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Mieter - Vermieter Alle typischen Streitfälle und wie man sie aktiv löst. von Bentrop, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.08.2014
  • Verlag: Stiftung Warentest
eBook (ePUB)
14,99 €
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Mieter - Vermieter

Dieser Ratgeber, in der 3. aktualisierten Auflage, gibt Antworten für Mieter und Vermieter und findet innovative Lösungen. Konflikte erkennen, analysieren und erfolgreich lösen. Mieter und Vermieter haben unterschiedliche Sichtweisen. Das führt zu Konflikten. Der Ratgeber der Stiftung Warentest erläutert alle typischen Problemfälle von Vertriebskostenabrechnung über Kautionsrückzahlung bis zu Schönheitsreparaturen. Er erläutert jeweils den rechtlichen Hintergrund des Konflikts und stellt die wahrscheinlichste Eskalation in einem Konfliktszenario dar. So wird deutlich, wie sich der Konflikt entwickelt, wie die rechtliche Lage aus sieht und welche Lösungen infrage kommen. Mithilfe dieses Ratgebers findet jede Seite einen Weg, ihre Interessen fair durchzusetzen. Sie erfahren alles über Konflikte beim Einzug, von der Maklerprovision bis zur Schlüsselübergabe, und Problemen beim Auszug, von der Kündigung über Schönheitsreparaturen und Wohnungsübergaben bis zur Rückzahlung der Mietkaution, sowie zur Mängelbeseitigung, Mieterhöhung, Betriebskostenabrechnung, zu Lärm, Haustieren und zur Untervermietung. Das Buch zeigt sowohl wie man Konflikte ohne Gericht bewältigt, als auch die Kosten und Nutzen der juristischen Möglichkeiten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 19.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783868518832
    Verlag: Stiftung Warentest
    Serie: Finanztest
    Größe: 610kBytes
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Mieter - Vermieter

Während der Mietzeit

Die meisten Streitigkeiten entstehen im Lauf des Mietverhältnisses, denn es unterliegt Veränderungen. Unabhängig davon, ob es um den Wohnungszustand, das Wohnverhalten oder Geld geht, stets sollte im Auge behalten werden, dass es bei Meinungsverschiedenheiten nicht nur "ums Recht" geht. Die Art und Weise der Auseinandersetzung kann das künftige Mietverhältnis stark prägen.
Mängel der Wohnung

Der Fall 1

Feuchtigkeit und Schimmelbildung

Die Wohnung des Mieters liegt in einem Haus, das im Jahr 1960 gebaut wurde. Der Mieter ist im Frühjahr eingezogen und stellt im folgenden Winter fest, dass sowohl im Schlafzimmer als auch im Wohnzimmer um die Fenster herum die Wände feucht sind und sich dort erster Schimmel bildet.

Der Mieter informiert sofort den Vermieter, bittet ihn, sich die Sache anzuschauen und fordert ihn auf, die Feuchtigkeit und den Schimmel zu beseitigen. Der Vermieter besichtigt am nächsten Tag die Wohnung und erklärt, er könne nichts feststellen, was in seine Verantwortung falle. Feuchtigkeit und Schimmelbildung seien darauf zurückzuführen, dass der Mieter nicht richtig heize und lüfte. Deshalb weigert er sich, die Schäden zu -beseitigen.

Bleiben Vermieter und Mieter bei ihren Meinungen, kann sich folgender Streit entwickeln:

Mieter verlangt vom Vermieter die Beseitigung der Feuchtigkeit und der Schimmelbildung. Er setzt hierfür eine angemessene Frist und kündigt an, die Miete zu mindern, weil die Wohnung nur eingeschränkt nutzbar sei. Deshalb behalte er sich vor, die künftigen Mietzahlungen angemessen zu kürzen.

§ : Er beruft sich auf § 535 Abs. 1 BGB und § 536 Abs. 1 BGB. Danach muss ein Vermieter die Wohnung während der Mietzeit in einem Zustand erhalten, der zum vertragsgemäßen Gebrauch geeignet ist. Entstehende Mängel muss er beseitigen.

Bis dahin kann ein Mieter die Miete angemessen mindern, wenn die Gebrauchstauglichkeit der Wohnung nicht nur unerheblich eingeschränkt ist (§ 563 Abs. 1 BGB) und er zuvor seinem Vermieter unverzüglich den Mangel angezeigt hat (§ 536 Abs. 1 BGB, § 536 c Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 BGB).

Vermieter verweigert die Beseitigung. Die Ursache liege nicht bei ihm, sondern darin, dass der Mieter nicht ordentlich heize und lüfte.

Mieter entgegnet, er heize und lüfte immer ausreichend. Die Ursache müsse im Gebäude liegen, da gebe es Kältebrücken, und es fehle eine ordentliche Wärmedämmung.

Vermieter erwidert, das Haus sei nun einmal kein Neubau. Die zum Zeitpunkt des Hausbaus geltenden Vorschriften seien damals eingehalten worden. Mehr könne der Mieter nicht verlangen.

Mieter kürzt die monatlichen Mietzahl-ungen um zehn Prozent der Miete (einschließlich Betriebskosten). Außerdem hält er weitere 30 Prozent ein, weil der Vermieter offensichtlich nur mit Druck zur Mangelbeseitigung zu bewegen sei.

§ : Zusätzlich zur Minderung kann sich ein Mieter auf ein Zurückbehaltungsrecht an der Miete be-rufen, bis der Mangel beseitigt ist. Das Recht wird in der Regel in Höhe des Drei- bis Fünffachen einer angemessenen Minderung eingeräumt (§ 320 Abs. 1 BGB).

Mieter fordert nochmals die Mangelbe-seitigung.

Vermieter bleibt dabei, dass ihn keine Verantwortung treffe, und fordert den Mieter auf, die volle Miete zu zahlen.

Zuspitzung:

Mieter klagt auf Mangelbeseitigung.

oder

Mieter beseitigt oder lässt die Schäden selbst beseitigen und verklagt

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