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Betrieblicher Krankenstand im Gesundheitswesen. Lebensphasen- und generationsbezogene Perspektiven und Interventionsmöglichkeiten von Schmidt, Raffael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.11.2016
  • Verlag: Studylab
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Betrieblicher Krankenstand im Gesundheitswesen. Lebensphasen- und generationsbezogene Perspektiven und Interventionsmöglichkeiten

Der betriebliche Krankenstand ist ein bedeutender Kostenfaktor im Gesundheitswesen. Krankheitsbedingte Arbeitsausfälle verursachen nicht nur erhebliche Personalkosten, sondern auch Belastungen im sozialen Gefüge eines Unternehmens. Dieses Buch richtet sich daher an Führungskräfte, die nach Interventionsmöglichkeiten gegenüber Mitarbeitern mit kontinuierlich hohem Krankenstand suchen. Der Autor, selbst seit mehr als 13 Jahren in Führung und Leitung tätig, entwickelt in diesem Buch eine alters-, lebensphasen- und generationenbezogene Perspektive auf den betrieblichen Krankenstand. Dabei geht er der Frage nach, wie Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisation, Krankheit und Krankenstand zusammenhängen. Aus den Ergebnissen leitet er generationenspezifische Ansätze für Führung und Leitung ab. Diese kommen auf verschiedenen Strukturebenen eines Krankenhauses zum Einsatz, um den Krankenstand nachhaltig zu senken. Anhand eines Praxisbeispiels konkretisiert er seine Vorschläge für eine erfolgreiche Führungsintervention. Aus dem Inhalt: - Krankheitsbedingte Fehlzeiten - Salutogenesetheorie nach Aaron Antonovsky - Sozialisationsmodell nach Klaus Hurrelmann - Persönlichkeitsentwicklung - Team- und Personalentwicklung Raffael Schmidt ist seit 2009 als stellvertretender Pflegedirektor im Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg tätig. Zuvor leitete er die Rettungsstelle im gleichen Kinikum. Seine pflegerische Laufbahn begann mit dem Zivildienst, den er als Pflegehelfer in einem Seniorenheim leistete. Anschließend arbeitete er mehrere Jahre als Pflegehelfer in einem weiteren Seniorenheim und einem städtischen Klinikum, bevor er 1994 eine Ausbildung zum Krankenpfleger begann, die er 1997 erfolgreich abschloss. Von 2000 bis 2002 absolvierte er die Weiterbildung zur "Pflegefachkraft für leitende Funktionen in Einrichtungen der Pflege im Gesundheits- und Sozialwesen. 2006 qualifizierte er sich zur Verband- und Gipsfachkraft in der Gesundheitswirtschaft. 2007 - 2008 nahm er an einem Fernlehrgang "Emergency Management - Schnittstelle Notaufnahme" teil. 2016 schloss er ein Fernstudium an der Hamburger Fern-Hochschule ab und erwarb den Titel "Diplom-Pflegewirt".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 97
    Erscheinungsdatum: 22.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783668347403
    Verlag: Studylab
    Größe: 999 kBytes
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Betrieblicher Krankenstand im Gesundheitswesen. Lebensphasen- und generationsbezogene Perspektiven und Interventionsmöglichkeiten

2 Der Zusammenhang von Gesundheit, Krankheit und Krankenstand

Gesundheit und Krankheit sind untrennbare Attribute des menschlichen Lebens. Menschen hoffen, ihr Leben in "guter Gesundheit" verbringen zu können. Doch jeder Mensch wird auch im Verlaufe seines Lebens unweigerlich mehrere Male krank.

Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) und Sozialgesetzbuch (SGB) räumen kranken Berufstätigen die Möglichkeit ein, der Arbeit unter Fortzahlung der Bezüge bzw. unter Zahlung von Krankengeld fernzubleiben (vgl.
3 EntgFG;
44 SGB V). Die sog. "Krankmeldung" oder "Krankschreibung" bedarf der initialen, persönlichen Entscheidung des Betroffenen, der Arbeit fernbleiben zu wollen. Diese Entscheidung wiederum ist abhängig von dessen persönlicher Bewertung seines Wohlbefindens bzw. Gesundheitszustandes.

Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang auch die missbräuchliche "Krankmeldung" ohne Vorliegen einer rechtfertigenden Erkrankung.

Dieses Kapitel entwickelt eine erste Perspektive auf Gesundheit und Krankheit als dynamische Prozesse. Im Folgenden wird die individuelle Dimension im Zustandekommen des Krankenstandes erörtert.
2.1 Statische und dynamische Konzepte von Gesundheit und Krankheit

Jeder Mensch hat eine individuelle Vorstellung davon, was für ihn Gesundheit bedeutet. Dementsprechend ist die Beurteilung des eigenen Gesundheitszustandes stark von der individuellen Sicht auf Gesundheit und ihre Bedeutungszuschreibung geprägt. "Subjektive Vorstellungen von Gesundheit enthalten verschiedene Dimensionen:

- negative Abgrenzungen - wie ... frei von Belastungen zu sein;

- positive Bestimmungen - wie sich wohl fühlen;

- Beschreibungen eines Zustandes - wie 'mit sich einig sein';

- Gesundheit als Voraussetzung - 'die anderen Sachen kommen dann schon selber';

- Gesundheit als Ergebnis bestimmter Handlungsweisen (Ernährung und Vorsorge) und

- Gesundheit als Phänomen des sozialen Funktionierens" (Flick 1998: 8) .

Ebenso vielfältig sind die Versuche, Gesundheit wissenschaftlich zu beschreiben. Im Pschyrembel, einem klinischen Standardwörterbuch, wird Gesundheit wie folgt definiert:

" Gesundheit: 1. i.w.S. ist Gesundheit nach der Definition der WHO der Zustand völligen geistigen, seel. u. sozialen Wohlbefindens; 2. i.e.S. kann G. verstanden werden als d. subjektive Empfinden des Fehlens körperl., geistiger und seel. Störungen bzw. Veränderungen; 3. im sozialversicherungsrechtl. Sinn bedingt G. die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit" (Pschyrembel , Zink 1986: 587) .

Dabei beschreibt 1. Gesundheit als positive Bestimmung, 2. als negative Abgrenzung im Sinne der Flickschen Nomenklatur (s. oben). Beide Definitionen verfolgen ein eindimensionales Gesundheitsverständnis; man ist gesund - oder nicht. Sie setzen die subjektive Empfindung des Betroffenen in das Zentrum der Beurteilung. 3. betont den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Arbeitsfähigkeit.

Dem eindimensionalen Gesundheitsverständnis folgend, wird Krankheit folgerichtig als das Fehlen von Gesundheit definiert. Erneut wird der Zusammenhang zwischen Krankheit als fehlende Gesundheit und Arbeitsunfähigkeit hergestellt.

" Krankheit: ... i.w.s. Fehlen von Gesundheit, i.e.s. Vorhandensein von subjektiv empfundenen u./od. objektiv feststellbaren körperl., geistigen u./od. seelischen Veränderungen bzw. Störungen. Im sozialversicherungsrechtlichen Sinn das Vorhandensein v. Störungen, die Krankenpflege u. Ther. erfordern u. Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben ..." (Pschyrembel , Zink 1986: 905) .

Der Pschyrembel bezieht sich auf die Gesundheitsdefinition der Weltgesundheitsorganisation WHO aus

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