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Werte-Index 2018 von Wippermann, Peter (eBook)

  • Verlag: dfv
eBook (ePUB)
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Werte-Index 2018

Seit 2009 ist der Werte-Index ein Kompass für Bedeutung und Relevanz von Werten der deutschen Web-User. Er zeigt qualitativ wie auch quantitativ relevante Entwicklungen und Trends auf. Neben den Texten werden jetzt auch Bilder aus sozialen Medien als Indikator verwendet. Ergänzt werden die empirischen Ergebnisse um die Perspektive der Trendforschung sowie um Experten-Interviews. Unternehmen erhalten Inspirationen und konkrete Handlungsempfehlungen, wie sie auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren können. Der Werte-Index 2018 ist somit eine unverzichtbare Sammlung aus fundierten Beobachtungen und Erfahrungen, die alle Entscheider in ihren werteorientierten Kommunikations- und Unternehmensstrategien unterstützen. PETER WIPPERMANN ist Trendforscher, Berater, Autor und Keynote-Speaker fu?r Zukunftsthemen. 1992 gru?ndete er das Trendbu?ro und fu?hrte die Trendforschung in den deutschsprachigen Raum ein. 1993 wurde er zum Professor fu?r Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität der Ku?nste in Essen berufen. Er ist Autor zahlreicher Publikationen, zuletzt 'Lebe lieber froh! Neue Strategien fu?r ein zufriedenes Leben'. JENS KRÜGER ist Geschäftsfu?hrer bei TNS Infratest. Er verantwortet in dieser Funktion den Sektor Consumer & Industry. Der studierte Soziologe und Sozialpsychologe ist seit 1995 bei TNS Infratest in verschiedenen Positionen tätig, sein Forschungsschwerpunkt liegt in den Bereichen Consumer-Insights, Kommunikation und Werbung. Neben seiner Tätigkeit bei TNS Infratest ist er in mehreren Fachorganisationen/Beiräten tätig, u. a. im Nestlé-Zukunftsforum, Markenverband, VKE etc.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 152
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783866415072
    Verlag: dfv
    Größe: 7327 kBytes
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Werte-Index 2018

natur

2018_Platz Tendenz [2016_Platz 4]

Was selten wird, wird kostbar. Das Gefühl der Verbundenheit zur Natur ist dem modernen Menschen abhandengekommen. Im Alltag lebt er diese Beziehung zunehmend über eine bewusste Ernährung. Unternehmen traut er eher als der Politik zu, Umweltprobleme zu lösen. Für Unternehmen gilt es, diese Erwartungen nicht zu enttäuschen.

Natur ist heute zum Entspannen, Krafttanken und Genießen da. Je weiter unser Leben von der Natur entfernt ist, desto größer wird die Sehnsucht nach ihr.

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Trendperspektive Weit entfernt. Heiß ersehnt.

Zentrale Flucht des modernen Menschen.

Im Leben des modernen Menschen findet die Natur vor allem als Schauspiel und Event statt. Das Leben und Arbeiten in und mit der Natur spielt keine Rolle mehr. Natur ist heute zum Entspannen, Krafttanken und Genießen da. Je weiter unser Leben von der Natur entfernt ist, desto größer wird die Sehnsucht nach ihr. Und desto stärker sehnen wir uns danach, ihre Stimme zu hören, diagnostiziert der Soziologe Hartmut Rosa. Für ihn ist die Natur der zentrale Resonanzraum des modernen Menschen: Hier können wir uns selbst spüren, die Welt um uns spüren und das Band, das uns verbindet.
Ein Schritt weiter: ethische Ernährung.

Die Sehnsucht wird dort gestillt, wo das auch im modernen Alltag möglich ist: im Konsumverhalten - und hier stärker denn je im Ernährungsverhalten. Beim Essen kommt zusammen, was das moderne Leben getrennt hat: das Leben der Tiere und Pflanzen sowie die Umwelt, in der sie leben durften - und der Mensch, sein Körper, der gesund, und sein Gewissen, das rein bleiben soll. Ethisch motiviertes Ernährungsverhalten geht noch einen Schritt weiter als ethischer Konsum: Wir kaufen nicht nur Gutes, sondern wir nähren unseren Körper und unsere Seele. Mit jedem Bissen werden wir selbst mehr und mehr Teil jener Natur, nach der wir uns sehnen. Über die Ernährung entsteht eine Verbindung zur Natur, die wir im Alltag vermissen.
Lebensfreundlichkeit statt Lebensqualität.

Biophilie - oder: Lebensfreundlichkeit - wird zum Gebot der Stunde. Unsere Lebensqualität wird maßgeblich auch davon bestimmt, wie förderlich die Lebensumgebung für Pflanzen und Tiere ist. Biophiles Design und Architektur ermöglichen Naturerlebnisse für den modernen Menschen. Denn: Die Abwesenheit von der Natur kann krank machen, ist der US-amerikanische Autor Richard Louv überzeugt. ADHS, Depressionen und andere Wohlstandskrankheiten führt er unter anderem auf einen Mangel an Naturerlebnissen zurück. Umgekehrt hat die Medizin klare Hinweise auf die positiven Effekte des In-der-Natur-Seins für den menschlichen Organismus.
Biophile Unternehmensstrategien: Taten statt Daten.

Für Unternehmen heißt das, stärker die Sehnsucht nach Natur, aber auch nach den dahinterliegenden Bedürfnissen wahrzunehmen: das Verlangen nach Verbundenheit mit der Welt und Umwelt, aber auch das Gefühl, mit seiner eigenen Natur im Reinen zu sein. Biophile Unternehmensstrategien erschöpfen sich nicht in der Begrünung einer Fassade. Sie verstehen Unternehmen als Teil der Natur. Sie stehen für das Bewusstsein über die Abhängigkeit von ihr und die Verantwortung für sie. Einmal mehr gilt: Wie erfolgreich Unternehmen diesen Wert umsetzen, ist nicht ausschließlich durch Daten und Zahlen messbar, sondern vor allem durch Taten und Verhalten.
Themen Ernährungsthemen boomen: Essen verbindet Natur und Mensch.

Natur als Selfie-freie Zone

Die Natur als Inbegriff des Ursprünglic

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