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Sexismus im Hip Hop. Wie äußert sich Sexismus im deutschen Rap? von Mandel, Sören (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.04.2016
  • Verlag: Studylab
eBook (ePUB)
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Sexismus im Hip Hop. Wie äußert sich Sexismus im deutschen Rap?

Deutschrap boomt. Ein Blick in die Charts zeigt, dass deutschsprachiger Rap die Top 100 Album-Charts zu einem nicht unwesentlichen Teil mitbestimmt. Im Rahmen dieser Bachelorarbeit soll das Thema Sexismus im HipHop behandelt werden. Speziell geht es um die Frage, ob und wie sich Sexismus innerhalb der Szene unterscheidet. Hierzu wird eine Unterscheidung zwischen 'gutem', also gesellschaftlich anerkanntem, und 'schlechtem', also gesellschaftlich nicht anerkanntem, Rap vorgenommen. Letzterer ist für sein hohes Vorkommen an sexistischen Ausdrücken bekannt. In der Folge könnte man darauf schließen, dass diese im so genannten 'guten' nicht im selben Ausmaß vorkommen. Hierzu wird HipHop zunächst als Kulturform erörtert. Daraufhin beschäftigt sich der Autor mit Sexismus und geschlechtsspezifischen Rollenbildern, um deutlich zu machen, welche Aspekte hier besonders beachtet werden müssen. Anschließend sollen diese beiden Themen zusammengeführt werden. Nach der Aufarbeitung des bisherigen Forschungsstandes wird mit Hilfe der Sequenzanalyse jeweils ein Songtext von Vertretern der beiden Gruppen untersucht, um derart herauszufinden, ob und wie Sexismus sich hier jeweils manifestiert. Hier zeigt sich, dass Sexismus nicht nur im so titulierten 'schlechten', sondern auch im 'guten' Rap existiert - wenn auch in anderer Form: Im 'schlechten' Rap offenbart sich Sexismus insbesondere durch die Begrifflichkeiten, während er im 'guten' eher in der Narration zu finden und damit weniger offensichtlich ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 72
    Erscheinungsdatum: 22.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783668203310
    Verlag: Studylab
    Größe: 327kBytes
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Sexismus im Hip Hop. Wie äußert sich Sexismus im deutschen Rap?

3. Sexismus

Nachdem nun verständlich sein sollte, was es mit HipHop auf sich hat, wie er entstanden ist und was ihn ausmacht, komme ich nun zu dem zweiten Block der Arbeit. Hier geht es um Gender, also um das Thema Geschlecht, Geschlechterdifferenzen, Geschlechterrollen und Sexismus.

3.1. Begriffserklärung: Gender

Der Begriff, der über dieser Thematik steht, lautet "Gender", unter ihn fällt alles, was mit Geschlecht, Geschlechteridentität, geschlechtsspezifischen Rollenbildern und Sexismus zu tun hat. Doch was bedeutet Gender überhaupt genau?

Der Begriff kommt aus dem Englischen, dort wird unterschieden zwischen "sex" und "gender". Im Deutschen gibt es keine wortwörtliche Übersetzung für "gender", jedoch meint "sex" das biologische und "gender" das soziale Geschlecht. (vgl. Funk-Hennigs 2003: 55) Was das biologische Geschlecht ausmacht ist klar, äußerlich erkennbare Geschlechtsmerkmale lassen in der Regel wenig Zweifel zu, welchem Geschlecht eine Person angehört. Der Begriff Gender bezieht den kulturellen und sozialen Hintergrund mit ein und betrachtet das Geschlecht als ein veränderbares Verhältnis. Gender bringt Zweifel gegenüber einem zweigeschlechtlichen System zum Ausdruck. Das biologische Geschlecht unterteilt grob in zwei Geschlechter ein, mit dem Begriff Gender wird versucht, der Komplexität und dem Facettenreichtum eines Menschen Rechnung zu tragen. (vgl. Buchen et al. 2004: 13) Die 'Gender Studies' hinterfragen die Einteilungen von Eigenschaften in männlich und weiblich. "Im Unterschied zur Frauenforschung ("women studies"), bei der die Frauen im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses stehen, rücken die Gender Studies die Frage nach der diskursiven Produktion des Weiblichen und Männlichen in den Vordergrund." (Funk-Hennigs 2003: 55)

Es existieren unterschiedliche Thesen zu den Differenzen zwischen dem männlichen und dem weiblichen Geschlecht. Auf der einen Seite steht die Annahme, dass Frau und Mann zwei eindeutig unterscheidbare Geschlechter sind. Hier werden unterschiedliche Eigenschaften biologisch bedingt, einem Geschlecht zugeschrieben. So gilt der Mann beispielsweise als aggressiv und die Frau als fürsorglich. Dem gegenüber steht die Annahme, dass Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht existent sind. (vgl. Bischof-Köhler 2011: 19-21) Dazwischen existieren viele unterschiedliche Theorien, bei denen Differenzen zwischen weiblichem und männlichem Verhalten mit unterschiedlichen Verhältnissen an Einflüssen durch die biologische Komponente und die Sozialisation erklärt werden. (vgl. Bischof-Köhler 2011: 26) Bischof-Köhler selbst kommt zu dem Ergebnis, dass die Wahrheit sich vermutlich irgendwo in der Mitte befindet, dass also durchaus Unterschiede bestehen, dass diese jedoch auch teilweise durch eine geschlechtsspezifische Sozialisation hervortreten. (vgl. Bischof-Köhler 2011: 19-26) Es geht also vorrangig um die Frage, woher bestehende geschlechtsabhängige Zuschreibungen und Rollenbilder stammen.

3.2. w eibliche und männliche Rollenbilder

Nun soll zunächst geklärt werden, was bestehende männliche und weibliche Rollenbilder überhaupt auszeichnet. "Nach dem normativen Konzept lässt sich Rolle definieren als Teilklasse von Erwartungen, die gegenüber dem Inhaber bestimmter sozialer Positionen bestehen." (Wiswede 1977: 15) Unterschiedliche Eigenschaften und Vorlieben gelten als männlich oder weiblich. "Männer gelten als durchsetzungsstärker, aggressiver, selbstbewusster und risikobereiter, Frauen als sensibler, fürsorglicher, vorsichtiger und nachgiebiger." (Bischof-Köhler 2011: 16) Glick und Fiske nennen noch weitere typische Eigenschaften: Frauen gelten traditionell als inkompetent, jedoch liebenswürdig und sym

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