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Wann sind wir wirklich zufrieden? Überraschende Erkenntnisse zu Arbeit, Liebe, Kindern, Geld. Auf Basis der größten Langzeitstudie mit über 600.000 Befragungen von Schröder, Martin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.03.2020
  • Verlag: C. Bertelsmann
eBook (ePUB)
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Wann sind wir wirklich zufrieden?

Wann sind die Deutschen wirklich zufrieden?
Es gibt jede Menge Ratgeber, die Zufriedenheit versprechen: durch Meditation, bessere Ernährung, mehr Sport oder mehr Erfolg. Warum aber verspricht jedes Buch etwas anderes? Um gesichert zu erfahren, was zu Lebensglück verhilft, müssten eigentlich Tausende von Menschen jahrzehntelang befragt werden. Dabei gibt es diese Datenbasis schon: das sozio-oekonomische Panel - eine renommierte alljährliche Umfrage mit knapp 85.000 deutschen Teilnehmern, die seit 1984 la?uft. Der Soziologe Martin Schro?der hat sie im Detail ausgewertet und dabei u?berraschende Erkenntnisse gewonnen. Er kann so mit manchem Vorurteil aufra?umen und anhand empirischer Daten zeigen, was uns wirklich zufrieden macht.
Das Buch enthält durchgehend Grafiken, die die Ergebnisse der Befragung darstellen.

Martin Schro?der, geboren 1981, ist Professor fu?r Soziologie an der Universita?t Marburg. Einer breiten O?ffentlichkeit wurde er durch Auftritte in den Tagesthemen, Stern TV oder RTL News bekannt. Er schreibt regelma?ßig fu?r Der Spiegel und FAZ. 2018 erschien sein Buch 'Warum es uns noch nie so gut ging und wir trotzdem sta?ndig von Krisen reden' (Benevento).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 16.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641256760
    Verlag: C. Bertelsmann
    Größe: 7611 kBytes
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Wann sind wir wirklich zufrieden?

1Warum sind manche Menschen zufriedener?
1.1Fragen Sie 600000-mal nach!

Soll ich den besser bezahlten Job annehmen, obwohl ich dann pendeln muss? Soll ich Kinder kriegen? Aber was ist der richtige Zeitpunkt? Und sollte ich dann arbeiten? Sollte ich überhaupt arbeiten? Sollte ich in meiner Beziehung bleiben? Brauche ich mehr Freunde? Eine größere Wohnung? Mehr Sport? Oder eine Pause von diesen Fragen, um einfach länger zu schlafen?

Hinter all diesen Fragen steckt dieselbe Megafrage: Was macht mich zufrieden? Auf Zufriedenheit als erstrebenswertes Ziel können wir uns alle einigen. Schließlich werden Sie bei allen Unterschieden zwischen Menschen niemanden finden, der nicht zufrieden sein will. Doch wie finden wir heraus, was uns zufrieden macht?

Pausenlos reden wir in Kneipen, Cafés und Wohnzimmern mit Freunden, Verwandten und Unbekannten darüber, wie es ihnen geht, nachdem sie ihren Traumjob, das lang ersehnte Kind oder ihren Partner gefunden haben. Doch erfahren wir dadurch wirklich, wann es Menschen gut geht? Wenn Ihr bester Freund sich nicht besser fühlt, nachdem er seinen Traumjob gefunden hat, wird er das ungern an die große Glocke hängen. Möglicherweise gibt er es nicht einmal vor sich selbst zu. Wenn Ihre beste Freundin ihr ersehntes Kind endlich hat, danach aber unzufriedener ist als vorher, wird sie vielleicht auch nicht herausposaunen wollen, was für eine Fehlentscheidung das doch war. Und wenn Ihr Cousin in seiner neuen Partnerschaft unzufrieden ist, obwohl er vorher monatelang von seiner Angebeteten schwärmte, so wird sein Mitteilungsbedürfnis jetzt, nun ja, nicht mehr ganz so hoch sein. Menschen erzählen nicht alles. Und wenn doch, wissen sie oft selbst nicht, warum sie zufrieden oder unzufrieden sind. Wären Ihre Bekannten auch die offensten und reflektiertesten Menschen der Welt, es bliebe immer noch ein Problem. Sie wüssten nicht, ob deren Erfahrungen überhaupt verallgemeinerbar sind. Es scheint deswegen, als ob wir nie herausfinden können, wann Menschen zufrieden sind.

Tatsächlich wissen wir nicht, was uns zufrieden macht. Der Harvard-Psychologe Daniel Gilbert zeigt in dem Buch Ins Glück stolpern, wie Menschen völlig falsch einschätzen, was sie zufrieden macht.1 Aber was ist mit Ratgebern? Sie versprechen Abhilfe, indem sie Zufriedenheit durch Meditation, Diät, Sport, Freundschaft, Erfolg oder Schönheitsoperationen propagieren. Doch jeder Ratgeber empfiehlt etwas anderes und basiert nur auf der subjektiven Überzeugung seines Autors. Es scheint hoffnungslos: Um die wichtigste Frage von allen zu beantworten, müssten wir Tausende jahrzehntelang anonym zu ihrer Zufriedenheit befragen und gleichzeitig alles andere über sie wissen. Aber das geht ja nicht.

Geht eben doch. Es wurde sogar schon für uns erledigt! In Berlin steht in der Mohrenstraße 58 das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, auch DIW genannt. Das DIW hat als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft einen exzellenten Ruf, es ist vom Bund und Berlin finanziert, um das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) zur Verfügung zu stellen. Dafür hat es seit 1984 insgesamt 84954 Menschen 639144-mal befragt, wie zufrieden sie mit ihrem Leben sind. Durch das SOEP wissen wir nicht nur, wie zufrieden Menschen sind, sondern auch fast alles andere, denn den Befragten wurden Hunderte weiterer Fragen gestellt. Diese Datenbasis ist erstens aussagekräftig für alle Deutschen, denn die Forscher achten darauf, dass alle gesellschaftlichen Gruppen so vorkommen, wie es der Bevölkerungsverteilung entspricht. Weil zudem dieselben Personen immer wieder befragt wurden, erlauben die Daten zweitens nicht nur zu berechnen, ob manche Menschen zufriedener sind als andere, sondern auch, wie viel zufriedener oder unzufriedener dieselbe Person nach bestimmten Lebensveränderungen wird.

Es ist übrigens purer Zufal

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