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Der Vorsorgeplaner Wie Sie durch Vollmachten, Verfügungen und Testamente für den Krankheits-, Pflege- und Erbfall vorsorgen von Maulbetsch, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2016
  • Verlag: Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H.
eBook (ePUB)
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Der Vorsorgeplaner

Für alle Fälle vorsorgen Niemand weiß, was morgen ist. Gerade darum ist es wichtig, mit klar formulierten Vollmachten, Verfügungen und Testamenten für den Krankheits-, Pflege- und Todesfall vorzusorgen. 'Der Vorsorgeplaner' stellt mit Praxisbeispielen, Formularen und Checklisten das 'Handwerkszeug' für eine perfekte Vorsorge bereit. Er erklärt, wie sich Regelungen für Krankheit, Unfall, Alter, Pflege und Erbfall zu einem umfassenden Maßnahmenpaket kombinieren lassen, und enthält alle wesentlichen Muster und Formulierungshilfen. Tipps erfahrener Experten vereinfachen die praktische Umsetzung, ein Serviceteil mit Adressen und Internet-Links rundet den Vorsorgeplaner ab. Thomas Maulbetsch, Fachanwalt für Erbrecht in Fürth/Odenwald, Testamentsvollstrecker.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 08.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709407707
    Verlag: Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H.
    Größe: 1299 kBytes
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Der Vorsorgeplaner

Kapitel 2

Vorsorge für den Erbfall

Bestattungsverfügung

Unter die "Totenfürsorge" fällt das Recht, den Ort der letzten Ruhestätte zu bestimmen und die Bestattung des Verstorbenen zu organisieren. Sie beinhaltet auch die Grabfürsorge und das Recht, den Verstorbenen umzubetten (zum Beispiel an einen von ihm gewünschten Ort). Das Recht der Totenfürsorge steht einer Person zu, die der Verstorbene vor seinem Tod auf der Basis seines Selbstbestimmungsrechts bestimmt hat. Diese Person muss nicht der Ehegatte oder ein Verwandter sein. Jede Bürgerin und jeder Bürger verfügt über die Freiheit, einer Person ihres Vertrauens - zum Beispiel einem Lebenspartner, einem Freund oder einem Angehörigen der eigenen Religionsgemeinschaft - die Totenfürsorge zu übertragen.

Nur wenn der Erblasser selbst keine Wahl getroffen hat, wer die Totenfürsorge ausüben darf, sehen die Landesgesetze hierfür die nächsten Angehörigen in folgender Reihenfolge vor:

1. Ehegatte

2. Lebenspartner

3. volljährige Kinder

4. Eltern

5. volljährige Geschwister

6. Großeltern

7. volljährige Enkelkinder

Es macht keinen Sinn, in einem Testament einen Totenfürsorgeberechtigten zu benennen und Anordnungen für die eigene Bestattung zu treffen. Die Nachlassgerichte eröffnen in aller Regel erst einige Wochen nach einem Todesfall das Testament des Verstorbenen. Zu diesem Zeitpunkt muss aber die Beerdigung nach den Vorgaben des Gesetzgebers bereits erfolgt sein. Da die Bestattung wenige Tage nach dem Todesfall erledigt sein muss, kann der in einem Testament dargelegte Wille des Verstorbenen gar nicht realisiert werden.

Wer also einer Person seines Vertrauens das Recht übertragen will, die Beisetzung zu organisieren, sollte dies in einem gesonderten Schriftstück festlegen. Ein solcher vom Erblasser geäußerter Wille wird "Bestattungsverfügung" genannt. Eine solche Verfügung in den eigenen persönlichen Unterlagen oder im Besitz einer nahestehenden Person kann dann unmittelbar nach dem Todesfall umgesetzt werden.
Wozu dient eine Bestattungsverfügung?

Eine Bestattungsverfügung kann im Einzelnen Antworten auf folgende Fragen geben: Welche Person darf für die Durchführung der Bestattung Sorge tragen, über den Leichnam bestimmen und über die Art der Bestattung sowie den Ort und die Gestaltung der letzten Ruhestätte entscheiden? Die mit diesem Dokument vom Verstorbenen berechtigte Person kann damit selbst - auch gegen den erbitterten Widerstand der Angehörigen - den Willen des Verstorbenen durchsetzen und für seine wunschgemäße Bestattung Sorge tragen. Die Bestattungsverfügung dient damit der Durchsetzung des eigenen Willens des Verstorbenen in Bezug auf den Umgang mit seiner Leiche, die Art der Bestattung und den Ort der letzten Ruhestätte. Eine Bestattungsverfügung ist ein hervorragendes Mittel, um einen absehbaren Streit unter den Angehörigen über die Totenfürsorge zu vermeiden. Sie sorgt für eine schnelle und reibungslose Abwicklung der Beerdigung nach den Wünschen und Vorgaben des Verstorbenen.

Eine Bestattungsverfügung muss keiner bestimmten Form entsprechen. Sie kann handschriftlich oder am Computer getippt und dann mit der Hand unterschrieben werden. Sogar eine mündliche Verfügung in einem Gespräch ist denkbar. Aus Beweisgründen empfiehlt sich jedoch dringend, eine schriftliche Bestattungsverfügung abzufassen. Andernfalls ist die gewünschte Sicherheit im Rechtsverkehr nicht gewährleistet. Eine Bestattungsverfügung sollte zumindest folgende Fragen beantworten:

Welche Person ist zur Durchführung der Bestattung berechtigt?
Wie soll die Bestattung im Einzelnen ausgestaltet sein (Angaben zu Ort und Art der Bestattung)?
Welche Eigenschaften soll der Grabstein haben, wie soll er aussehen, welche Inschrift soll er tragen?
Wie soll die Trauerfeier gestaltet sein?
Formulierungsbeispiel "Bestattungs

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