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Der Planet der Verarschten Warum der Homo Sapiens längst ausgestorben ist. von W., Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.01.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Der Planet der Verarschten

Geboren, verarscht, gestorben - das Leben des überwiegenden Teils unserer Artgenossen verläuft in relativ vorgezeichneten Bahnen. Die kollektive Verarschung als gesellschaftsprägende Umgangsform hat Tradition; sie trat ihren Siegeszug mit der Sesshaftwerdung des Menschen an und ist durch nichts und niemanden zu stoppen. Dieses Buch wurde auch nicht etwa geschrieben, um den Verarschten Hoffnung auf Besserung zu machen; es soll vielmehr ein bescheidener Beitrag dazu sein, sie von der Alternativlosigkeit ihres Schicksals zu überzeugen. Das Zusammenspiel von vier Komponenten garantiert den Fortbestand des globalen Verarschungssystems bis zu dem Zeitpunkt, an dem es zusammen mit jener Spezies, deren Vertreter es ersonnen haben, vom Antlitz dieses Planeten verschwinden wird. das Geldwesen die Unfähigkeit des Menschen, Staaten zu bilden der unzureichende Einblick der Individuen in die gesellschaftlichen Verflechtungen, in die sie eingebunden sind Wettbewerb

Während Robert W. die ihm zugedachte Rolle als Verarschungsobjekt in verschiedenen Institutionen und Organisationen pflichtschuldigst erfüllte, musste er nach und nach erkennen, dass all die Widrigkeiten und Perversionen, mit denen er sich konfrontiert sah, nur die Symptome einer gemeinsamen Ursache sind: die kollektive Verarschung als gesellschaftsprägende Umgangsform.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 11.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739267005
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 4273kBytes
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Der Planet der Verarschten

Eine Frage des Maßstabs und der Perspektive

Wir schreiben das Jahr 2015. Mehr als sieben Milliarden potenzielle Verarschungsobjekte tummeln sich auf unserem Planeten, der nun schon seit über vier Milliarden Jahren seine Bahnen um die Sonne zieht. Kurioserweise sind es nicht etwa irgendwelche Außerirdischen, die uns Erdlingen Böses wollen, nein, für die Verarschung zeichnen ausschließlich Vertreter unserer eigenen Spezies verantwortlich. Dabei ist es keineswegs so, dass der eine Teil der Menschheit sich nur in der Rolle der Verarscher und der andere in der der Verarschten wiederfindet. Wer es zu etwas gebracht hat, und sei es auch nur zum Chef einer Drückerkolonne, ist nur zu oft beides in Personalunion. Wahrscheinlich liegt genau darin das Erfolgsgeheimnis des globalen Verarschungssystems: Es zeichnet sich dadurch aus, dass es gerade das Maß ist, in dem sich ein Verarschter zum Verarscher emporgearbeitet hat, das diesem Status verleiht.

Vielfach sind sich die Verarschten der ihnen von den Verarschern aufoktroyierten Verarschung gar nicht bewusst. Häufig betrachten sie sie auch aus Gewohnheit als etwas völlig Natürliches. Andernfalls wird sie ihnen seitens der Verarscher eben als alternativlos verkauft, was es erträglicher erscheinen lässt, sie über sich ergehen zu lassen. Als besonders nützlich erweist sich den Verarschern der Umstand, dass den Verarschten vielfältige Möglichkeiten der Zerstreuung zur Verfügung stehen, mittels derer sich deren Aufmerksamkeit von ihrem Verarscht-Werden weg- und zu den schönen Dingen des Lebens hinlenken lässt.

Die Verarschung als gesellschaftsprägende Umgangsform hat Tradition. Seit der Sesshaftwerdung des Menschen vor etwa 10 000 Jahren formt sie in mannigfaltigen Erscheinungsformen das Weltgeschehen. Leider können sich die Verarschten wenig Hoffnung auf Besserung machen. Es gibt einfach viel zu viele von ihnen, als dass ihre Existenz ohne die Etablierung eines Systems sichergestellt werden könnte, das interessierten Kreisen nicht zugleich auch alle Möglichkeiten zur Verarschung bietet.

Voraussetzung für Verarschung ist die Ohnmacht der Verarschten, sich ihr zu entziehen, weil die Ressourcen, die sie dafür benötigen würden, von den Verarschern kontrolliert werden. Hierbei kann es sich sowohl um materielle als auch um geistige Ressourcen handeln. In der Regel ist es eine Mischung aus beiden. So lieferte beispielsweise der weitverbreitete Analphabetismus den Verarschern früherer Zeiten wertvollen Dienste, und in den unterentwickelten Teilen der Welt tut er dies bis heute. Wohingegen die vermeintliche Aufgeklärtheit der Bewohner der entwickelten Teile der Welt unserer Tage nach subtileren Verarschungsmethoden verlangt. In den meisten Fällen ist es der fehlende Einblick in die Verflechtungen und Zusammenhänge, die ihr Leben bestimmen, die den Verarschten zum Verhängnis wird. Ihnen ergeht es wie dem Hamster, der sich im Rad abstrampelt und vergeblich versucht, an ein Stück Käse zu kommen, nicht ahnend, dass er Opfer einer Verarschung ist.

Die ressourcenschonenste Form der Verarschung ist die, bei der die Verarschten den Schwachsinn, für den sie abgerichtet wurden, mit einem Höchstmaß an innerer Überzeugung ausführen und die ihnen zugedachten Zumutungen mit schicksalhafter Ergebenheit hinnehmen. Um die Verarschten so weit zu kriegen, müssen sie von den Verarschern vorher entsprechend konditioniert worden sein.

Versierten Verarschern gelingt es, die Verarschten in der Annahme zu bestärken, es würde ihnen gut gehen und die Verarschung, die man ihnen angedeihen lässt, wäre die Voraussetzung dafür. Ist dies den Verarschten jedoch selbst unter Zuhilfenahme raffiniertester Suggestionstechniken nicht mehr zu vermitteln, sind die Verführungskünstler gefragt, die es verstehen, sich als Wohltäter zu gerieren und ihnen, konformes Wohlverhalten vorausgesetzt, Besserung in Aussicht zu stellen - ob prä- oder postmortal.

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