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Steuern sparen für Paare und Familien Vermögen und Einkommen richtig verteilen von Congiu-Wehle, Astrid (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.09.2014
  • Verlag: Verlag C.H.Beck
eBook (ePUB)
13,99 €
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Steuern sparen für Paare und Familien

Steuern sparen bedarf kompetenter Beratung. Dabei hilft Ihnen dieser Ratgeber: Leicht verständlich: Die rechtlichen Aspekte sind einfach aufbereitet und in einer verständlichen Sprache dargestellt. Anschaulich: Zahlreiche Beispiele machen die Ausführungen anschaulich. Übersichtlich: Klar aufgebaut, mit vielen praktischen Hinweisen, Tipps und Mustern. Aktuell: Auf dem neuesten Stand von Gesetzgebung und Rechtsprechung. Zu diesen Themen finden Sie kompetente Hilfe und praktischen Rat: Einkommensteuer (Einnahmen, Einkunftsarten, Entlastungsbeträge, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Freibeträge, Ermäßigungen, Elterngeld etc.) Erbschaft- und Schenkungsteuer (Berechnung, Bewertung, Befreiung, Freibeträge, ausländische Erbschaftsteuer, vorweggenommene Erbfolge etc.) Grunderwerbsteuer (Steuerpflichtige Erwerbsvorgänge, Steuerbefreiungen, Bemessungsgrundlage, Höhe, Steuerschuldner) Verfahrensrecht (Einspruchsverfahren, Aussetzung der Vollziehung, Klageverfahren Revision .) u.v.m. Verfasst von einer erfahrenen Praktikerin: Astrid Congiu-Wehle ist Rechtsanwältin (Fachanwältin für Familienrecht und Fachanwältin für Steuerrecht) in München.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 261
    Erscheinungsdatum: 18.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783406672026
    Verlag: Verlag C.H.Beck
    Größe: 944 kBytes
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Steuern sparen für Paare und Familien

1 1. Kapitel

Einkommensteuer

I. Allgemeines

Das Einkommensteuergesetz (EStG) regelt die Besteuerung aller Steuerpflichtigen nach einheitlichen Grundsätzen. Zielsetzung ist es, jeden nach seiner individuellen Leistungsfähigkeit zur Einkommensteuer heranzuziehen.

Familien mit und ohne Kinder erhalten dabei im deutschen Steuerrecht zahlreiche Vergünstigungen, wie beispielsweise das Ehegattensplitting oder das Kindergeld, bzw. der Kinderfreibetrag, um nur die bekanntesten Regelungen aus dem Einkommensteuerrecht zu benennen.

Unter dem Begriff "Familie" werden im deutschen Sprachgebrauch aber nicht nur verheiratete, heterosexuelle Ehepaare verstanden. Gerade jüngere Menschen sehen heute nicht mehr die Notwendigkeit zu heiraten. Selbst wenn Kinder aus einer Beziehung hervorgehen. Die Zahl der Familien ohne Trauschein, die so genannten nichtehelichen Lebensgemeinschaften, steigt ständig.

Seit dem 1.8.2001 haben auch gleichgeschlechtliche Partner die Möglichkeit zu "heiraten", eine eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen. Bei allen Regelungen, aus welchen sich steuerliche Begünstigungen für Familien ergeben, stellt sich die Frage, ob diese auch auf eingetragene Lebenspartner, nichteheliche Lebensgemeinschaften oder auch bereits auf Verlobte Anwendung finden.

2 Nichteheliche Lebensgemeinschaften , gleich ob homo- oder heterosexuell oder verlobt, leben ohne Trauschein zusammen. Sie gehen gegenseitig keine Verpflichtungen ein. Für nichteheliche Lebensgemeinschaften und Verlobte gelten sämtliche Vergünstigungsvorschriften des EStG nicht. Auch wenn die Lebensgefährten seit Jahren zusammen leben, zusammen wirtschaften, vielleicht gemeinsame Kinder haben, im Endeffekt wie ein Ehepaar auftreten, werden sie diesen nicht gleichgestellt. Dieses verbietet Art. 6 Abs. 1 GG (Grundgesetz), welcher nur Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der Verfassung stellt.

Von eingetragenen Lebenspartnern spricht man bei gleichgeschlechtlichen Paaren, welche nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz verpartnert sind, also "geheiratet" haben. Mit der Eheschließung, formaljuristisch die Verpartnerung, erhalten sie zivilrechtlich dieselben Rechte und Pflichten wie ein heterosexuelles Ehepaar. Sie sind gegenseitig gesetzlich erb- und damit auch pflichtteilsberechtigt. Sie müssen füreinander einstehen, sich gegenseitig unterhalten. Ist der eine Partner hierzu finanziell nicht in der Lage, muss der andere, leistungsfähige Partner einspringen, bevor staatliche Hilfe in Anspruch genommen werden kann. Mit einer Trennung und Scheidung entstehen gegenseitige gesetzliche Unterhaltspflichten.

Sehr strittig und sehr kontrovers diskutiert wurde bisher die Frage der Anwendung der einkommensteuerlichen Vorschriften für Ehegatten auf Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Obwohl sie zivilrechtlich vollständig wie Ehegatten behandelt werden, hatte das Steuerrecht diesen Schritt nur in einigen Bereichen vollzogen.

Vollständig verweigert wurde die Gleichstellung im Rahmen der Einkommensteuer. Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft wurden nach der Grundtabelle versteuert, Kosten aus einer doppelten Haushaltsführung wurden nicht als Werbungskosten anerkannt. Die Erläuterung der einzelnen Begriffe erfolgt im Einzelnen weiter unten in den entsprechenden Kapiteln.

Befürworter der Gleichbehandlung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft beriefen sich darauf, dass Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaft gleich zu behandeln sind. Sie haben nach dem Zivilrecht die gleichen Rechte und Pflichten, dann sind ihnen auch 3 beiden die Vergünstigungen aus dem Einkommensteuerrecht zu gewähren. Ansonsten läge ein Verstoß gegen Art. 3 GG, das Gleichheitsg

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