finden Sie zum Download bei den elektronischen Produkten auf der Verlagshomepage. PD Dr. Andreas Motel-Klingebiel ist stellvertretender Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA), Berlin, sowie Privatdozent an der Universität Vechta. Dr. Susanne Wurm ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA), Berlin. Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer ist Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA), Berlin, und lehrt Psychologie an der Freien Universität Berlin.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 306
    Erscheinungsdatum: 02.09.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170227323
    Verlag: Kohlhammer
    Größe: 12452 kBytes
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Altern im Wandel

1 Wandel von Lebensqualität und Ungleichheit in der zweiten Lebenshälfte

Andreas Motel-Klingebiel, Susanne Wurm, Oliver Huxhold & Clemens Tesch-Römer
1.1 Einleitung

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist ein langes Leben für viele Menschen selbstverständlich geworden. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland hat sich im letzten Jahrhundert fast verdoppelt. Diese Erhöhung der Lebenserwartung gehört zu den Ursachen des demografischen Wandels und wird - gemeinsam mit der niedrigen Fertilität - häufig als Problem gesellschaftlicher "Überalterung" behandelt, ist aber eine Erfolgsgeschichte moderner Gesellschaften. Gesellschaftlicher wie wissenschaftlicher Fortschritt sind die Quellen dieser Entwicklung.

Von den heute geborenen Kindern hat die Mehrzahl die Chance, 90 Jahre und älter zu werden, wenn sich der Prozess der Lebenserwartung weiter fortsetzt (Schnabel et al. 2005). Die lange Lebensspanne eröffnet viele Möglichkeiten der Ausgestaltung des eigenen Lebens, nicht nur in Kindheit, Jugend und jungem Erwachsenenalter, sondern bis ins Alter hinein. Viele jüngere wie ältere Menschen beschäftigen sich aber nur ungern mit dem Älterwerden und Altsein. Das Alter, das Altwerden, alte Menschen, das sind Themen, von denen viele Menschen einseitig negative Vorstellungen haben (Rothermund 2009). Das vorliegende Buch soll dazu beitragen, die heutige Realität des Altwerdens in Deutschland detailliert darzustellen. Wir werden die Vielfalt des Alters zeigen und dabei die positiven wie auch die negativen Seiten des Alters beschreiben.

Derzeit ist noch immer zu wenig über die Lebenssituationen von Menschen in der zweiten Lebenshälfte bekannt. Zudem ist die Frage, wie sich die wandelnden gesellschaftlichen Bedingungen auf unsere Biografien und Lebensläufe auswirken. Die Lebenssituationen älterer Menschen hängen in hohem Maße auch von Ereignissen und Entscheidungen ab, die zu früheren Zeitpunkten im Leben eines Menschen stattfinden. Die Phase des höheren Erwachsenenalters ist ein Abschnitt von mehreren in der persönlichen Biografie. Kindheit, Jugend, frühes und mittleres Erwachsenenalter bestimmen hierbei wesentlich mit, wie eine Person älter wird und welches Leben sie im Alter führt. Die Lebensphase Alter wird zugleich von langfristigen gesellschaftlichen Trends, von aktuellen politischen Entscheidungen und von wirtschaftlichen Entwicklungen geformt.

In diesem Buch werden wir einerseits beschreiben, wie sich die Lebensphase Alter gegenwärtig darstellt, und andererseits diskutieren, wie sich Alter und Altern seit Mitte der 1990er Jahre gewandelt haben. Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen möchten wir im vorliegenden Band zwei Fragen behandeln:

Wie leben Menschen in der zweiten Lebenshälfte und wie stark unterscheiden sich die Lebenssituationen dieser Menschen voneinander?

Wie haben sich die Lebenssituationen in der zweiten Lebenshälfte gewandelt? In welchen Lebensbereichen hat sich die Situation verbessert oder verschlechtert, in welchen finden sich Angleichungen und wo kommt es zu Differenzierungen?

Die folgenden Kapitel werden diese Fragen auf der Grundlage der Daten des Deutschen Alterssurveys (DEAS) beantworten. Der DEAS hat das Ziel, die Lebenssituationen, Lebensläufe und Lebensplanungen alternder und alter Menschen in Deutschland zu beschreiben und zu analysieren. Es handelt sich dabei um eine bundesweit repräsentative, langfristig angelegte wissenschaftliche Altersstudie. Sie stellt eine wichtige Informationsgrundlage für die wissenschaftliche Forschung und Lehre, für politische Entscheidungsträger sowie für die interessierte Öffentlichkeit dar. Der DEAS wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Der DEAS untersucht Personen, die sich in der zweiten Lebenshälfte befinden, also 40 Jahre und älter sind. Durch die Betracht

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