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Der Tod gibt keine Ruhe Faszinierende Fälle aus der Rechtsmedizin von Püschel, Klaus (eBook)

  • Verlag: Ellert & Richter Verlag
eBook (ePUB)
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Der Tod gibt keine Ruhe

Der gewaltsame Tod kann grausam sein - und die Phantasie eines Täters sowie sein Tatverhalten extrem und bizarr. Oft genug blicken wir bei Tötungsdelikten in finsterste Seiten der menschlichen Psyche, in bodenlose Abgründe. Warum musste ein Mensch sterben, so plötzlich und völlig unerwartet? Was musste das Opfer ertragen? Was genau ist in den letzten Augenblicken seines Lebens geschehen? Rechtsmediziner lösen die Rätsel, die der Tod mit sich bringt. Warum wurden sieben Menschen in einem Restaurant getötet, brutal hingerichtet mit Kopfschüssen? Welches Schicksal erlitt eine lebensfrohe Frau, deren Spur sich vor fast drei Jahrzehnten plötzlich verlor? Wie wurde ein Mann zum kaltblütigen Auftragskiller? Wohin verschwanden die Toten aus der Leichenhalle? Wie ging der Sexualmörder bei seiner grauenhaften Verbrechensserie vor? Rechtsmediziner Klaus Püschel, seit vier Jahrzehnten international gefragter Experte seines Fachs, hat alles gesehen, analysiert und rekonstruiert, was Menschen anderen Menschen antun. Und Gerichtsreporterin Bettina Mittelacher hat in zahllosen Prozessen mit angehört, wie Menschen zu Gewaltverbrechern wurden und durch welche Hölle ihre Opfer gegangen sind. Gemeinsam haben Mittelacher und Püschel ihr drittes Buch über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin geschrieben. Diese wahren Geschichten sind spannender, schockierender und monströserals jeder ausgedachte Krimi. Klaus Püschel wurde 1983 in Rechtsmedizin habilitiert und 1985 zum Professor berufen. Er sieht sich als Arzt für die Schattenseiten des Lebens; die Opfer sind seine Patienten. 'Kein Fach ist so lebendig wie die Rechtsmedizin', sagt Püschel, der seit 1991 Direktor des Hamburger Instituts für Rechtsmedizin und deutschlandweit sowie international als Kapazität auf dem Gebiet der Forensik gefragt ist. Püschel ist Ehrenkommissar der Hamburger Polizei und Autor zahlreicher Fachbücher. Die Journalistin Bettina Mittelacher hat sich auf die Schilderung von Kriminalfällen spezialisiert. Die Ur-Ur-Enkelin des Dichters und Juristen Theodor Storm ergründet als Gerichtsreporterin die Psyche von Verbrechern und berichtete über spektakuläre Prozesse wie das Attentat auf Tennisspielerin Monica Seles, das Zugunglück von Eschede, Verbrechen an Kindern und den Säurefassmord. Bettina Mittelacher schreibt Justizkolumnen für das Hamburger Abendblatt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 326
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783831910311
    Verlag: Ellert & Richter Verlag
    Größe: 2429 kBytes
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Der Tod gibt keine Ruhe

Manchmal stirbt man schneller, als man denkt

"Bemiss deine Lebenszeit; für so vieles reicht sie nicht." Es sind besonders kluge Worte, die von dem römischen Philosophen und Schriftsteller Seneca stammen. Wie viel Zeit bleibt jedem von uns? Wie kann er sie bestmöglich nutzen? Diese Fragen beschäftigen die meisten Menschen. Und während viele zumindest auf die zweite Frage ihre ganz persönliche Antwort finden, bleibt die erste im Dunkeln. Als Rechtsmediziner und damit als Experte in Sachen Tod wird man häufig in Diskussionen einbezogen, bei denen es um den Wert des menschlichen Lebens geht. Auch um den Sinn des Lebens, um die Frage eines Lebens nach dem Tod oder die Einstellung zu Tod und Sterben ganz allgemein.

Eine Feststellung ist gleichermaßen banal und tiefsinnig: Das einzig Sichere im menschlichen Leben ist, dass wir sterben müssen. Wir wissen nur nicht genau wann, wie, wo und woran. Die Fälle in der Rechtsmedizin lehren uns: Leider stirbt man manchmal schneller, als man denkt.

Dieser Gedanke macht vielen von uns Angst. Es gibt nicht wenige, die dagegen anarbeiten, zum Beispiel, indem sie versuchen, besonders gesund zu leben, indem sie häufig Ärzte aufsuchen oder ängstlich allen möglichen Gefahren aus dem Weg gehen. Das kann sich in Einzelfällen bis hin zu einer Phobie entwickeln, oder es entstehen Persönlichkeitsstörungen oder psychosomatische Krankheitsbilder. Andere Menschen haben Angst davor, eventuell vorschnell für tot erklärt zu werden. Die Furcht vor dem Scheintod gehört zu unseren Urängsten.

Und manche Menschen scheinen überhaupt keine Angst vor dem Tod zu haben. Sie stürzen sich in waghalsige Abenteuer, vielleicht treiben sie relativ gefährliche Sportarten wie Autorennen, Speedboot, Klettertouren und Gleitschirmfliegen. Sie scheinen den Kitzel der Gefahr regelrecht zu suchen.

Für diesen Typus gilt: Den Bruchteil einer Sekunde unaufmerksam, einmal falsch reagiert, ein Fehltritt, eine falsche Entscheidung - schon ist man tot. Einerseits ist der Mensch ein biologisches Wunderwerk. Man überlege nur: 60 Herzschläge pro Minute, 60 x 60 pro Stunde, 60 x 60 x 24 pro Tag, 60 x 60 x 24 x 365 pro Jahr, und das eventuell hundert Jahre lang: 60 x 60 x 24 x 365 x 100 = 3.153.600.000 Herzschläge ohne eine einzige Rhythmusstörung. Und andererseits genügt ein unter Umständen winziger Moment zur falschen Zeit für eine tödliche Komplikation.

Unsere genetische Information ist darauf ausgerichtet, dass wir maximal 120 Jahre alt werden können. Einige Menschen wollen allerdings nicht wahrhaben, dass dann auch die DNA so gealtert ist, dass die zum Weiterleben erforderlichen Steuerungsvorgänge versagen. In der Hoffnung, später einmal wieder aufgeweckt zu werden und weiterzuleben, lässt sich mancher bei minus 192 Grad in flüssigem Stickstoff einfrieren. In diesem Zusammenhang entsteht natürlich die Frage, ob es der Wissenschaft eines Tages gelingt, an unserem Erbgut, also der DNA, so frühzeitig Reparationsvorgänge durchzuführen, dass weder die DNA noch Zellen, Gewebe oder Organe altern. Das wäre dann der Schlüssel zum ewigen Leben!

Aber davon sind wir noch sehr weit entfernt. Altersbedingte Abbauvorgänge, Krankheiten und Krebs können wir nicht verhindern. Immerhin liegt die mittlere Lebenserwartung bei Frauen in Westeuropa heutzutage bei etwa 84 Jahren, die für Männer bleibt demgegenüber einige Jahre zurück. Von den heute geborenen Kindern werden relativ viele das biblische Alter von 100 Jahren erreichen. So weit, so gut, könnte man sagen. Andererseits gibt es in der Endphase des Lebens doch auch viele recht schwierige Aspekte: Altersabbau, Krankheiten, Immobilität, Demenz, Einsamkeit, fehlende Sinngebung.

Aus der Sicht der Rechtsmedizin kann man dies zum Beispiel bei der Krematoriumsleichenschau nachvollziehen, der in den meisten Bundesländern

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