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#steuernkompakt Umsatzsteuer Für Onboarding - Schnelleinstieg - Fortbildung von Geismann, Ulrike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.11.2020
  • Verlag: Schäffer-Poeschel Verlag
eBook (ePUB)
25,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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#steuernkompakt Umsatzsteuer

Die Autorin erklärt smart & fokussiert, wie man USt-Voranmeldung und USt-Erklärung schnell in den Griff bekommt und Beratungsfallen im Bereich der USt vermeidet. Sie erläutert zunächst die Grundzüge des Umsatzsteuerrechts. Viele Beispiele erleichtern den systematischen Einstieg ins Umsatzsteuerrecht und ermöglichen den schnellen Praxistransfer. Mit Ausführungen u.a. zur Soll-Ist-Besteuerung, zur Behandlung der Umsatzsteuer in Einnahme-Überschuss-Rechnungen sowie Hinweisen zu den Anforderungen an die korrekte Rechnungsstellung und zu der Frage, worauf Steuerkanzleien bei der Übernahme von Neumandaten umsatzsteuerlich besonders achten müssen. Perfekt beim Onboarding, in der Fortbildung und als Schnelleinstieg für Steuerprofis in ein nicht geläufiges Rechtsgebiet.

Ulrike Geismann Dipl.-Kauffrau Ulrike Geismann ist Bilanzbuchhalterin IHK, Finanzwirtin und Steuerberaterin mit eigener Kanzlei in Bonn. Sie verfügt über mehrjährige Erfahrung in der Finanzverwaltung und in Kanzleien. Außerdem betreibt Sie in Bonn ein zertifiziertes Fortbildungsinstitut nebst virtueller Akademie und ist seit 2011 in der Unterrichtung bei Bilanzbuchhaltern, Betriebswirten und Steuerfachangestellten tätig. Sie ist Mitglied im Prüfungsausschuss der Handwerkskammer sowie der IHK Köln.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 12.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783791048772
    Verlag: Schäffer-Poeschel Verlag
    Größe: 1228 kBytes
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#steuernkompakt Umsatzsteuer

2 Unternehmer und Unternehmen
Auf den Punkt gebracht

Nur wer im umsatzsteuerlichen Sinn als Unternehmer zu betrachten ist, unterliegt der Umsatzsteuer. Der Begriff des Unternehmers wird dargestellt und Details zur umsatzsteuerlichen Unternehmereigenschaft werden erläutert.

Umsätze sind nur dann der Umsatzsteuer zu unterwerfen, wenn die Person, welche die Umsätze tätigt, die umsatzsteuerliche Unternehmereigenschaft besitzt. Die Definition findet sich in
2 UStG.

Eine Person besitzt die Unternehmereigenschaft, wenn sie die folgenden Kriterien aus
2 UStG erfüllt:

  1. Sie übt eine selbstständige Tätigkeit aus.
  2. Sie ist nachhaltig tätig.
  3. Sie übt die Tätigkeit aus in der Absicht, Einnahmen zu erzielen.

Aus
2 UStG ergibt sich des Weiteren, dass keine Gewinnerzielungsabsicht vorliegen muss. Der wesentliche Unterschied zwischen dem Begriff der Gewinnerzielung und dem Begriff der Einnahmeerzielung liegt darin, dass Gewinn nur erzielt wird, sofern die Betriebseinnahmen die Betriebsausgaben übersteigen. Eine Einnahme wird jedoch bereits zu dem Zeitpunkt erzielt, an dem der Unternehmer Geld vereinnahmt, beispielsweise aus dem Verkauf von Ware. Das Kriterium der selbstständigen Tätigkeit liegt grundsätzlich immer dann vor, wenn eine Person nicht weisungsgebunden tätig wird, im Gegensatz beispielsweise zur Tätigkeit eines Arbeitnehmers im Rahmen seines Angestelltenverhältnisses. Das Kriterium der Nachhaltigkeit besagt, dass die Person in regelmäßigen Abständen Umsätze erzielt. Nicht erforderlich ist die Erzielung von Gewinnen. Übt ein Unternehmer mehrere Tätigkeiten aus, so gehören alle Tätigkeiten zu seinem Unternehmen.

Grundsätzlich gibt ein Unternehmer für sämtliche Tätigkeiten, die der Umsatzsteuer unterliegen, nur eine Umsatzsteuervoranmeldung und eine Umsatzsteuerjahreserklärung ab.

BEISPIEL 1

Unternehmereigenschaft

Studentin Mona studiert in Bonn Jura und geht an vier Terminen im Jahr 2020 auf den Bonner Trödelmarkt, um Kleidung, die sie nicht mehr benötigt, dort zu verkaufen. Handelt es sich bei Mona um eine Unternehmerin im Sinne der Umsatzsteuer?

Lösung:

Mona ist keine Unternehmerin im umsatzsteuerlichen Sinne. Sie ist zwar selbstständig tätig und möchte natürlich auch Einnahmen erzielen, aber sie ist nicht nachhaltig tätig, da sie lediglich an wenigen Terminen im Jahr ihre Kleidung verkauft. Somit wird Mona das Kriterium der Unternehmereigenschaft aus
2 UStG nicht zugeschrieben, da das Kriterium der Nachhaltigkeit nicht erfüllt ist.

MERKE

Um zu beurteilen, ob die in
2 UStG definierte Unternehmereigenschaft vorliegt, ist es erforderlich, dass sämtliche Kriterien aus
2 UStG vorliegen. Trifft ein Kriterium im zu beurteilenden Fall nicht zu, muss das Vorliegen der Unternehmereigenschaft verneint werden. Das bedeutet, dass die Umsätze grundsätzlich nicht der Umsatzsteuer zu unterwerfen sind. In der Praxis ist es jedoch oft schwierig, eine klare Abgrenzung zu treffen, ob jemand die umsatzsteuerliche Unternehmereigenschaft besitzt oder nicht. Liegt die Unternehmereigenschaft vor, so bedeutet dies, dass sämtliche von der Person erzielten Einnahmen der Umsatzsteuer zu unterwerfen sind. Neben natürlichen Personen können auch juristische Personen, wie beispielweise die GmbH, die Unternehmereigenschaft besitzen.

BEISPIEL 2

Unternehmereigenschaft

Die Hausfrau Herta hat im Jahr 2018 mit Tupperpartys begonnen. Im Jahr 2018 hat sie eine Tupperparty abgehalten. Im Jahr 2019 hat sie 45 Tupperpartys durchgeführt und dabei Umsätze von 78.500 EUR generiert. Handelt es sich bei Herta um eine Unternehmerin im Sinne der Umsatzsteuer?

Lösung:

Für das Jahr 2018 liegt noch keine Unternehmereigenschaft vor. Für das Jahr 20

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