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Mein Recht im Internet Sicher surfen, shoppen, posten, downloaden und vieles mehr von Dresen, Rainer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.04.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
8,99 €
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Mein Recht im Internet

Informiert, wenn's passiert: Nicht mehr auf Online-Betrüger reinfallen Ob mit Smartphone, dem Tablet, oder am Computer: Täglich gehen wir ins Internet und bestellen, abonnieren und schreiben, was uns gefällt. Dabei bemerken wir oft gar nicht, dass das Netz kein rechtsfreier Raum ist, sondern auch hier konkrete Regeln und Gesetze gelten. Meist wird dies einem erst klar, wenn Fragen und Probleme auftauchen: - Wie gehe ich mit Betrugsversuchen, Abofallen und Datenmissbrauch um? - Wann muss ich Rücksendekosten von Bestellungen tragen? - Was muss ich beim Streamen von Serien im Internet beachten? - Darf Facebook gegen meinen Willen Fotos von mir zeigen? Wenn Sie sich solche Fragen auch schon einmal gestellt haben, wird es höchste Zeit, sich über Ihre Rechte im Internet schlau zu machen. Rainer Dresen ist Rechtsanwalt, Verlagsjustiziar, Fachautor und Dozent für viele Themen rund ums Buch. Als Kolumnist eines Branchenmagazins schreibt er über Interessantes und Kurioses aus der Verlagsszene. Den Großteil seiner Freizeit verbringt er im Hand- und Kopfstand.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 16.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641204983
    Verlag: Goldmann
    Größe: 641 kBytes
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Mein Recht im Internet

MEINE DATEN GEHÖREN MIR - DATENSCHUTZ IN SOZIALEN NETZWERKEN

I. Einführung

Die Bedeutung des Datenschutzes wächst in gleichem Maße, wie wir bereit sind, online immer mehr private und privateste Informationen von uns preiszugeben. Die meisten Internetnutzer sind mittlerweile sensibilisiert und erklären sich nicht mehr leichtfertig damit einverstanden, dass ihre personenbezogenen Daten unbegrenzt und uneingeschränkt verarbeitet werden. Immer mehr gesetzliche Schutzvorschriften begrenzen die Möglichkeiten der Unternehmen, Daten zu sammeln. Dies bekam Ende 2015 auch Facebook zu spüren.

II. Fall

Facebook und andere soziale Netzwerke machen einiges möglich: Zum Beispiel können Sie dort sämtliche Aktivitäten Ihrer Freunde und Bekannten über Jahre mitverfolgen, etwa den Wandel Ihres besten Kumpels vom verhaltensauffälligen Junggesellen auf Mallorca hin zum fürsorglichen Familienvater im Bayerischen Wald. Wenn Sie die sozialen Netzwerke fleißig füttern, erfährt Ihr persönliches Umfeld alles, was Sie bewusst oder auch nur unbewusst von sich offenbaren. Datenpreisgabe erfolgt eigentlich immer, wenn wir online sind.

Aber haben Sie sich nie gefragt, wozu es führen kann, wenn nahezu jeder Moment per Foto festgehalten und verbreitet wird, scheint er auch noch so privat zu sein? Das Ergebnis ist eine in der Menschheitsgeschichte nie gekannte Foto- und Informationsinflation, von der zwei Empfängerkreise profitieren: zum einen direkt Ihre Freunde und Bekannten, zum anderen aber auch indirekt die als Medium verwendeten sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram und so weiter, die geradezu danach gieren, Informationen jeder Art in Form von Postings, Likes oder Fotos zu erhalten, um sie dann für eigene oder fremde Zwecke zu nutzen.

Hinter diesen Plattformen stehen internationale, milliardenschwere Unternehmen. Dort arbeiten Marketingexperten, die pausenlos darüber nachdenken, wie sie all die unablässig fließenden Datenströme, die sie von Ihnen und uns allen erhalten, bestmöglich kommerzialisieren können. Da die Teilnahme an den Netzwerken für die User bekanntlich kostenlos ist, müssen die Betreibergesellschaften mangels Nutzungsgebühren andere Erlösquellen nutzen. Wer erfolgreich ein soziales Netzwerk etablieren und betreiben will, muss auch und vor allem die Fähigkeit haben, zahlende Industriekunden zu finden, denen er die Nutzungsbefugnisse an Ihren personalisierten Daten verkaufen kann. Letztlich ist es also das Geschick, aus Ihren und unseren Userdaten möglichst viel Profit zu machen, das den (Börsen-)Wert eines sozialen Netzwerks und damit letztlich auch die Gehälter der deshalb stets findigen Unternehmensmanager steigert.

Sie sind im Netz längst als überzeugter Radfahrer und Auto-Verweigerer bekannt? Dann wundern Sie sich nicht, dass Ihnen niemand mehr Werbung für Geländewagen zusendet. Stattdessen überschwemmt man Sie mit erstaunlich personalisierten Kaufempfehlungen, die tatsächlich sehr häufig Ihren Vorlieben und Ihren Neigungen entsprechen, wie zum Beispiel Werbung von Fahrradherstellern oder der Deutschen Bahn. Teilweise aber treibt "das System" aus Ihrer Sicht auch merkwürdige Blüten, wenn Sie zum Beispiel als zwar nicht mehr ganz junger, aber zumindest laut Ihrer Selbstwahrnehmung durchaus noch aktiver und vitaler Mensch in den besten Jahren feststellen, dass Sie bereits als Zieladressat für Hörgeräte- und Rollatorenwerbung identifiziert wurden. Und wer weiß, vielleicht wird ja die heute noch lässig abgetane Werbebotschaft schon morgen zu einer subtilen Kaufempfehlung, der Sie bereitwillig nachgeben.

Falls Sie sich aber wundern, wie denn der Fahrradfabrikant Ihre Leidenschaft so eindeutig mitbekommen hat, dann sollten Sie sich vielleicht einmal Ihre Postings bei Facebook, Twitter, Instagram und Co. anschauen. Nicht nur, dass Sie vielleicht ganze Fotogalerien von Ihrer Weltreise mit dem Fahrrad auf Facebook gepostet haben - Sie veröffentlichen

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