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Sich trauen Steuern, Recht und Finanzen. Was sich durch die Heirat alles ändert. von Bohnenkamp, Ruth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.04.2015
  • Verlag: Stiftung Warentest
eBook (PDF)
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Sich trauen

Eine Heirat ist für viele Paare Ausdruck ihrer Zusammengehörigkeit. Die Ehe ist jedoch nicht nur ein Symbol der Liebe, sondern auch ein rechtliches Konstrukt. In gut lesbaren und verständlichen Texten führt dieser Finanztest-Ratgeber durch die rechtlichen und finanziellen Aspekte einer Eheschließung. Die Rechtsanwältin Ruth Bohnenkamp erklärt mit anschaulichen Beispielen, worauf junge Paare, Patchwork-Familien oder Partner im Rentenalter achten sollten und was bei internationalen Ehen zu berücksichtigen ist. Mit Mustervorlagen für Eheverträge.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 09.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783868517422
    Verlag: Stiftung Warentest
    Größe: 4589 kBytes
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Sich trauen

Folgen bei den Finanzen

Verheiratete müssen nicht für die Geschäfte des anderen ge radestehen. Nur bei der Haushaltsführung gelten Ausnahmen.

Das Jawort ändert nichts daran, dass die Partner rechtlich zwei verschiedene Personen sind. Das Gehalt, das der Mann verdient, ist und bleibt seines. Genauso verhält es sich bei der Frau - was längst nicht immer selbstverständlich war. Auf einer übergeordneten Ebene jedoch sind die Partner durch die Ehe, die der Gesetzgeber als eine Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft versteht, verbunden. Dies kann sich bei alltäglichen Geschäften, die den gemeinsamen Haushalt betreffen, auswirken.

Beispiel: Ein Partner kauft in seinem Namen eine neue Waschmaschine und kann den anderen zur Zahlung verpflichten, ohne dass dieser von dem Kauf etwas weiß. Der Waschmaschinenkäufer kann also indirekt auf das Gehalt seines Ehepartners zugreifen.

Der Fachbegriff dafür ist "Schlüsselgewaltgeschäfte". Woher stammt er? Ganz einfach: Früher, als die Frau selbstverständlich zu Hause blieb, um sich um Haushalt, Wäsche und Kinder zu kümmern, hatte der Mann das alleinige Sagen in Sachen Finanzen. Er teilte seiner Gattin das Haushaltsgeld zu, damit sie die täglichen Einkäufe und andere kleine Geschäfte für die Familie erledigen konnte. Sie war bei diesen Geschäften quasi im Auftrag ihres Mannes unterwegs. Deshalb wurde er bei diesen Besorgungen rechtlich zur Zahlung verpflichtet. Die Frau konnte ihren Mann, ohne ihn zu fragen, zu solchen Geschäften verpflichten, daher hatte sie "Schlüsselgewalt". War das Geld der Familie am Monatsende knapp und ließ die Frau im Lebensmittelgeschäft an der Ecke anschreiben, konnte sich der Inhaber des Ladens wegen der Bezahlung an den Mann wenden. Im Unterschied zu früher kann heute aber nicht nur die Frau ihren Mann zur Zahlung verpflichten, sondern auch umgekehrt.

Die Schlüsselgewaltgeschäfte
Bei bestimmten Geschäften, die mit der Haushaltsführung zusammenhängen, kann ein Partner den ande ren mit verpflichten, ohne dass dieser daran beteiligt ist und davon weiß. Zu den Schlüsselgewaltgeschäften zählen die Einkäufe von Lebensmitteln sowie von Kleidung für sich und die Familie, der Kauf von Haushaltsgeräten und Möbeln, Reparaturver träge, der Abschluss von Strom- und Gaslieferungsverträgen, der Kauf von Heizöl.
Der Vertragspartner des Ehepartners, der im Sinne der Familie Dinge erledigt, also etwa das Elektrogeschäft oder der Heizöllieferant, kann sich zwecks Begleichung der Verbindlichkeiten wahlweise an den einen oder anderen Ehegatten halten. Beide haften gemeinsam für die Zahlung.

Aus Gründen der Rücksichtnahme sollte jedoch kein Partner so weit gehen, dass er den anderen bei größeren Investitionen ständig vor vollendete Tatsachen stellt, zum Beispiel, um seine Vorstellungen von der Einrichtung der Wohnung eigenmächtig durchzusetzen. Schlüsselgewaltgeschäfte versteht der Gesetzgeber nicht als Selbstbedienungsinstrument, um eigenmächtig auf das Vermögen seines Partners zuzugreifen. Ratsam ist es ohnehin, größere Investitionen oder Verträge mit einer längeren Bindungswirkung untereinander abzusprechen, bevor ein Partner sie tätigt.

Leben Ehegatten getrennt, können sie übrigens keine Geschäfte mehr mit Haftungsfolgen für den Expartner abschließen. Schlüsselgewaltgeschäfte sind ab der Trennung der Ehepartner ausgeschlossen.
Haushalt, Finanzen und Vermögen


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