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Einführung in das Kinder- und Jugendhilferecht von Bernzen, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.05.2016
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (PDF)
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Einführung in das Kinder- und Jugendhilferecht

Die Lebenswirklichkeit mit ihren vielschichtigen Fallkonstellationen kennzeichnet die Praxis des Kinder- und Jugendhilferecht. Die Abhandlung veranschaulicht durch ihren praxis- und fallorientierten Aufbau diesen komplexen Hintergrund und enthält neben einer konzentrierten Einführung ausführliche Erläuterungen zu den wesentlichen Regelungsansätzen des Jugendhilferechts. Praktische Fälle mit Lösungen helfen, die Strukturen zu verstehen und gerichtliche Entscheidungen vermitteln ein Gefühl für die tatsächliche Bedeutung der jugendhilferechtlichen Regelungen. Die Literaturhinweise ermöglichen darüber hinaus eine vertiefende Beschäftigung mit einzelnen Fragen und Problembereichen. Professor Dr. Christian Bernzen lehrt an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin und ist Partner der überregional tätigen Rechtsanwaltskanzlei BERNZEN SONNTAG.

Produktinformationen

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Einführung in das Kinder- und Jugendhilferecht

Kapitel1:Einführung

Einleitung

1 Das Achte Buch des Sozialgesetzbuchs ist das in Deutschland geltende Kinder- und Jugendhilferecht. Es ist mit dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) zum 1.1.1991 in das SGB eingefügt worden. Durch dieses Recht wurde das zuvor im Jugendwohlfahrtsgesetz, früher im Reichsjugendwohlfahrtsgesetz, enthaltene Recht reformiert. Die rechtlichen Regelungen beschreiben die öffentliche Verantwortung für das Aufwachsen junger Menschen; sie benennen die Leistungen der Jugendhilfe und die Aufgaben der öffentlichen Stellen. Die Einführung eines achten Buches in das Sozialgesetzbuch war das Kernstück des SGB.

Regelungsgegenstand dieses Buches des SGB ist ein Bereich der sozialen Wirklichkeit, der sich aus der Armenfürsorge entwickelt hat und mit den Worten "Jugendpflege", "Jugendfürsorge" und - diese Begriffe zusammenfassend - mit "Jugendhilfe" bezeichnet wird.

Zum KJHG ist eine Reihe von Kommentaren sehr verschiedenen Umfanges erschienen. Sammelbände geben einen Überblick über die Auswirkungen der Regelungen auf die Jugendhilfepraxis. Einige monographische Darstellungen zu einzelnen Fragestellungen liegen vor. Dieses Einführungsbuch will - von praktischen Fällen ausgehend - in das Rechtsgebiet praxisorientiert einführen.

Großkommentare zum SGBVIII
(mehrbändige Arbeitsmittel für die wissenschaftliche und vertiefte Auseinandersetzung mit einzelnen Fragen des Kinder- und Jugendhilferechts)

K. Hauck/A. Stähr (Hrsg.) , SGBVIII, Berlin, Loseblattsammlung: Stand Dezember 2014; K.-W. Jans/G. Happe/H. Saurbier/U. Maas , Kinder- und Jugendhilferecht, Loseblattsammlung, Stuttgart; Stand April 2014; R. Wabnitz/G. Fieseler/H. Schleicher , Kinder- und Jugendhilferecht, Neuwied Loseblattsammlung: Stand Dezember 2014.

Handkommentare
(Werke zur vertieften Auseinandersetzung mit dem Recht)

H.-P. Jung (Hrsg.) , SGBVIII Kinder- und Jugendhilfe, Berlin 2006; P.-C. Kunkel (Hrsg.) , Sozialgesetzbuch VIII, 5.Aufl., Baden-Baden 2014; E.-W. Luthe/G. Nellissen (Hrsg.) , JurisPraxiskommentar SGBVIII, Saarbrücken 2014; W. Möller/Ch. Nix (Hrsg.) , Kurzkommentar zum SGBVIII - Kinder- und Jugendhilfe, München 2006; P. Mrozynski , Kinder- und Jugendhilfegesetz, 5.Aufl., München 2009; J. Münder u.a. , Frankfurter Kommentar zum SGBVIII, 7.Aufl., Baden-Baden 2013; W.Schellhorn u.a. (Hrsg.) , SGBVIII/Kinder- und Jugendhilferecht, 5.Aufl., Neuwied 2015; R. Wiesner (Hrsg.) , SGBVIII, 5.Aufl., München 2015.

Auf zwei Wörterbücher zum Kinder- und Jugendhilferecht soll an dieser Stelle ebenfalls hingewiesen werden:

AGJ (Hrsg.) , Kinder- und Jugendhilferecht von A-Z, München 2008; R. Wabnitz (Hrsg.) , Handwörterbuch Kinder- und Jugendhilferecht, Baden-Baden 2004.

2 In dem vorliegenden Buch werden historische Bezüge und sozialwissenschaftliche Sichtweisen in die Darstellung nur insoweit einbezogen, wie es zum Verständnis der juristischen Probleme erforderlich ist. Dies geschieht in vollem Respekt vor jenen Zugängen zu den Themen der Jugendhilfe und in dem Wissen, dass ein juristischer Zugriff besonders auf diese Themen notwendigerweise beschränkt ist. Mit ihren geisteswissenschaftlichen Methoden, Sollenssätze von Sollenssätzen abzuleiten, verzichtet die Rechtswissenschaft bewusst auf einen eigenen Zugriff auf die sozial- und naturwissenschaftlichen Formen der Erkenntnis, nämlich Regeln aus der Wirklichkeit abzuleiten. Insbesondere sozialwissenschaftliche Erkenntnisse aber sind für die jugendhilferechtliche Praxis von eminenter Bedeutung, weite Teile des Jugendhilferechts wären ohne sie unanwendbar. Deshalb werden in diesem Text die Stellen, an denen es entscheidend auf Erkenntnisse ankommt, die außerjuristischer Maßstäbe bed

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