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Anfänge des Denkens von Hennings, Lars (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
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Anfänge des Denkens

Dieser Band ist durch "Anfänge des Denkens #2" ersetzt! (In dieser Studie werden die Anfänge des Denkens aus Sicht der Soziologie interdisziplinär analysiert. Sie basiert auf einer Reihe von Schriften zum Jung-Paläolithikum, die in: Von der Höhlenmalerei zur Hochkultur am Göbekli Tepe zusammengefasst wurden, ohne schon das menschliche Gehirn selbst zu untersuchen. Das geschieht nun mit dieser Arbeit, die aus der früheren nur die wichtigsten Analysen zur Entwicklung des Denkens, besonders die zur Ontogenese, erneut darlegt und mit Erkenntnissen aus den Neurowissenschaften verbindet; hinzu kommen Hinweise auf die Epigenetik und die Linguistik. Damit wird der Komplex der Anfänge des Denkens zusammengefasst präsentiert. Und alles sind Thesen, Fragen, Vorschläge für weitergehende und empirisch begründete Reflexionen.) Lars Hennings ist Soziologe und Dipl.-Ing Hochbau in Berlin

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 192
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783746038506
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 668 kBytes
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Anfänge des Denkens

Einleitung 1. Ausgabe

Neben der biologischen Entwicklung hin zum modernen Menschen entstanden Denken und Logik in einem eigenen Prozess. Eine besondere Innovation gab es dazu ab dem Beginn des Jung-Paläolithikums vor 40.000 Jahren, als Homo sapiens das westliche Eurasien erreichte: ein damals gemalter roter Fleck am Monte Castillo in Spanien verweist bereits auf die beginnende Fähigkeit zur Malerei, wie sie 3.000 Jahre später unter einem Felsüberhang, dem Abri Castanet in Frankreich, als halber Rinderkörper ausgeführt ist. Fast gleichzeitig wurden geschnitzte Figuren und mehrlöchrige Flöten in der Schwäbischen Alb hergestellt. Von vor 32.000 Jahren stammen dann die ersten einfachen Bilder in der später weiter ausgemalten französischen Grotte Chauvet: Nashörner. Diese frühen Rekonstruktionen der Umwelt zeigen eine neue Qualität der Kommunikation , die jedoch, wie andere archäologische Funde belegen, noch keine ausgeprägt grammatikalische Sprech-Sprache benötigte. Es reichten ursprüngliches Zeigen, Gesten/ Gebärden und erste erlernte Wörter aus. Soweit die Ausgangs-These.

Noch immer gilt diese Epoche, die nach 30.000 Jahren durch die bäuerliche Produktionsweise abgelöst wurde, als die beinahe ewig gleicher mobiler "Jäg er und Samml er ". Obwohl wir vom Beginn des Baus grösserer Siedlungen ab vor gut 20.000 Jahren wissen. Und 1.500 Jahre vor der Durchsetzung des Landbaus errichteten sesshafte WildbeuterInnen ein gewaltiges steinernes Monument, den Göbekli Tepe (bei Sanliurfa, Türkei). Das entstand nicht unvermittelt, sondern in einem nachvollziehbaren Prozess der Kognition.

Mit einfachen Worten und recht illustrativ wird hier das Jung-Paläolithikum aus soziologischer Sicht interdisziplinär analysiert und in die Sozialwissenschaften eingebunden. Es geht um den unverkrampften Versuch einer neuen Sicht auf die Anfänge der Kultur und des Sozialen, hier und da etwas spekulativ, letztlich aber streng empirisch , den belegbaren Fakten folgend. Dabei werden die Grundlagen der Fachbereiche, von denen ich ausgehe, verständlich erläutert, um allein mit diesem Text eine erste Diskussion zu ermöglichen, die ohne entsprechende Vorbildung verstehbar ist. Im Ergebnis wird ein deutlicher sozialer Wandel bereits bei den frühen WildbeuterInnen Eurasiens sichtbar. Der Schwerpunkt liegt auf dem Prozess des Geistes, der Kognition, da Denken, Logik und Kommunikation bislang nicht hinreichend bedacht worden sind.

Erst vor knapp 200.000 Jahren war in Afrika Homo sapiens als neue Art/ Spezies entstanden, zu der alle heutigen Menschen gehören. Ab vor 50.000 Jahren hatten sie ihre Sammel- und Jagdgründe Schritt für Schritt nach Eurasien ausgedehnt. Und die Frühmenschen , Homo erectus, neanderthalensis oder pekinensis, starben aus. Zwei gegenläufige Einschätzungen kennzeichnen die Kognition unserer Art ab vor 40.000 Jahren in West-Europa:

Einerseits boten die Fähigkeiten zum Bild , der Skulptur und der Musik ganz neue intellektuelle Möglichkeiten und Ausdrucksweisen, die auch als Entwicklung der geistigen Reflexion z u interpretieren sind. Bald ist mit der Sprech-Sprache das kognitive "Instrumentarium" komplett, das in den folgenden Jahrtausenden und bis heute die wachsende Kompetenz ermöglicht, sofern die Umwelt es erfordert. Bei relativ günstigem Klima des westlichen Eurasiens wurde eine Kultur geprägt, deren Praxis erstmals erkennbar über die reine Ernährung hinausging. Es kam wohl zu einer dichter zusammen lebenden Bevölkerung, und intensive Kontakte fördern die sozialen Fähigkeiten.

Andererseits reichte für den Beginn dieser neuen Epoche ein sehr schlichter Geist aus, den wir uns heute nur schwer vorstellen können, den aber die weiteren einfachen Artefakte jener Zeit aus Stein,

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