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Kulturhauptstadt Ruhr 2010: Die Etablierung der Kreativwirtschaft und ihr Einfluss auf den strukturellen Wandel im Ruhrgebiet von Busch, Carolin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2014
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
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Kulturhauptstadt Ruhr 2010: Die Etablierung der Kreativwirtschaft und ihr Einfluss auf den strukturellen Wandel im Ruhrgebiet

Die Geschichte des Ruhrgebietes ist dadurch gekennzeichnet, dass sich dieses zu Beginn des 19. Jahrhunderts zum industriellen Ballungsgebiet entwickelte. Mit der einsetzenden De-Industrialisierung sah sich die Region schlagartig Herausforderungen ausgesetzt, auf welche die starre und monostrukturelle Industrie nicht entsprechend schnell reagieren konnte. Als Folge kennzeichneten hohe Arbeitslosenzahlen und brachliegende Industrieflächen lange Zeit das Ruhrgebiet. Um 1990 erfolgten erste Projekte zur Umstrukturierung, wie die Eröffnung des Centro in Oberhausen oder die Internationale Bauausstellung Emscher Park. Diese waren erste Ansätze des wirtschaftlichen Erneuerungsprozesses des Ruhrgebietes, welcher sich bis heute fortsetzt. Die vorliegende Studie thematisiert die Etablierung von Kreativwirtschaft als Möglichkeit zum strukturellen Wandel des Ruhrgebiets. Aufbauend auf eine Analyse der Standortfaktoren und bisher ergriffener Maßnahmen und Projekte wird untersucht, inwiefern die Kreativwerkstätten als Instrumente der Kulturhauptstadt 2010 zu einer Umstrukturierung beitragen können.

Carolin Busch, B.A. wurde 1988 in Dresden geboren. Ihr Studium des Tourismus-Managements an der FH Zittau/ Görlitz schloss die Autorin im Jahre 2009 mit dem akademischen Grad des Bachelor of Arts erfolgreich ab. Bereits während des Studiums sammelte die Autorin umfassende praktische Erfahrungen in der Tourismus-und Marketing-Branche. Aktuell absolviert sie das Master-Studium International Management an der FH Worms.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 73
    Erscheinungsdatum: 01.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842847897
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 1269kBytes
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Kulturhauptstadt Ruhr 2010: Die Etablierung der Kreativwirtschaft und ihr Einfluss auf den strukturellen Wandel im Ruhrgebiet

Textprobe: Kapitel 3.2.1, Event-Attraktivität: Die Analyse der Event-Attraktivität gibt Aufschluss über die infrastrukturellen Voraussetzungen zur Durchführung der spezifischen Veranstaltung. Fragestellungen wie: 'Ist das Event 'glaubhaft', d.h. gibt es eine historische, sachliche und/oder fachliche Kompetenz?' sind kritisch zu hinterfragen. Da RUHR.2010 die Kulturhauptstadt darstellt, liegt der Fokus der Event-Infrastruktur entsprechend auf den kulturellen Standortfaktoren. Einrichtungen wie Theater, Kinos, Opern, Museen und Galerien sind ebenso bedeutend wie die Stätten von Weltkulturerbe oder Religion. Um die Etablierung von Kreativwirtschaft zu begünstigen sollten die kulturellen und religiösen Institutionen dabei einen hohen Grad an Diversität aufweisen. Im gesamten Ruhrgebiet befinden sich 153 Museen. Einerseits dokumentieren diese, etwa das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum oder das Ruhr Museum Zeche Zollverein in Essen die Industriegeschichte sowie den Bergbau und vermitteln dem Besucher daher die charakteristischen Alleinstellungsmerkmale der Region anschaulich. Andererseits gehören Ausstellungen mit künstlerischem Fokus, wie etwa das Duisburger Museum für Moderne Kunst Küppersmühle zum Ruhrgebiet. Unbedingt zu nennen ist in diesem Zusammenhang das Museum Folkwang als 'das schönste Museum der Welt'. Mit seiner über 80-jährigen Geschichte weist es Sammlungen berühmter Künstler wie Kokoschka auf und zählt seit jeher '... zu den fortschrittlichsten Museen zeitgenössischer und moderner Kunst.' Eine Verbindung zwischen der industriellen Geschichte des Ruhrgebietes und der kulturorientierten Zukunft schafft die von WIRTZ erwähnte Musealisierung der Industrie. So ist der ehemalige Scheibengasbehälter 'Gasometer' heute die '... ungewöhnlichste Ausstellungshalle Europas' und bietet 'Zugang zu Kunst, Kultur und Industriekultur'. Ein weiteres Beispiel bietet der ehemalige Brauereiturm des 'Dortmunder U', der mit seiner Fertigstellung 2009 eine Ausstellungsfläche von 80.000 qm für zeitgenössische Kunst bietet und daher ' zum regionalen Kreativwirtschaftsstandort umgestaltet' wird. Eine thematische Verbindung ehemaliger Produktionsstätten, Museen und Ausstellungen schafft die Route der Industriekultur. Die Abbildung im Anhang verdeutlicht den Verlauf der insgesamt 400 km langen Strecke. Der RVR wählte charakteristische Bauten' der 150-jährigen industriellen Vergangenheit des Reviers, aber auch des sich vollziehenden Strukturwandels' aus, verknüpfte sie zu einer Route und kennzeichnete sie mit verschiedenen Schwerpunkten. Dies gibt dem Besucher eine Orientierungshilfe und erleichtert ihm das Erschließen der Destination. So markieren 24 'Ankerpunkte', 15 'Aussichtspunkte' und 25 Themenrouten-Startpunkte die Strecke. Weiterhin führt ein 700 km langer Radweg den Besucher durch die industrielle Kulturlandschaft zwischen Duisburg und Hamm und offenbart auch die landschaftlichen Reize des vermeintlich grauen Industriegebietes. Auch hinsichtlich weiterer Kulturstätten bietet das Ruhrgebiet eine Fülle von Angeboten. So kann der Besucher beispielsweise zwischen 139 Galerien wählen, die sich vor allem auf die Großstädte der Region verteilen. Auch hinsichtlich der Theater besteht eine große Diversität bezüglich der Zielgruppe und Standorte. Neben klassischen Schauspiel- und Musiktheatern und Opernhäusern bestehen auch außergewöhnliche Spielstätten wie das Starlight Express Theater in Bochum oder die Freilichtbühne in der Burgruine Isenburg. Im Jahr 2001 wurde die Zeche Zollverein in Essen zur Weltkulturerbestätte gekürt. Zur Zeit ihrer Errichtung 1932 galt sie nicht nur als schönste sondern auch effizienteste Zeche der Welt und gilt heute als Begegnungspunkt für internationale Großveranstaltungen. Auch 2010 wird sie' der zentrale Punkt für das gesamte Ruhrgebiet sein'. Die kulturelle Diversität spiegelt sich unter anderem in der Vielfalt religiöser Stätten wider. Die christliche Kirche spie

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