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Meine, deine, unsere Kinder Sorge, Umgang, Unterhalt von Demirci, Maria (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2015
  • Verlag: Verlag C.H.Beck
eBook (ePUB)
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Meine, deine, unsere Kinder

Familienrecht kompakt. Umfassend und besonders verständlich liefert dieser neue Ratgeber Antworten auf die rechtlichen Fragen zum Namens-, Sorge-, Umgangs-, Unterhalt- und Erbrecht für Paare ohne Trauschein, Alleinerziehende und Patchworkfamilien mit Kindern. Die Vorteile: - professionelle Infos u.a. zum Namens-, Sorge-, Umgangs- und Unterhaltsrecht - anschaulich durch Mustertexte, Beispiele und Checklisten - so umgehen Sie Fallstricke und finden beste Lösungen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 210
    Erscheinungsdatum: 19.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783406676932
    Verlag: Verlag C.H.Beck
    Größe: 4815 kBytes
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Meine, deine, unsere Kinder

47 2. Kapitel

Elterliche Sorge

I. Umfang des Sorgerechts - Rechte und Pflichten der Eltern

Die elterliche Sorge meint die Gesamtheit der Rechtsbeziehungen zwischen Eltern und ihren minderjährigen Kindern. Die elterliche Sorge wird in den 1626 ff. BGB geregelt und ist Ausfluss des verfassungsrechtlich garantierten und geschützten Elternrechts nach Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG. Nach 1626 BGB haben Eltern die Pflicht und das Recht, für das minderjährige Kind zu sorgen. Die elterliche Sorge beginnt mit der Geburt des Kindes und endet mit dessen Volljährigkeit oder Tod. Die elterliche Sorge endet auch, wenn das minderjährige Kind adoptiert wird, einem Elternteil das Sorgerecht entzogen bzw. auf den anderen Elternteil übertragen wird. Die elterliche Sorge umfasst dabei die Sorge für die Person des Kindes, sog. Personensorge und das Vermögen des Kindes, sog. Vermögenssorge.
1. Begriff der Personensorge

Die Personensorge umfasst die tatsächliche Betreuung des Kindes, insbesondere die Pflege, Beaufsichtigung und Erziehung des Kindes sowie das Recht, seinen Aufenthalt zu bestimmen, ( 1631 BGB). Von der Personensorge umfasst sind daher auch die Wahl, auf welche Schule das Kind geht und welche Ausbildung das Kind absolvieren und welchen Beruf es ergreifen soll, weiter die ärztliche Betreuung und Bestimmung der Freizeit des Kindes sowie dessen religiöse Erziehung.

48 Achtung!

Mit Erreichen des 12. Lebensjahres kann das Kind nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Glauben als bisher erzogen werden. Mit Erreichen des 14. Lebensjahres darf das Kind selbst entscheiden, an welches religiöse Bekenntnis es festhalten will oder nicht.

Die Eltern können grundsätzlich frei bestimmen, wie sie ihr Kind erziehen wollen. Allerdings ist bei der Erziehung des Kindes streng das Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung zu beachten. Körperliche Bestrafungen, seelische Misshandlungen und andere entwürdigende Maßnahmen verbietet der Gesetzgeber.

Körperliche Bestrafung:

Als körperliche Bestrafung gelten Schläge mit und ohne Schlaggegenstände, Prügel, Zupacken sowie die leichte Ohrfeige und der leichte Klaps auf das Hinterteil bzw. auf Hände und Unterarme.

Achtung!

Verstöße gegen die gewaltfreie Erziehung können strafrechtliche Konsequenzen für die Eltern haben und u.U. den Entzug des Sorgerechts nach sich ziehen!

Bezogen auf die Schul- und Ausbildung ist bei der Erziehung auf die Neigung und auf die Fähigkeit des Kindes Rücksicht zu nehmen. Unter Ausbildung ist nicht nur die reine Schul- oder Berufsausbildung zu verstehen, sondern auch die Förderung sonstiger Fähigkeiten des Kindes durch, z.B. Sport-, Musik-, Sprachunterricht etc.

Durch die Beaufsichtigungspflicht soll nicht nur das Kind vor Gefahren und Schäden beschützt und bewahrt werden, sondern auch Dritte vor Schäden die durch das Kind verursacht werden. Jeder Elternteil muss seiner Beaufsichtigungspflicht nachkommen, auch wenn zwischen den Eltern diesbezüglich eine Aufgabenverteilung vorliegt. Der eine muss den anderen überwachen. Der Umfang der Aufsichtspflicht hängt vom Kind und dem bisherigen Erziehungserfolg ab. Zeigt das Kind, z.B. Neigungen unachtsam mit fremden Gegenständen umzugehen, darf es nicht über einen längeren Zeitraum unbeaufsichtigt gelassen werden.

49 Nicht nur die Eltern treffen Pflichten. Kinder sind gegenüber ihren Eltern zum gegenseitigen Beistand und zur Rücksicht verpflichtet ( 1618 BGB). Solange das Kind im elterlichen Haushalt wohnt und von den Eltern unterhalten und erzogen wird, ist es verpflichtet, im Haushalt oder Geschäft der

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