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Startup Wissensmanagement Erfolgsplanung mit Struktur. von Becker, Jörg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.02.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Startup Wissensmanagement

Kapital ist nicht gleich Kapital: das materielle Kapital steht in der Bilanz. Darüber hinaus sind Wissen, Prozesse, Beziehungen etc. auch Kapital, das in der Regel aber nicht in der Bilanz steht. Nichtfinanzielle Werttreiber (Vermögenswerte, die weder materielle Güter noch Finanzanlagen sind) sind wie ein Sockel unter der Wasseroberfläche, der oft den größeren Teil des Eisberges der Geschäftserfolge ausmacht. Oft ist es gerade das Ungewisse, d.h. die sogenannten 'weichen' Faktoren, die Märkte voran-treiben. Unternehmen, die sich einzig auf materielle Faktoren verlassen, werden träge und weniger sensibel gegenüber Marktveränderungen. Wissensbasierte Kapitalarten werden aber nur selten systematisch erhoben, bewertet und dokumentiert. Dabei hat nicht nur das Unternehmen selbst sondern immer mehr auch externe Gruppen (z.B. potenzielle Kreditgeber, Partner u.a.) ein Interesse an größtmöglicher Transparenz aller Strukturen und Kompetenzen, welche die zukünftige Entwicklung nachhaltig beeinflussen könnten. Immaterielle Werte wie Kompetenzen, Kundenbeziehungen oder Innovationspotenziale sind speziell für kleinere und mittlere Unternehmen wichtige Erfolgspotenziale. Klassische, rein finanzorientierte Instrumente helfen hier nicht weiter. Im Alltagsgeschäft fehlen praktische, einfache Hilfsmittel, mit denen man das im Unternehmen befindliche intellektuelle Kapital offen legen und verlässlich bewerten kann. Auch (oder gerade) für potenzielle Kreditgeber sind Informationen über immaterielle Werte oft nicht transparent. Die Folge: auch sie können diese bei einer Kreditvergabe nur unzureichend oder überhaupt nicht bewerten. Das Praxismodell einer Wissensbilanz macht nicht nur auf mögliche Schwächen aufmerksam, sondern gibt auch Hinweise auf die einzuschlagende Richtung einschließlich hierbei realisierbarer Potentiale. Ergebnis: Das Procedere wird abgekürzt/erleichtert, d.h. für Finanzierungsgespräche bleibt somit mehr Zeit für das Wesentliche. Berichte und Fakten zu Non-Financials und weichen Faktoren helfen Investment Professionals, ein möglichst realistisches Bild von den das Unternehmen betreffenden exogenen und endogenen Einflussfaktoren zu gewinnen.

Diplomkaufmann Jörg Becker, Managementerfahrungen u.a.: IKT-Wirtschaft, Internationale Consultingfirmen, Wissensintensive Unternehmen, Softwaremarketing. Managementinformation, Projektmanagement, Führungsseminare. SpG: Personalbilanz, Wissensmanagement, Startup-Betriebswirtschaft, Erfolgsplanung, Standortbilanz, Wirtschaftsförderung, Clustermanagement, Regionalmarketing. Verfasser: Reihe Standortbilanz-Lesebogen sowie Personalbilanz-Lesebogen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 183
    Erscheinungsdatum: 11.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739241449
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 611kBytes
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Startup Wissensmanagement

In intransparenten Wissensmärkten erfolgsbezogen agieren

Gestaltungsfelder des Wissensmanagements ausloten: f ür das Wissensmanagement besteht die Hauptaufgabe darin, Wissen zu erzeugen, zu dokumentieren, auszutauschen und anzuwenden. Dabei geht es nicht nur darum, die in Datenbanken und anderen Medien vorliegenden Informationen zusammenzuführen. Ebenso wichtig ist es, die in den Köpfen der Mitarbeiter gespeicherten Informationen für den Informationsprozess verwertbar zu machen. Zu unterscheiden ist zwischen explizitem Wissen, das sich anhand von Regeln abbilden lässt und implizitem Wissen, das sich aus der Problemlösungskompetenz und dem Erfahrungsschatz der Mitarbeiter zusammensetzt. Der Startup sollte sich sein intuitives Gefühl für Markttrends und -meinungen erhalten, d.h. man will zwar Zahlen Beachtung schenken, sich aber nicht von ihnen beherrschen lassen. Zu den Gestaltungsfeldern des Wissensmanagements zählen Wissensziele, Wissensidentifikation, Wissensbewertung und -messung, Wissenserwerb, Wissensentwicklung, Wissensspeicherung/ -bewahrung und Wissensnutzung und -verteilung. Wissensziele: stimmen die Aktivitäten des Wissensmanagements auf die Gesamtziele des Startup ab, u.a. durch Festlegung konkreter Ziele für alle Gestaltungsfelder. Um im Fähigkeitenwettbewerb bestehen zu können, müssen Kompetenzen aufgebaut und weiterentwickelt werden, Wissensvorsprünge müssen in konkrete Nutzungsstrategien umgesetzt werden.

Fragen an den Startup: welches Wissen ist heute und welches morgen entscheidend für Geschäftserfolge? worin liegen Sinn und Notwendigkeit von Wissenszielen? welches sind die besonderen Herausforderungen bei der Definition von Wissenszielen? ist bekannt, wo und wie stark die Hebelfähigkeiten des vorhandenen Wissens angesetzt werden können? werden die allgemeinen Unternehmensziele in strategische und operative Wissensziele übersetzt? wird überprüft, inwieweit Wissensziele erreicht wurden ? Wissensidentifikation: hierbei geht es darum, intern bereits vorhandene Wissensbestände erst einmal zu erkennen und dann in systematisierter Form sicht- und greifbar darzustellen. Bisher nicht oder separat genutztes Wissen soll dem Startup als Ganzes zugänglich gemacht werden, Mehrfachaufwand durch redundante Wissensentwicklung sollte vermieden werden. In der heutigen Wirtschaftswelt herrscht kein Mangel an Wissen. Unternehmen stehen vielmehr vor dem Problem, einen Überblick über das um sie herum anschwellende Wissen zu behalten. Wer im Wettbewerb erfolgreich agieren will, muss über vollständige Transparenz seiner vorhandenen Wissensbestände verfügen. Transparenz stellt sich nicht automatisch ein, sondern muss zielgerichtet und manchmal auch mühsam erarbeitet werden.

Fragen an den Startup: ist transparent, welches Expertenwissen in welcher Form, bei wem und wo bereits vorhanden ist? welche Wissensbestände werden häufig genutzt und welche seltener? Wissensbewertung und -messung: erfolgreiches Wissensmanagement ist auf praktikable Instrumente zur Wissensbewertung angewiesen. Insbesondere die Glaubwürdigkeit und Nachvollziehbarkeit einer zu erstellenden Wissensbilanz hängt ganz entscheidend von Angaben ab, die der zahlenorientierten Finanz- und Wirtschaftwelt vergleichbar sind. Das traditionelle Managementdenken konzentriert sich nach wie vor auf quantifizierbare Aussagen. Voraussetzung ist, dass das Netzwerk der Beziehungen zwischen einzelnen Komponenten des Intellektuellen Kapitals sinnvoll strukturiert werden, um darauf aufbauend dann geeignete Mess-Indikatoren ableiten zu können.

Als Vorstufe zur direkten Quantifizierung bietet sich zunächst eine indirekte Bewertung an. Hierzu müssen zunächst die für den Startup überlebenswichtigen Kernprozesse definiert und beschrieben werden. Hierzu ergänzend müssen die Faktoren herausgefunden werden, die für den Geschäftserfolg von unmittelbar größter Wichtigkeit sind und hiermit in einem

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