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TRANSFORMATION Vom Kapitalismus in die Zukunft- von Haselbach, Andreas (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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TRANSFORMATION

Wie kann uns angesichts der aktuellen Probleme ein Zusammenleben gelingen. Kann unser Leben so weitergehen wie bisher? Welche Hoffnung können wir aus einem globalen Wandel schöpfen? Wie können wir in 30 Jahren eine Weltgesellschaft mit wirtschaftlicher und friedlicher Perspektive begründen? Machen Sie mit oder stecken Sie den Kopf in den Sand? Andreas Haselbach, Versicherungsmakler, Autor und Politkbesessener, orientiert seine Erfahrungen und Kenntnisse auf die Zukunft, die es zu gestalten gilt. Geistige Altlasten wirft er hierbei zu Gunsten einer Fokusierung auf das wirklich Machbare ab.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 165
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742767349
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 709 kBytes
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TRANSFORMATION

Die Lage

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Eifersucht, Neid, Kriege, Ausbeutung und vieles mehr sind des Teufels Werk. Es ist die Auflehnung gegen das Werk Gottes. Wirklich? Gebenedeit seien die Genügsamen.

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Hingegen, so sagt der aufgeklärte, moderne Wahlbürger, sei der Mensch ein vernunftbegabtes Wesen. Wenn das so ist, bedarf die Begabung anscheinend doch noch einiger, intensiver Förderung! Warum?

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Wenn die Welt zu zerfallen droht, sind die traditionellen Verfahrensweisen offensichtlich nicht erfolgreich gewesen. Ein halbwegs intelligentes Lebewesen würde nun aufhören, dieses Verfahren weiter anzuwenden. Denn anstatt die immer gleichen, untauglichen Instrumente zu verschleißen, ist es doch gerade die Chance, Neues und Varianten auszuprobieren, um Änderungen und Besserungen zu erreichen.

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Es ist doch absurd, dass wir in einer Gegenwart mit Automatisierung, Robotern, Computern, mit Fracking und Cyberwar versuchen, mit Wirtschafts- und Gesellschaftsmodellen des 19. Jahrhunderts gestalten zu wollen. Smith, Keynes, Marx und andere waren kluge Köpfe, aber sie lebten in einer Welt in der z.B. Dampfloks (Smith noch nicht einmal dies) als technische Wunderwerke gerade erst begannen, eine Vorstellung von Mobilität zu kreieren. Menschen waren in Massen arm, hatten keinen angemessenen Wohnraum, wurden an ihren Umständen krank, erhielten kaum Bildung und starben wie die Fliegen. Die Lebenserwartung lag bei 35 Jahren und Rentenversicherung, Umweltschutz, Ressourcenverbrauch oder Wohlstandskrankheiten waren unbekannt. Es gab keine gelebten Demokratien. Eine Welt, die die meisten Menschen nicht haben wollten und in der ein wenig Wachstum durchaus gut zu gebrauchen war, um die grundlegendsten Bedürfnisse auch nur halbwegs zu befriedigen.

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Natürlich gibt es so etwas wie wirtschaftliche Grundgesetze, die zum Teil auch zu dieser Zeit formuliert wurden, und hierzu sollte es auch gesellschaftliche Grundgesetze geben. Z.B gibt es den Grundsatz "nicht mehr auszugeben als man einnimmt". Analog könnte man fordern, dass eine (Welt-) Gesellschaft nicht mehr verbrauchen darf als die Natur in der Lage ist zu regenerieren.

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Es gab auch extrem vorausschauende, sehr intensiv ergründende Denker wie z.B. Max Weber, die wiederum Zusammenhänge aufdeckten, die heutzutage permanent gerne ignoriert werden, obwohl sie Geltung und Beachtung verdient hätten (z.B. Handeln bei Knappheit im Verhältnis zum Begehr).

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Hingegen wundert man sich aber, warum uralte, sehr vereinfachte und vollkommen untaugliche Wirtschaftsmodelle gerne von Anhängern einer unkontrollierten Wirtschaft vorangetragen werden. Komplexe Ansätze jedoch, die umsichtiger, genauer analysieren, für unsere moderne, komplexe Wirtschaft tauglich und langfristig belastbarer sind, werden als Kür gerne ignoriert. Hier könnte man noch lapidar einwenden, es könnte für die Wirtschafts- und Politik-Elite zu schwer zu verstehen und noch schwerer vermittelbar sein, was kein wirklich gutes Argument wäre. Schließlich kann man nicht die Vorteile eines komplexen Lebens nutzen wollen und gleichzeitig wirtschaften wie ein Eichhörnchen.

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Wenn aber neo-liberale oder neo-klassische Lobbyisten versuchen, ihre Theorie von den freien Märkten, die alles am besten regeln, wenn sie nur in Ruhe gelassen werden, mit Theorien von vor 150 oder 200 Jahren zu begründen, bleibt einem schon ein wenig das Lachen im Halse stecken. Das ist so, als würden Sie ihren abgestürzten Computer mit Hammer und Luftpumpe reparieren wollen. So zweckmäßig Hammer und Luftpumpe bei adäquaten Fragestellungen sein können, Probleme mit Ihrem Browser-Programm werden sie nicht lösen. Der Unterschied allerdings ist, dass die alten Wirtschafts-, Verteilungs- und Wachstumstheorien lediglich noch zur Beschreibung, nicht mehr zur Gestaltung taugen; kurz: sie sind unnütz und werden es bleiben, wenn, ja wenn die Menschheit nicht wieder in eine Steinzeit zurückfällt.

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