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Gute Eltern trotz Trennung Rechte und Pflichten - zum Wohl des Kindes von Schmidt, Volker (eBook)

  • Verlag: Beobachter-Edition
eBook (ePUB)
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Gute Eltern trotz Trennung

Seit dem 1. Juli 2014 ist das gemeinsame Sorgerecht in der Schweiz der Regelfall. Mütter und Väter, die sich scheiden lassen oder nicht verheiratet sind, üben zusammen die elterliche Sorge für ihr Kind aus. Das fordert eine hohe Kompromissbereitschaft, Vernunft und Sozialkompetenz bei den Eltern und allen Beteiligten, damit das Wohl des Kindes im Fokus bleibt. Mit dem Sorgerecht ist jedoch nicht nur geregelt, welche Rechte die jeweiligen Elternteile haben, sondern auch welche Pflichten. Denn die Eltern müssen sämtliche Fragen der elterlichen Sorge gemeinsam entscheiden: Welche Schule oder welchen Kindergarten besucht das Kind? Soll es in den Religionsunterricht? Wird das Kind geimpft? Darf es einen Auslandaufenthalt absolvieren? Auch bei Vermögensangelegenheiten oder beim Beantragen eines Passes müssen sich die Eltern einig sein. Das sorgt für Gesprächsstoff, birgt aber auch viel Konfliktpotenzial. Der Beobachter-Ratgeber hilft, diese Herausforderungen anzugehen und die Verantwortung für das gemeinsame Kind zu tragen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 200
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783038751977
    Verlag: Beobachter-Edition
    Größe: 3517 kBytes
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Gute Eltern trotz Trennung

Was bedeuten Trennung und Scheidung für die Kinder?

Auch wenn Scheidungen heute quasi als "normal" gelten, stellen sie für die betroffenen Kinder keine Bagatellereignisse dar, sondern erfordern oft hohe Anpassungsleistungen. Auf den folgenden Seiten finden Sie Ergebnisse aus der Scheidungsforschung und bekommen Tipps dazu, was Ihr Kind nach einer Trennung oder Scheidung für ein gesundes Gedeihen braucht.

Die Zahl der Ehescheidungen hat sich in der Schweiz in den letzten 30 Jahren nahezu verdoppelt, mit einem Höchststand von 22081 Scheidungen im Jahr 2010. Im Jahr 2017 wurden 15906 Scheidungen ausgesprochen. Gemäss Einschätzungen des Bundesamts für Statistik liegt die Wahrscheinlichkeit einer Scheidung heute bei 40 Prozent - zwei von fünf Ehen werden also geschieden.

Der Anteil der Scheidungen, bei denen minderjährige Kinder betroffen waren, lag in den letzten Jahren relativ konstant bei knapp 45 Prozent. Bei fast der Hälfte aller Scheidungen müssen also auch Kinder mit den Folgen fertig werden (siehe Grafik).

Ein Blick in die Statistik

Zwischen 1950 und 2017 ist die Zahl der Kinder, die eine Scheidung ihrer Eltern erlebten, in der Schweiz von 4000 auf rund 11500 angestiegen, was einer Steigerung von fast 300 Prozent entspricht. In anderen westlichen Industrieländern zeigt sich ein ähnlicher Trend. Entsprechend gross ist die Forschungsaktivität zum Thema Scheidungsfolgen für Kinder (siehe Kasten auf der nächsten Seite). Eine der wichtigsten Fragen dieser Scheidungsforschung ist: Welche Folgen hat das Ereignis "Scheidung" für die Kinder und wie passen sie sich an die veränderten Lebensbedingungen an?

Vergleich von Scheidungskindern mit Nicht-Scheidungskindern

Es lässt sich nicht wegdiskutieren, dass es für ein Kind belastend ist, wenn seine Eltern sich trennen - auch heute noch. Das Kind muss sowohl die direkten als auch die indirekten Folgen der Trennung oder Scheidung bewältigen.

SCHEIDUNGEN UND SCHEIDUNGSHÄUFIGKEIT

Quelle: Bundesamt für Statistik, 2017

FORSCHUNGSAKTIVITÄT ZU DEN SCHEIDUNGSFOLGEN FÜR KINDER

- 60er-Jahre: Erste Studien werden in den USA durchgeführt.

- 80er-Jahre: In unterschiedlichen Ländern wird intensiv zum Thema Scheidungsfolgen für Kinder geforscht.

- 90er-Jahre: Verschiedene Studienergebnisse können repliziert werden, was ihre Aussagekraft bestätigt.

- Meta-Analysen (Zusammenfassung und Auswertung früherer Forschungsarbeiten). Die zwei bekanntesten Meta-Analysen sind:

- Amato & Keith (1991) für die Jahre 1960-1990 mit 92 Studien und einer Gesamtstichprobe von 13000 Kindern

- Amato (2001) für die Jahre 1990-2000 mit 67 Studien

- Zu den direkten oder primären Folgen der Trennung oder Scheidung gehören zum Beispiel:

- Konflikte der Eltern

- Trennung der Eltern

- Einschränkung des Kontakts zu einem Elternteil

- Zu den indirekten oder sekundären Folgen gehören Dinge wie:

- Veränderung des Wohnorts

- schlechtere finanzielle Verhältnisse

- mehr Berufstätigkeit des hauptsächlich betreuenden Elternteils

- mehr Fremdbetreuung

- Verlust des Freundesnetzes

Verschiedene Studien zeigen, dass Kinder aus Scheidungsfamilien eine schlechtere Befindlichkeit aufweisen als Kinder aus intakten Familien. Die gute Nachricht ist aber, dass diese Effekte nicht sehr stark ausfallen. Anders ausgedrückt: Die Unterschiede sind zwar nachweisbar, aber nur gering ausgeprägt.

UNTERSCHIEDE VON SCHEIDUNGS- UND NICHT-SCHEIDUNGSKINDERN

Es kristallisieren sich sieben Bereiche heraus, in denen Kinder, deren Eltern getrennt oder geschieden sind, schlechter abschneiden als Nicht-Sche

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