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Es sind nicht nur Gebäude. Was Anleger über Immobilienmärkte wissen müssen Mieten oder kaufen- Lohnen sich Immobilien als Kapitalanlage? Der Immobilienratgeber für Privatanleger und Laien. von Just, Tobias (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.08.2016
  • Verlag: Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
eBook (ePUB)
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Es sind nicht nur Gebäude. Was Anleger über Immobilienmärkte wissen müssen

Mieten oder kaufen - Lohnen sich Immobilien als Kapitalanlage? Immobilien prägen unser Stadtbild. Sie bieten aber nicht nur Wohn- und Arbeitsraum, sondern sind auch ein lukratives Investment: Denn sie gelten als sichere Geldanlage. Argumente wie der Inflationsschutz und die Bedeutung einer guten Lage sind ausschlaggebend. Die fachkundigen Autoren Just und Uttich stellen die Besonderheiten von Immobilien als Kapitalanlage vor. Leicht verständlich erklärt der Immobilienratgeber die größten Gefahren bei der Anlage. - Anlagevermögen für Laien und Profis - Mit vielen Praxisbezügen und lukrativen Tipps - Leicht und flott geschrieben Immobilienökonomie für den Nachttisch! Das Buch schließt eine Lücke zwischen schlichten Immobilienratgebern für Häuslebauer und wissenschaftlichen Fachbüchern für Spezialisten. Mit vielen Praxisbezügen und leicht verständlich geschrieben erhält der Leser einen umfassenden Überblick. Tobias Just, Professor, ist Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg und Wissenschaftlicher Leiter der IREBS Immobilienakademie. 2013 wurde Just als 'Kopf der Immobilienwirtschaft' ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 231
    Erscheinungsdatum: 24.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956011931
    Verlag: Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
    Größe: 481 kBytes
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Es sind nicht nur Gebäude. Was Anleger über Immobilienmärkte wissen müssen

1. Der Nutzer steht im Mittelpunkt

Kein erfolgreiches Immobiliengeschäft ohne sinnvolle Nutzung.

Es muss Klarheit herrschen, welcher Nutzer eine Fläche an welchem Standort und für welche Aktivitäten benötigt. Die Fläche muss zum Nutzer passen. Für jede Immobilieninvestition ist das der Schlüssel zum Erfolg, denn erst die Nutzung macht eine Immobilie wertvoll.

Es ist schon ein merkwürdiges Phänomen, mit dem die deutsche Immobilienwirtschaft Tag für Tag konfrontiert wird. Das Dach über dem Kopf befriedigt ähnlich wie Essen und Trinken ein elementares Grundbedürfnis des Menschen. Und doch ist das Verhältnis der Immobilienbranche, die schließlich das Dach über dem Kopf bereitstellt, zu ihrer Kundschaft und damit der breiten Öffentlichkeit von Vorurteilen und Missverständnissen geprägt. Für die Situation und die Bedürfnisse der jeweils anderen Seite Verständnis aufzubringen, ist eher die Ausnahme als die Regel.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Die Wahrnehmung des Nutzers von seiner Fläche, von dem Raum, der sie umgibt, ist immer subjektiv. Er sieht nur, wie er darin zurechtkommt, ob dort alles seinen Bedürfnissen und Ansprüchen entspricht. Stimmen die Lage und die Bauqualität? Lassen sich mit dem Zuschnitt und der Ausstattung der Fläche die ursprünglich beabsichtigten Vorstellungen und Aktivitäten umsetzen? Und dann noch die ganzen Detailfragen, dieses Klein-Klein des Alltags: Funktioniert die Heizung? Warum läuft das Wasser mit so wenig Druck? Was riecht hier eigentlich so komisch? Die grundsätzlichen und die alltäglichen Fragen können einen Nutzer schon auf Trab halten - egal, ob das Gebäude, in dem er sich befindet, ihm selbst gehört oder nur gemietet ist.

Kein Wunder also, dass der Gesamtzusammenhang, in dem diese einzelne Immobilie steht, den Nutzer im Normalfall überhaupt nicht interessiert. Es interessiert ihn nicht, wie der Immobilienmarkt funktioniert und wer die treibenden Kräfte in ihm sind. Er sieht, ob die Mieten oder Preise steigen oder fallen. Er sieht, dass die Hausverwaltung besser oder schlechter erreichbar ist. Gelegentlich sieht er als interessierter Zeitgenosse noch, dass man in diesem Geschäft offenbar viel Geld verdienen - und natürlich auch viel Geld verlieren kann. Doch schon die Kenntnis, dass es eine Unterscheidung zwischen Wohnimmobilien und Gewerbeimmobilien gibt, dass Wohnimmobilien und Gewerbeimmobilien als unterschiedliche Märkte zum Beispiel unterschiedlich stark gesetzlich reguliert sind, ist für den überwiegenden Teil der Bevölkerung nicht selbstverständlich.

Es ist vielleicht dieses Desinteresse an ihrem Tun, das wiederum die Akteure in der Immobilienbranche dazu verführt, dass sie in ihrem hektischen Geschäft den Nutzer zuweilen aus den Augen verlieren. Allerdings hat die Immobilienwirtschaft auch über Jahrzehnte auf einer Butterblumenwiese agiert, auf der sie es sich bequem machen und getrost über die Wünsche ihrer Kunden, die gelegentlich vorbeischauten, hinweggehen konnte. Nach 1945 herrschte überall Flächenknappheit im Lande. Egal, was man gebaut hat, es wurde vermietet. Erst in den späten 80er Jahren änderte sich dies. Seither muss die Branche viele Lehren ziehen, die andere Branchen schon früher hatten ziehen müssen. Sie muss sich insgesamt professionalisieren, ihre Mitarbeiter qualifizieren, ihre Prozesse automatisieren und alle Beteiligten besser informieren. Diese Umstellung ist bis heute nicht abgeschlossen.
Immobilien verlangen Improvisationstalent

Die Gefahr, den Nutzer mit seinen Bedürfnissen nicht genügend zu beachten, ist allerdings auch systembedingt. Es gibt wahrscheinlich keine andere Branche, in der so viel Improvisationstalent, so viel rasche Auffassungsgabe und so viel Empathie gefragt ist - alles Dinge, die sich nicht standardisieren lassen. Immobilien zu bauen, zu vermarkten und zu betreiben, bedeutet zuallererst, jeden Tag aufzustehen und

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