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Meine Pensionskasse: Top oder Flop? Der Pensionskassen Self-Check von Hegner, Stephan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.08.2019
  • Verlag: OrellFüssli
eBook (ePUB)
23,99 €
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Meine Pensionskasse: Top oder Flop?

In der Schweiz gibt es 1643 Pensionskassen mit aktiven Versicherten. Doch obwohl alle den denselben gesetzlichen Auftrag erfüllen, gleicht keine den anderen. Verdienen Sie mehr als CHF 21'150.00 im Jahr und haben Sie den 17. Geburtstag schon gefeiert, wird Monat für Monat von Ihrem Lohn ein nicht unerheblicher Betrag an eine dieser Pensionskassen überwiesen. Einen mindestens gleich hohen Betrag zahlt Ihr Arbeitgeber für Sie ein. Wissen Sie, was mit diesem Geld geschieht und wozu es dient? Einmal im Jahr erhalten Sie von Ihrer Pensionskasse Ihren Vorsorgeausweis. Diesem entnehmen Sie, welchen Betrag Sie bereits angespart haben und die mutmassliche Höhe Ihres Altersguthabens zum Zeitpunkt der Pensionierung. Mit Erstaunen stellen Sie dann wahrscheinlich fest, dass zwar der grösste Teil Ihres Vermögens bei Ihrer Pensionskasse liegt, Sie aber nicht wissen, wie Ihre Pensionskasse funktioniert, was diese tut und ob Ihr Geld sicher ist. Den Medien entnehmen Sie zudem, dass um die Höhe des Umwandlungssatzes oder des technischen Zinses gestritten wird, dass eine Umverteilung von Jung zu Alt im Gange sei, die Verwaltungskosten zu hoch und die Verzinsung zu niedrig ausfallen. Höchste Zeit, also herauszufinden, wie Ihre Pensionskasse positioniert ist und wie Sie sich gegen Mängel wappnen können. Dieses Buch hilft, die richtigen Fragen zu stellen und Antworten richtig einzuordnen. Stephan Hegner, lic. iur. und Rechtsanwalt, war verantwortlich für das Vorsorgegeschäft der 2. und 3. Säule einer Grossbank, später für einen der führenden Lebensversicherer. Heute engagiert er sich als unabhängiger Stiftungsrat oder Stiftungsratspräsident und als Aufsichtsrat einer grossen BVG- und Stiftungsaufsicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 23.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783280090831
    Verlag: OrellFüssli
    Größe: 1140 kBytes
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Meine Pensionskasse: Top oder Flop?

2Was ist eine PK?

2.1Die PK im Überblick

Die allermeisten unselbstständig Erwerbstätigen in der Schweiz sind in einer PK versichert. Zusammen mit der AHV und der IV - der staatlichen Grundvorsorge - soll die PK im Fall von Alter, Invalidität und Tod einen Teil des Einkommensverlustes decken. Der Verfassungsauftrag und die gesetzlichen Minimalbestimmungen für PK sehen vor, dass zusammen mit AHV und IV die gewohnte Lebenshaltung in angemessener Weise fortgesetzt werden kann.

Eine PK lässt sich mit einer Versicherungsgesellschaft vergleichen, welche Prämien einnimmt, diese Mittel Ertrag bringend verwaltet und Leistungen auszahlt, sofern ein gesetzlicher oder reglementarischer Anspruch des Versicherten vorliegt.
2.1.1Die drei zentralen Aufgaben

Aufgaben und Tätigkeiten einer PK lassen sich in drei Gruppen zusammenfassen. Am Kapitaleinsatz gemessen, steht die Anlage der Vorsorgegelder im Vordergrund. Gut 80% der periodisch zu entrichtenden Beiträge dienen dem Aufbau der persönlichen Altersguthaben. Knapp 20% der Beiträge braucht es zur Versicherung biometrischer Risiken , das heisst zur Absicherung der Versicherten gegen die wirtschaftlichen Folgen von Tod und Invalidität sowie zur Finanzierung der steigenden Lebenserwartung. Die Verwaltungstätigkeit der PK beansprucht wenige Prozente der Beiträge.

Im Folgenden betrachten wir kursorisch die drei Tätigkeitsgebiete:

- Anlage der Vorsorgegelder (Anlageprozess)

- Absicherung biometrischer Risiken (Risikoprozess)

- Verwaltungstätigkeit (Verwaltungsprozess)
2.1.1.1Anlageprozess

Im Anlageprozess nimmt die PK bankähnliche Tätigkeiten wahr. Sie verwaltet die ihr anvertrauten Vorsorgegelder nach bestimmten zwingenden Regeln und Vorgaben mit der Absicht, das von ihr festgesetzte Renditeziel zu erreichen, ohne dabei untragbare Verlustrisiken einzugehen.

Neben einschränkenden Anlagevorschriften leidet der Anlageprozess zusätzlich unter widersprüchlichen Vorgaben. Erwähnt sei der vom Bundesrat jährlich festgelegte Mindestzins. Dieser lässt sich, je nach Situation an den Anlage- und Kapitalmärkten nur mit risikobehafteten Anlagen erzielen, welche die Risikotragfähigkeit einer PK übersteigen können.

Ähnliche Widersprüche lassen sich bei der Finanzierung der Altersrenten beobachten. Um die geltenden Umwandlungssätze und die daraus resultierenden Rentenzahlungen finanzieren zu können, müssen PKs auf Altersguthaben ihrer Rentner Nettoerträge erzielen, die markant über den Renditen liegen, welche sich an den Märkten verdienen lassen, ohne unangemessene Verlustrisiken in Kauf zu nehmen. Weil sie die erforderlichen Renditen an den Anlagemärkten nicht sicher erwirtschaften können, werden Erträge, aus Anlagen, die den aktiven Versicherten zustehen, zu den Rentenempfängern transferiert.

In Ziffer 3.2.4 werden diese Zusammenhänge vertieft dargestellt.

Leistungsversprechen als Anlagerisiken

Leistungsversprechen werden zu Anlagerisiken, wenn sie ganz oder teilweise aus risikobehafteten Anlageerträgen finanziert werden müssen. Dann gilt: je höher das Leistungsversprechen, desto höher die Anlagerisiken und umso grösser die Ausfallwahrscheinlichkeit. Fazit: Hohe Leistungsversprechen sind gefährlich, wenn deren Finanzierung nicht nachhaltig ist und hohe Anlageerträge erfordern.
2.1.1.2Risikoprozess

Sterben Versicherte bevor sie das ordentliche Pensionierungsalter erreichen oder werden sie vor diesem Zeitpunkt ganz od

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