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Mein Recht - Ich geb nicht auf Die besten Fälle aus der Sendung - So kommen Sie zu Ihrem Recht von Horwath, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.03.2018
  • Verlag: Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H.
eBook (ePUB)
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Mein Recht - Ich geb nicht auf

So kommen Sie zu Ihrem Recht
Zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher kämpfen um ihr Recht - ob gegen Nachbarn, Behörden oder Firmen. Oft müssen sie langwierige und emotional belastende Auseinandersetzungen um ihre Sache in Kauf nehmen. Doch es gibt Unterstützung! Rechtsanwalt Dr. Christian Horwath hilft Betroffenen, den Paragrafen-Dschungel zu durchschauen, und zeigt, welche Möglichkeiten sie haben, ihr Recht durchzusetzen. Von Nachbarschaftskonflikten über Internet-Abzocke, Tücken in Mietverträgen und Erbschaftsstreitigkeiten bis hin zu Ärztepfusch - anhand der spannendsten Fälle aus seiner Sendung verdeutlicht Rechtsexperte Christian Horwath die Gesetzeslage in Österreich und zeigt, wie Betroffene bekommen, was ihnen zusteht. Dr. Christian Horwath ist Rechtsanwalt in Graz. Seit 2014 führt er durch die erfolgreiche Sendung 'Mein Recht - Ich geb nicht auf' auf ATV.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 28.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709409343
    Verlag: Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H.
    Größe: 6857 kBytes
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Mein Recht - Ich geb nicht auf

Mutter und Tochter, Behija und Amila Bukvic, waren glücklich, als sie vor eineinhalb Jahren eine passende Gemeindewohnung im Grüngürtel von Graz bekommen haben. Es gibt einen Balkon und einen Garten, den sich die Hausbewohner teilen. Leider gibt es aber auch eine Nachbarin, genau einen Stock über den Bukvics. Die Beziehung zur Nachbarin könnte nicht schlimmer sein. Rassistische Beschimpfungen sind fast noch das geringste Übel. Es gab Vorfälle, in denen Dreck oder Nägel auf die Bukvics geworfen wurden, als diese die Wäsche im Garten aufhängen wollten. Es gab Sachbeschädigungen am Auto und es gab sogar Handgreiflichkeiten.

Dementsprechend dick ist der Akt, den Dr. Horwath vorfindet. Neunmal war schon die Polizei da, mehrmals wurde - gegenseitig - angezeigt und wegen Verleumdung, Sachbeschädigung und Körperverletzung vor Gericht verhandelt. Dr. Horwath ist sofort klar, dass die beiden Parteien weit über den Zeitpunkt hinaus sind, in dem man in einem klärenden Gespräch vermitteln kann. Solche Gespräche wurden schon versucht und sind kläglich gescheitert.

Tochter und Mutter Bukvic sind verzweifelt.

Dr. Horwaths erster Schritt ist der Versuch, herauszufinden, wie es soweit kommen konnte. Amila Bukvic hat dazu eine interessante These. Sie vermutet, dass die obere Nachbarin die Bukvic-Wohnung für die eigene Tochter haben wollte. Als das Wohnungsamt sie aber den Bukvics zuwies, wurden diese automatisch zu "Feinden".

Mutter Behija sagt unumwunden, dass sie gerne umziehen würde, aber bevor sie nicht mindestens drei Jahre in der Wohnung gewohnt haben, stimme das Wohnungsamt einem Wechsel nicht zu.

Dr. Horwath besucht die Nachbarin, die immerhin ein kurzes Gespräch zulässt. Sie sagt, das sei alles anders, sie sei bestimmt nicht ausländerfeindlich, aber ansonsten verweist sie auf ihren Anwalt. Für Dr. Horwath ist das der perfekte Weg, um mit einem Kollegen auf fachlicher Ebene ein klärendes Gespräch jenseits aller Emotionen führen zu können. Der Anwalt der Nachbarin, Dr. Lehofer, erzählt das Gleiche wie die Bukvics, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Demnach gingen die Probleme und die vielen Anzeigen von den Bukvics aus, und es sei die Nachbarin, die "ja nur ihre Ruhe haben wolle". Aussage steht gegen Aussage, nie gab es Zeugen.

Bemerkenswert für Dr. Horwath ist jedoch das unumstößliche Faktum, dass alle Anzeigen und Verfahren eingestellt wurden. Kann es sein, dass hinter dem monströsen Akt nur ein Schwall heißer Luft steht?

Das sagt Dr. Horwath

Natürlich kann man wieder rechtliche Schritte einleiten, wie etwa eine Unterlassungsklage oder eine Anzeige wegen Sachbeschädigung. Aber außer Kosten und Stress wird dabei nichts herauskommen.

Generell hat es wenig Sinn zu klagen, wenn man nicht beweisen kann, was die Gegenseite getan hat. Daher ist es wichtig, dass man sich bemüht, Zeugen zu haben, wenn man mit einer Anzeige Erfolg haben will.

Dr. Horwath bekommt die Gelegenheit, mit einer weiteren Bewohnerin des Hauses zu sprechen. Auch wenn Frau Morina bei den meisten Vorfällen nicht Zeugin war, kann sie immerhin etwas über die Charaktere der Streitparteien sagen. Frau Morina erzählt Beobachtungen, die recht deutlich zeigen, von wem die Aggressivität ausgeht. Die Nachbarin von oben ruft Dinge wie "Du asoziale fette Drecksau" vom Balkon, und sie wurde beobachtet, wie sie absichtlich Blumenbeete zertrampelt hat.

Als Nächstes sucht Dr. Horwath das zuständige Wohnungsamt auf. Die Stadträtin bestätigt, dass ein Wohnungswechsel erst nach drei Jahren möglich ist, aber Dr. Horwath schildert eindringlich die prekäre Lage, in der sich Mutter und Tochter Bukvic befinden, und erwirkt die Zusage, dass das Wohnungsamt eine Ausnahme machen wird. Die Suche nach einer anderen geeigneten Wohnung geht los.

Das sagt Dr. Horwath

Bei der Vergabe von Gemeindewohnungen ist man auch vom Wohlwollen des Wohnungsamtes bzw. von der Stadt abhängig.

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